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Fünf-Länder-Biosphärenreservat: Grenzübergreifender Schutz von Donau, Drau und Mur

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ergriff EuroNatur frühzeitig die Initiative und startete 1990 das ehrgeizige Projekt zur Rettung der einmaligen Flusslandschaft der Drau. Im Mai 1993 organisierte EuroNatur die erste internationale Naturschutzkonferenz über die Zukunft der Drau in Kaposovar, an der Politiker und Naturschutzexperten aus Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn teilnahmen. Ziel war es, den noch weitgehend natürlichen Flussabschnitt der Drau mit ihrem Nebenfluss Mur in seiner Ursprünglichkeit zu bewahren. Im Rahmen dieser Tagung wurde die Idee eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservats geboren.


Nützen und Schützen
Biosphärenreservate werden von der UNESCO ausgewiesen und verbinden streng geschützte Naturlandschaftselemente mit Kulturlandschaften, die der Mensch durch die Jahrhundertelange Nutzung geprägt hat. Mit ihren Naturschätzen und der bis heute großflächig erhaltenen traditionellen Kulturlandschaft bietet die Region entlang Mur und Drau bis an die Donau die besten Voraussetzungen für diese Schutzgebietsform.

Gemeinsam mit vielen anderen nationalen und lokalen Naturschutzorganisationen setzt sich EuroNatur daher seit vielen Jahren mit Nachdruck für die Einrichtung eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Donau-Drau-Mur ein, das zusammen mit den riesigen Pufferzonen insgesamt 630.000 Hektar umfassen soll.



Fotogalerie

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Was machen EuroNatur und seine Partnerorganisationen

  • Seit 1990 setzen sich EuroNatur und seine Partnerorganisationen entlang des Flussökosystems von Drau und Mur dafür ein, dass die ökologisch wertvollsten Flächen unter Schutz gestellt werden.
  • 1999 reichte EuroNatur bei der UNESCO den Antrag für das Biosphärenreservat Donau-Drau-Mur ein und veröffentlichte die erste Karte des zukünftigen Schutzgebiets.
  • Gemeinsam mit dem WWF hat EuroNatur eine Übersichtskarte erarbeitet, die als Grundlage für die weiteren Verhandlungen über Schutzgebietsausweisungen und die Einrichtung des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats dient.
  • EuroNatur und seine Partner betreiben intensive Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt, um die Akzeptanz für die Einrichtung eines Biosphärenreservats bei den politischen Entscheidungsträgern wie auch bei der Bevölkerung vor Ort zu stärken.


Was wir bisher erreichen konnten – Eine Auswahl wichtiger Erfolge

  • Im Frühjahr 2006 hat Kroatien Kies, Sand und Schlammufer von Flüssen gemäß EU- Recht als schützenswerte Biotope ausgewiesen. Außerdem wurde die Entnahme von Kies und Sand aus natürlichen Flüssen, Auen und von Inseln verboten.
  • In Österreich, Slowenien und Ungarn sind die Flächen des potentiellen Donau-Drau-Mur-Biosphärenreservats inzwischen als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen. In Serbien decken Schutzgebiete die wichtigen Abschnitte an der Donau ab.
  • Anfang 2008 hat das kroatische Kulturministerium die Flusslandschaft von Donau, Drau und Mur in Kroatien mit einer Fläche von rund 145.00 Hektar als „Regionalpark“ unter vorläufigen Schutz gestellt. Die Schutzgebietsausweisung ist ein wichtiger Baustein für die Einrichtung des länderübergreifenden Biosphärenreservats.
  • Die Premierminister von Ungarn und Kroatien unterzeichneten im September 2009 eine gemeinsame Erklärung, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat Mur-Drau-Donau zu schaffen. Das neue Auenschutzgebiet in Ungarn und Kroatien beinhaltet mit mehr als 400.000 Hektar den Löwenanteil der schützenswerten Flächen des angestrebten Fünfländer-Biosphärenreservats (siehe Karte, pdf-Datei 378 Kb).
  •   Am 25. März 2011 unterzeichneten die Umweltminister der Länder Österreich, Kroatien, Ungarn, Serbien und Slowenien in Budapest eine gemeinsame Absichtserklärung. Darin verankert ist das Ziel, das weltweit erste UNESCO-Biosphärenreservat zu schaffen, das über fünf Ländergrenzen hinweg reicht. (Link zur Pressemitteilung vom 28.03.2011)


Partner: WWF Österreich, Drau Liga, Kroatische Gesellschaft für Vogel- und Naturschutz, DOPPS BirdLife Slowenien

Förderung: Patenschaften, MAVA Stiftung



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