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Braunbären in Gefahr

In den meisten europäischen Ländern ist es um die Bären nicht gut bestellt. Einst lebten sie überall dort, wo es Wald gab - und das war in fast ganz Europa. Durch die Rodung des Waldes wurden die Tiere immer weiter zurückgedrängt. Schon im Mittelalter war der Lebensraum der Bären auf die schwer zugänglichen und noch waldreichen Gebirge beschränkt, aber auch dort wurden sie bald gnadenlos verfolgt.

Dabei sind Braunbären in der Regel scheu. Sie gehen Menschen aus dem Wege, meist lange bevor diese ihre Anwesenheit ahnen. Vor allem Bärinnen mit Jungen sind sehr wachsam. Die besten europäischen Bärengebiete sind steile, oft felsendurchsetzte Wälder; hierher verirren sich Menschen nur selten. Im Nationalpark der Abruzzen, südlich von Rom, leben etwa 70 Bären. Noch nie sind dort Menschen von Bären angefallen worden. Auch nicht in den spanischen Bärengebieten in Kantabrien und Asturien, wo man ebenfalls noch mit insgesamt 100 bis 120 Bären rechnet.

Verbreitung in Europa

Albanien 250
Bulgarien 700
Finnland 450-600
Frankreich 10-20
Griechenland 110-130
Italien 50-60
Kroatien 600-800
Mazedonien 90
Norwegen 30
Österreich 12-20
Polen 80
Rumänien 5500
Schweden 1000
Slowakei 700
Slowenien 500-800
Spanien 150

Bären wandern weit und halten sich dabei nicht an Landesgrenzen. Deshalb handelt es sich bei allen Angaben um grobe Richtwerte. Stand: August 2006.

Projekt Braunbär

Bericht 2007

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