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Gemeinsam für eine umwelt- und sozialverträgliche Landwirtschaft Seit 2000 arbeitet ein Zusammenschluss aus über 15 Verbänden des Verbraucher-, Umwelt-, Tierschutzes und der bäuerlichen Landwirtschaft, koordiniert durch Euronatur und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), für die Veränderung der europäischen Agrarpolitik.
Nachrichten - Landwirtschaft Welt-Landwirtschaftsrat fordert radikale Reformen
Die weltweiten Anbaumethoden müssten radikal geändert werden, um Arme und Hungrige besser versorgen zu können und den sozialen und ökologischen Zusammenbruch zu verhindern, heißt es in einem Bericht des Weltagrarrates IAASTD, der Mitte April 2008 bei der Unesco in Paris vorgestellt wurde. Der Bericht stellt fest, dass weltweit rund 2,6 Milliarden Menschen von der Landwirtschaft leben. Ein zunehmender Chemie-Einsatz und die Industrialisierung der Landwirtschaft sowie die mangelnde Ausbildung und Forschung für nachhaltige Landbaumethoden seien für eine Übernutzung von natürlichen Ressourcen und das Auslaugen vieler Böden verantwortlich.
Agrarpolitik: Euronatur im ARD-Morgenmagazin
Der naturschutzpolitische Direktor von Euronatur, Lutz Ribbe, wirft im ARD-Morgenmagazin einen kritischen Blick auf die Verteilung der Agrarsubventionen in der Europäischen Union.
Biosprit verschleudert sinnlos Milliardenbeträge
Positiver Einfluss auf das Klima ein Fragezeichen
Dass Biosprit nicht nur teuer ist, sondern neben dem ökonomischen auch einen erheblichen ökologischen Schaden anrichtet, belegt eine Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der EU-Kommission. Nicht einmal die GFS kann sagen, ob Biokraftstoffe wirklich helfen, die Klimaerwärmung aufzuhalten oder ob sie umgekehrt sogar den Klimawandel verstärken. Damit werden die von Euronatur seit langem vorgetragenen Bedenken nun selbst aus den Reihen der EU-Kommission unterstützt...
Wiederbelebte Einöde
Als Naturschutzhof des Monats Februar wurde der Bio-Betrieb Vorwerk Podemus bei Dresden ausgezeichnet. Familie Probst hat es geschafft, ausgeräumte, strukturlose und übernutzte Flächen mit großem Einsatz wieder in ökologisch wertvolles Land zu verwandeln. Streuobstwiesen und ehemalige Weinbergsmauern haben die Betriebsleiter gepflegt und erneuert. Hecken und Baumreihen unterbrechen die freien Flächen und schaffen wertvolle Strukturen. Initiiert und durchgeführt wird der Wettbewerb Naturschutzhöfe vom Bundesamt für Naturschutz gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau, Euronatur und weiteren Projektpartnern. Mit dem Februar-Hof endet die Vorstellungsrunde der 12 ausgezeichneten Betriebe des Förderpreis Naturschutzhöfe 2006.
Zwischen Rhönschaf und Rotem Höhenvieh
Als Naturschutzhof des Monats Januar wurde der Arche-Rhönschafhof der Familie Pößel im thüringischen Schernberg ausgezeichnet. Gefährdete Nutztierrassen zu erhalten ist den Pößels ein Anliegen: Rhönschafe, Erzgebirgsziegen, Deutsche Sattelschweine und viele andere, wenig bekannte Nutztiere gibt es auf ihrem Hof. Die Schafe werden als Landschaftsgärtner eingesetzt und beweiden Streuobstwiesen, Magerrasen und Wegränder von insgesamt acht Gemeinden. Somit leistet Familie Pößel auch einen wichtigen Beitrag, die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft zu bewahren. Initiiert und durchgeführt wird der Wettbewerb Naturschutzhöfe vom Bundesamt für Naturschutz gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau, Euronatur und weiteren Projektpartnern.
EU-Agrarpolitik: Klare Worte auf Pressekonferenz in Berlin
Zu Beginn der Internationalen Grünen Woche in Berlin haben EURONATUR, AbL, BIOLAND und BUND die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich aktiv für eine geänderte Verteilung der EU-Agrargelder einzusetzen. Notwendig sei es, die Vergabe der Mittel so zu ändern, dass sie den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum nicht bestraften, sondern unterstützten...
Neue Zahlen zur geplanten Umverteilung der Agrarmilliarden
Von den Vorschlägen der EU-Kommission zur Umverteilung der Agrarmilliarden im Rahmen des sogenannten „Gesundheits-Checks“ (Health Check) der Agrarpolitik wären über 80 Prozent der europäischen Landwirte nicht betroffen. Trotzdem könnten die Änderungen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, das Ziel einer sozial gerechteren und ökologisch vertretbaren Landwirtschaft zu erreichen...
Vielfalt pur
Als Naturschutzhof des Monats Dezember wurde die Bannmühle im rheinland-pfälzischen Odernheim am Glan ausgezeichnet. Ökologischer Obstbau, Kelterei und Direktvermarktung gehören zu den Aushängeschildern des Hofes von Hans Pfeffer. Auf seinen artenreichen Streuobstwiesen und -weiden grasen die vom Aussterben bedrohten Glanrinder. Hans Pfeffer pflanzt vor allem alte Obstsorten und nutzt die Obstgassen in den Streuobstplantagen abwechselnd. Die Blüten der Bäume schaffen so ein stetiges Nahrungsangebot für Insekten und der Landwirt leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Initiiert und durchgeführt wird der Wettbewerb Naturschutzhöfe vom Bundesamt für Naturschutz gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau, Euronatur und weiteren Projektpartnern.
Förderpreis Naturschutzhöfe 2008
Der Förderpreis Naturschutzhöfe geht 2008 in eine neue Runde. Ausgezeichnet werden landwirtschaftliche Betriebe, die durch eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit ihre Naturschutzleistungen aktiv nach außen kommunizieren. Bis 20. Januar 2008 können sich landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland mit ihren Broschüren, Infotafeln und allen anderen öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten um den Förderpreis bewerben.
Euronatur im ZDF-Politmagazin "Frontal21"
Das ZDF hat mit dem Beitrag "Reiche Bauern dank EU" am 27. November in seinem Politmagazin "Frontal21" eines der Kernthemen von Euronatur aufgegriffen. Unter anderem kam mit Lutz Ribbe auch der Direktor der Umweltpolitischen Abteilung von Euronatur zu Wort. Am 20. November 2007 schlug die EU-Kommission vor, Direktzahlungen an landwirtschaftliche Großbetriebe in Zukunft deutlich zu reduzieren und stattdessen die "2. Säule der Agrarpolitik" stärker auszubauen. Die ländliche Entwicklung und damit auch Programme für den Umwelt- und Artenschutz, die Regionalvermarktung, den Klimaschutz und artgerechte Tierhaltung könnten so künftig besser gefördert werden. Auch würden Naturschutzleistungen der Landwirte stärker honoriert. Nach den Plänen der EU-Agrarkommissarin Fischer-Boel sollen gerade Betriebe mit über 100.000 Euro Direktzahlungen im Jahr einen großen Anteil der Zuschüsse für Programme zur Ländlichen Entwicklung verwenden. Euronatur fordert dies schon lange. Doch Minister Seehofer will davon nichts wissen.
Biolebensmittel besser und gesünder
Der Verzehr von Bio-Lebensmitteln ist weitaus mehr als nur ein Lebensstil. Bio ist deutlich gesünder als Nicht-Bio. Dies zeigen erste Ergebnisse einer vier Jahre dauernden, von der EU bezuschussten Studie. Demzufolge enthalten biologisch angebautes Gemüse und Obst vermutlich einen etwa 40 Prozent größeren Anteil an Antioxidantien als Nicht-Bioprodukte und mindern damit - nach Meinung der Wissenschaftler - Herzerkrankungen und das Risiko von Krebserkrankungen. Zudem enthalten sie offenbar größere Mengen der lebenswichtigen Mineralstoffe Eisen und Zink als nicht ökologisch angebaute Lebensmittel. Der Verzehr von Bioprodukten entspreche einer Zusatzportion Obst und Gemüse pro Tag, meint der Koordinator des Projektes Professor Carlo Leifert von der britischen Universität Newcastle. Auch die Milch von Bio-Kühen ist laut der Studie wesentlich gesünder als die konventionell gehaltener Tiere: Bio-Milch enthält bis zu 90 Prozent mehr Antioxidantien als herkömmliche.
Das Forschungsprojekt wurde mit 18 Millionen Euro von der EU bezuschusst und ist die bisher umfangreichste Studie zu den Vorteilen von ökologischem Landbau und Bio-Lebensmitteln. Die Ergebnisse ergänzen die lange Liste der bereits belegten positiven Aspekte des ökologischen Landbaus verglichen mit der konventionellen Landwirtschaft: So ist der ökologische Landbau wesentlich klimaverträglicher, erhält die Artenvielfalt und die landschaftliche Vielfalt, ermöglicht eine artgerechte Tierhaltung und schafft Arbeitsplätze.
Dennoch fließt in Deutschland derzeit ein sehr geringer Anteil der staatlichen Fördergelder in die ländliche Entwicklung. Die nächste Gelegenheit zu einer positiven Wende in der Agrarpolitik bietet sich in der kommenden Woche. Am 20. November wird die EU-Kommission ihre Vorschläge zum „Health Check“ der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorlegen.
03.10.2007: Weniger Zuschüsse für Großbetriebe?
EU-Kommission plant Umverteilung der Agrarsubventionen
Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel plant das System der Agrarsubventionen zu reformieren. Im November will sie ein entsprechendes Papier vorstellen. Demnach sollen die Direktzahlungen an Großbetriebe in Zukunft deutlich reduziert werden. Stattdessen strebt die EU-Kommission an, die sogenannte „2. Säule der Agrarpolitik“ stärker auszubauen. Die ländliche Entwicklung und damit auch Programme für den Umwelt- und Artenschutz, die Regionalvermarktung und artgerechte Tierhaltung könnten so künftig besser gefördert werden.
Derzeit erfolgen Agrarsubventionen hauptsächlich in Form von Direktzahlungen, deren Höhe mit der Größe der Betriebe zunimmt. Entsprechend einseitig flossen bislang die Gelder aus Brüssel zugunsten einiger weniger Großbetriebe: Etwa anderthalb Prozent aller Betriebe erhalten derzeit knapp ein Drittel der gesamten Agrarzahlungen.
Um diese Entwicklung zu bremsen will die EU-Kommission Zuschüsse künftig umso stärker kürzen je höher sie bereits ausfallen. So würden die Subventionen für Großbauern, die mehr als 100.000 Euro Prämien pro Jahr erhalten um zehn Prozent gekürzt. Bei bis zu 300.000 Euro Prämien entfielen dann 25 Prozent und darüber etwas weniger als die Hälfte der Zuschüsse.
EURONATUR kämpft seit langem für einen solchen Ansatz und unterstützt deshalb die EU-Kommission nachdrücklich in ihren Bemühungen. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer hat bereits „massiven Widerstand“ gegen die Pläne der EU-Kommission angekündigt. Auch der Bauernverband lehnt die Korrekturvorschläge vehement ab.
Erfolg der Transparenzinitiative Euronatur arbeitet in der Initiative www.wer-profitiert.de gemeinsam mit zahlreichen weiteren gemeinnützigen Organisationen für mehr Transparenz bei der Vergabe der EU-Agrarsubventionen. Die neuen EU-Finanzvorschriften könnten dabei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Transparenz und in der Folge auch für mehr Gerechtigkeit bei der Mittelvergabe sein. So müssen ab dem Jahr 2009 die Namen sämtlicher Empfänger von EU-Agrarsubventionen in öffentlichen Registern aufgeführt sein.
Käse und Wurst bringen Arbeit aufs Land
„Schaut in die Region und nicht auf den Weltmarkt!" Dieses Fazit zieht Euronatur aus einer Untersuchung, die auf landwirtschaftlichen Betrieben und im Bereich der Weiterverarbeitung in Hohenlohe durchgeführt wurde. Dort wo Produkte für die Verbraucher in der Region und nicht für den fernen Weltmarkt produziert werden, werden landwirtschaftliche Arbeitsplätze erhalten und sogar geschaffen, und es entsteht Einkommen.
Künftige Regionalenwicklungspolitik wird sich auf diese Ergebnisse berufen können, die im März EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel bei ihrem Besuch in Schwäbisch-Hall vorgestellt wurden.
Eine Kurzfassung der Studie und die Studie selbst erhalten Sie als pdf-Datei hier.
Die Studie wurde finanziert von der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Deutschland verschläft Bioboom
Lutz Ribbe von Euronatur erklärt im ZDF-Magazin "Frontal 21" warum die Politik dafür verantwortlich ist, dass immer mehr Bioprodukte aus dem Ausland kommen und viel zu wenige deutsche Bauern vom boomenden Biomarkt profitieren.
Bundesumweltminister Gabriel zeichnet Naturschutzhöfe aus
13. Februar 2007
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel verlieh am 13.2.2007 erstmals den "Förderpreis Naturschutzhöfe", mit dem vorbildliche Leistungen der Landwirtschaft für den Naturschutz ausgezeichnet werden. Initiiert und durchgeführt wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), Euronatur und weiteren Projektpartnern. Das Projekt wurde vom Bundesumweltministerium gefördert. Preisträger 2006 sind der Demeter-Gemischtbetrieb Wüst (Baden-Württemberg), der Grünlandbetrieb Thielecke (Sachsen-Anhalt) und das Bioland-Weingut Ludwig Seiler (Rheinland-Pfalz). Von März 2007 bis Februar 2008 werden wir Ihnen hier jeweils den "Naturschutzhof des Monats" vorstellen.
Gesamte Pressemitteilung (pdf-Datei, 46 kb)
Polnische Tiermediziner in Brandenburg
04.12.2006
Unter Leitung von Euronatur war Anfang November eine Gruppe von Veterinären aus dem polnischen Landwirtschaftsministerium sowie aus verschiedenen Wojwodschafts- inspektionen in Brandenburg und Niedersachsen unterwegs, um sich zum Thema „Artgerechte Tierhaltung, Verarbeitung und Vermarktung von Fleisch- und Milchprodukten in kleinen und mittelständischen Betrieben in Deutschland“ zu informieren. Einer der besichtigten Betriebe war der Wiesenhof der Familie Stengel in Schöbendorf (Brandenburg). Landwirt Heiko Stengel bewirtschaftet dort seinen Betrieb mit Rinderhaltung (Mutterkühe, Kälber und Mastbullen) nach Kriterien des NEULAND-Verbandes. Die neu gewonnenen Erkenntnisse über artgerechte Tierhaltung und naturschutzgerechtes Futtermanagement sowie den Aufbau und Erhalt von kleinen und mittelständischen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen wollen die Inspektoren nun in Verordnungen in ihrem Heimatland einbringen. Kleine und mittlere Betriebe könnten dann ihre Nischen besser nutzen. Für Anfang 2007 wird ein Gegenbesuch deutscher Veterinäre auf landwirtschaftlichen Betrieben in Polen sowie eine Konferenz auf Ministeriumsebene angestrebt.
Spanien: Euronatur übergibt andalusischer Regierung Studie zum Schutz der Dehesas
Auf der andalusischen Öko-Finca San Francisco hat Euronatur zusammen mit der Fundación Monte Mediterráneo den Vizeministern für Landwirtschaft und Umwelt der Region Andalusien eine Studie vorgestellt, die aufzeigt, wie naturverträgliche Landwirtschaft in den Dehesas über Agrarprogramme besser gefördert werden kann. Im Kern schlagen die beiden Organisationen vor, mit den Bauern einen Managementvertrag über fünf bis zehn Jahre abzuschließen, in dem die zu erreichenden ökologischen Ziele definiert und notwendige Maßnahmen festgelegt werden. Entsprechend der geforderten Leistungen und dem Erreichen der Ziele erhalten die Bauern Finanzhilfen und eine intensive fachliche Beratung. Bislang werden eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen gefördert, die sowohl für die Bauern als auch für die Regionalregierung nur schwer zu koordinieren und zu kontrollieren sind. Die von Euronatur geforderten langfristigen Managementpläne würden allen Beteiligten die Arbeit erleichtern, die Finanzhilfen sinnvoller verteilen und letztendlich einen besseren Schutz der gefährdeten Dehesa-Lebensräume bringen. ...mehr
Verbraucher, Landwirte und Politiker verantwortlich für rapiden Artenschwund - Verbrauchertipps von Euronatur
Euronatur weist auf die zunehmende Gefährdung vieler Tier und Pflanzenarten in den Kulturlandschaften Europas hin. Schmetterlinge, Vögel, Hase, Hamster und Co. finden auch in Deutschland immer weniger geeigneten Lebensraum. So leben nach einer Untersuchung der EU-Kommission heute 32% weniger Vögel in den landwirtschaftlichen Gebieten der EU als noch 1980. Die Verantwortung dafür tragen Verbraucher, Landwirte und Politiker.
Verteilung der Milliarden
Die Euronatur-Stellungnahme zur Kürzung der EU-Gelder für Programme zur ländlichen Entwicklung (sog. 2. Säule der Agrarpolitik) gibt einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge europäischer und deutscher Agrar-Subventionspolitik, und enthält konkrete Vorschläge wie die Politik in Deutschland viel Schaden von den Bauern abwenden könnte. Die EU lässt den Mitgliedstaaten durchaus ausreichend Spielraum, um die Subventionen entsprechend der gesellschaftlichen Leistungen der Bauern sinnvoll zu verteilen. Die Verantwortung dafür obliegt also den Regierenden in Bund und Ländern. In 22 Fragen und Antworten erläutert das Papier u.a. auch, wie die Zukunft vieler Arbeitsplätze auf dem Land und das Schicksal des Naturschutzes in Deutschland von der Ausgestaltung der Brüsseler Vorgaben abhängt.
Download der Stellungnahme "Finanzielle Vorausschau der EU und die Auswirkungen der Kürzungen beim Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER)", pdf-Datei, 447 kb Neue Initiative fordert mehr Transparenz bei der Vergabe der EU-Agrarsubventionen
21 Organisationen aus Umwelt- und Tierschutz, Landwirtschaft und Entwicklungspolitik (darunter Euronatur) rufen die Agrarminister von Bund und Ländern auf, sich für die Veröffentlichung der Daten über Agrarsubventionen einzusetzen. In anderen europäischen Ländern ist längst transparent, wofür welche Unternehmen und Betriebe wie viel Agrarsubventionen erhalten - nicht aber in Deutschland. Deshalb haben die Organisationen die "Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen" gegründet. Die Koppelung der Subventionierung an gesellschaftliche Leistungen wie Umweltschutz, Tierschutz oder die Schaffung von Arbeitsplätzen ist eine weitere zentrale Forderung der neuen Initiative.
Zur Homepage der Initiative www.wer-profitiert.de Agrarsubventionen
Die dickste Kohle für die reichsten Bauern
Wer profitiert von den milliardenschweren EU-Agrarsubventionen? Die deutschen Behörden halten es bis heute geheim. Aber der Druck wächst, die Zahlen zu veröffentlichen.
Ländliche Entwicklung - Stiefkind der europäischen Landwirtschaftspolitik Der Markt versagt bei der Stärkung ländlicher Räume. Flächenmanagement und Diversifizierung scheitern in Europa bislang an den Interessen einzelner Länder und Lobbygruppen. Agrarpolitik könnte einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Schaffung von Arbeitsplätzen leisten - wenn sie denn wollte.
Artikel von Lutz Ribbe aus "politische ökologie 12-05/01-06" (pdf-Datei, 346 kb) Die ersten beiden Hofkäsereien in der Woiwodschaft Podlasien werden eröffnet
Euronatur und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen nachhaltige Regionalentwicklung im Nordosten Polens.
EU-Agrarsubventionen in Deutschland
Wie man den Bundeshaushalt um fast eine Milliarde Euro jährlich entlastet und gleichzeitig Arbeitsplätze schafft, erfahren Sie hier:
pdf-Datei (189 kb) Internationale Tagung zur Agrarpolitik in der EU
Über die Chancen und Perspektiven der zukünftigen Agrarpolitik in der erweiterten EU debattierten vom 03. bis 07. September 2005 in Bonn 55 Experten aus insgesamt 15 europäischen Ländern. Vor dem Hintergrund der im Juni auf dem EU-Gipfel gescheiterten Finanzverhandlungen ging es auf der von Euronatur organisierten Konferenz insbesondere darum, einen Erfahrungsaustausch über gemachte positive wie negative Wirkungen der bisherigen Agrarsubventionen in den einzelnen Mitgliedstaaten der EU vorzunehmen, und über eine umwelt- und sozialgerechtere Ausrichtung der Agrarpolitik zu diskutieren.
Präsentationen der Konferenzteilnehmer (nur englisch)
Dokumentation der Konferenz (deutsch, 77 Seiten, pdf-Datei 1,2 MB, kann auch auf CD angefordert werden unter bonn@euronatur.org) |
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