Tatort Adria - Vogeljagd auf dem Balkan
Adriatic-Flyway-Konferenz im April
ARTE zeigt Kroatiens unbekanntes Gesicht
Herzlichen Glückwunsch Vogelschutzrichtlinie!
Keine Autobahn im Moor: Rospuda-Tal in Polen gerettet
Kurzfilm über die Arbeit der einzigen Wildtierklinik Bulgariens
Forschung belegt die Bedeutung ungestörter Rastgebiete für ziehende Singvögel
![]() | |
(c) Jürgen Schneider |
Viele Zugvögel kehren dieser Tage aus ihren Winterquartieren im Süden Europas und aus Afrika in ihre Brutgebiete zurück. Doch wie viele davon tatsächlich ankommen, das gleicht einem Lotteriespiel. Insbesondere an den Knotenpunkten des Vogelzugs an der östlichen Adriaküste treiben illegale Vogeljäger ihr Unwesen. Allein dort fallen der Vogeljagd jährlich über zwei Millionen Vögel zum Opfer. EuroNatur engagiert sich mit seiner Kampagne „Tatort Adria“ vor Ort und durch die Information der Öffentlichkeit gegen die Vogeljagd an der östlichen Adriaküste.
Mehr zur Kampagne „Tatort Adria – Vogeljagd auf dem Balkan“
Hören Sie eine Knäkente
![]() | |
(c) Josef Timar |
Ziel der von EuroNatur veranstalteten „Adriatic-Flyway-Konferenz“ vom 14.-17. April 2009 in Ulcinj, Montenegro ist es, international auf die herausragende Bedeutung des Küstenstreifens zwischen Slowenien und Albanien für den Zugvogelschutz aufmerksam zu machen. EuroNatur bringt dazu Entscheidungsträger und Naturschutzexperten aus den Balkanländern sowie internationale Vogelexperten zusammen. Die Konferenz soll den Teilnehmern als Plattform dienen, ihr Wissen auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen, die den Zugvogelschutz auf dem Balkan weiter vorantreiben. Ein Kernthema der Konferenz wird auch das enorme Potential sein, das die Balkanregion im Bereich Naturtourismus bietet – ein Potential, das bislang weitgehend ungenutzt bleibt.
Lesen Sie mehr zur Konferenz
Hören Sie den Ruf eines Wiedehopfs
| |
(c) Brigitte Werle |
Wenngleich beliebtes Ferienziel vieler Deutscher, wissen die wenigsten, wie wild und ursprünglich die Natur in großen Teilen Kroatiens heute noch ist. Am 1. April 2009 um 20.15 Uhr bietet Ihnen der Fernsehsender ARTE mit dem Film „Kroatien - Naturparadies zwischen Donau und Adria" die Gelegenheit, die wilde und ursprüngliche Natur Kroatiens zu erleben. Unter anderem sind schöne Aufnahmen aus dem ersten Europäischen Storchendorf Cigoc an der Save und der benachbarten Löffler- und Reiherkolonie am Save-Altarm Krapje Dol zu sehen.
EuroNatur-Projekt Save-Auen
Hören Sie einen Purpurreiher
| |
(c) Dietmar Nill |
Am 2. April wird die EU-Vogelschutzrichtlinie 30 Jahre alt. Die Vogelschutzrichtlinie und die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) sind die zwei wichtigsten Säulen der EU-Naturschutzgesetzgebung. Entsprechend dieser Richtlinien weisen die Mitgliedsstaaten Vogelschutzgebiete (SPA – Special Protection Areas) und Habitatschutzgebiete (SAC –Special Areas of Conservation) aus, die gemeinsam das europäische Schutzgebietsnetzwerk NATURA 2000 bilden. SPAs und SACs können sich auch überschneiden., und auch wenn es sowohl bei der Ausweisung notwendiger Vogelschutzgebiete, als auch bei der Umsetzung noch an vielen Stellen hapert, so ist die Vogelschutzrichtlinie doch eines der wichtigsten Werkszeuge für den Naturschutz in Europa. Immer wieder gab es Bestrebungen die Richtlinie abzuschwächen oder gar abzuschaffen, aber das konnte bislang glücklicherweise abgewendet werden. Herzlichen Glückwunsch Vogelschutzrichtlinie!
Seite der EU-Kommission zur Vogelschutzrichtlinie (englisch)
Hören Sie einen Rotmilan
![]() | |
(c) Günter Bachmeier |
Erfolgsnachrichten aus Polen. Seit Ende März 2009 ist es offiziell: Der Ausbau der Schnellstraße „Via baltica“ im Nordosten Polens wird nicht entlang der ursprünglich vorgesehenen Route erfolgen. Die geplante Trasse wäre durch das Rospuda-Tal und damit direkt durch ein wertvolles Natura 2000-Gebiet mit ursprünglichen Niedermooren verlaufen. Stattdessen wurde nun eine naturverträgliche Variante ausgewählt, die das Rospuda-Tal westlich umfährt und somit unangetastet lässt. Nach massiven Protesten von Naturschutzorganisationen, darunter EuroNatur, war die Europäische Kommission im Sommer 2007 aktiv geworden. Doch die entscheidende Wende im Fall „Via baltica“ kam erst mit dem Regierungswechsel in Polen Ende 2007. Maciej Nowicki wurde zum Umweltminister ernannt – ein Gewinn für den Naturschutz. Denn Nowicki war nicht nur jahrelang Präsident der polnischen Stiftung EkoFundusz, sondern ist als Kurator auch eng mit EuroNatur verbunden
Lesen Sie die gesamte Meldung zur Rettung des Rospuda-Tals
Hören Sie den Gesang eines Blaukehlchens
![]() | |
(c) Günter Bachmeier |
Das „Wildlife Rescue Center“ von EuroNatur-Partner Green Balkans im bulgarischen Stara Zagora versorgt jedes Jahr Hunderte verletzte Vögel. Oft sind darunter auch Jagdopfer und geschützte Arten. Erst Ende März wurden ein angeschossener Uhu und ein Weißstorch „eingeliefert“. Die Tierärzte und freiwilligen Helfer der Klinik versuchen, die Tiere möglichst bald wieder frei zu lassen. Der knapp zehnminütige, musikalisch untermalte Film ist auf der Green Balkans Internetseite abrufbar und gibt einen spannenden Einblick in den Alltag der Tierklinik.
Zur Green Balkans Seite
Hören Sie einen Uhu
![]() | |
(c) Dietmar Nill |
Die körperliche Fitness bestimmt, ob Zugvögel vor und nach langen Streckenabschnitten rasten oder weiterziehen. Das ermittelte ein deutsch-italienisches Team um Wolfgang Goymann vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen. Am Beispiel von drei Singvogelarten (Gartengrasmücke, Dorngrasmücke und Braunkehlchen) untersuchten sie das Zugverhalten von Tieren, die auf dem Frühjahrszug nach der Überquerung des Mittelmeeres auf der kleinen italienischen Insel Ponza rasteten. .Dabei konnte belegt werden, dass die Fettreserven über die Zugaktivität der Vögel bestimmt. Erschöpfung der Fettreserven und ungünstige Witterung zwingen die Vögel zu Pausen. Wolfgang Goymann erklärt die Naturschutzrelevanz der Ergebnisse: "Besonders für Vogelschutzgebiete ist es wichtig, möglichst genau über Faktoren Bescheid zu wissen, die das Überleben von Vögeln bestimmen. Denn trotz bester Bedingungen im Schutzgebiet kann sich die Vogelzahl reduzieren, wenn etwa während des Zuges oder im Wintergebiet kritische Bedingungen für die Tiere herrschen." Das kann EuroNatur bestätigen und hinzufügen, dass diese „kritischen Bedingungen“ oft durch zu lange Jagdzeiten und illegale Vogeljagd verursacht werden.
Seite des Max-Planck-Instituts für Ornithologie
Hören Sie den Gesang einer Dorngrasmücke
Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.























