Kalender „Naturschätze Europas 2010“ zum Sonderpreis!
Wasservogelzählung entlang der Adria-Zugroute
Globales Netzwerk für die Zugvogelforschung
Save-Auen: Löffler-Kolonie weiter im Aufwind
Mönchsgrasmücke: cleverer Energiesparer
Erfolg für den Artenschutz: Giftmischer bestraft
Vogelschutz Israel: Freiwillige Helfer gesucht
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Kaiseradler (c) Wolf Steiger |
Ein sanft gewelltes Mosaik aus Wiesen, Feldern, Baumgrüppchen und Flüssen, mit einer Artenvielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht: das Hügelland von Sakar im Süden Bulgariens ist ein wahres Paradies für Greifvögel und einer der letzten und wichtigsten Rückzugsräume für den Kaiseradler. Denn in der offenen, steppenartigen Landschaft ist der Tisch reich gedeckt mit seinen bevorzugten Beutetieren, den Zieseln und Hasen. Seit der politischen Wende ist dieses Naturparadies jedoch bedroht. Intensiv bewirtschaftete Ackerflächen verdrängen die traditionelle extensive Weidewirtschaft, Brachflächen drohen zu verbuschen und immer wieder fallen Horstbäume dem ungebremsten Holzhunger zum Opfer. Im Rahmen eines durch den Eeconet Action Fund finanzierten Projektes kauft die EuroNatur-Partnerorganisation Green Balkans Land auf. Ziel ist es, die Brutplätze der Kaiseradler zu sichern und Pufferzonen darum zu errichten. In einem Interview mit dem Online-Journal „European Raptors – Biology and Conservation“ spricht EuroNatur-Projektleiter Gunther Willinger unter anderem über die derzeitige Situation der Kaiseradler in Bulgarien, den Erfolg der Schutzmaßnahmen und die Bedeutung des Ökotourismus für den Schutz der Greifvögel.
Link zum Interview mit Gunter Willinger auf europeanraptors.org (Englisch)
Link zu EuroNatur-Partner Green Balkans
Hören Sie einen Kaiseradler
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Wunderschöne Landschaften und faszinierende Aufnahmen von Tieren und Pflanzen: der aktuelle EuroNatur-Kalender präsentiert die zwölf besten Bilder aus dem Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2010“, den EuroNatur gemeinsam mit dem Magazin natur+kosmos, dem NaturVision-Filmfestival und Lufthansa durchführt. Highlights für Vögelbegeisterte sind unter anderem die Aufnahmen von Steinadler, Schmutzgeier und Kranichen.
Die letzten Exemplare dieses Juwels unter den Naturkalendern erhalten Sie nun zum Sonderpeis von 15 € bei uns im EuroNatur Shop.
Link zum EuroNatur Shop
Noch bis 31. März sind alle Naturfotografen dazu aufgerufen, fünf ihrer besten Bilder aus Europas faszinierender Natur einzureichen. Die besten zwölf Aufnahmen werden im EuroNatur-Kalender 2011 abgedruckt, und es gibt wertvolle Sachpreise zu gewinnen. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Wettbewerb wird von EuroNatur zusammen mit der Deutschen Lufthansa, natur+kosmos und NaturVision veranstaltet. Wir weisen an dieser Stelle dringend darauf hin, dass wir nur unmanipulierte Naturdokumente für unseren Wettbewerb annehmen. Auch im letzten Jahr reichten Teilnehmer wieder Fotos mit zum Teil massiven Manipulationen ein. Nachträgliche Veränderungen des Bildes sind, bis auf die üblichen Bildbearbeitungsschritte (wie z.B. Helligkeit, Kontrast), nicht gestattet. Genauere Informationen finden Sie in unseren Teilnahmebedingungen unter Punkt 4 „Digitale Bearbeitung“.
Zu den Teilnahmebedingungen und weiteren Informationen zum Fotowettbewerb
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Kraniche auf Futtersuche (c) Bruno Dittrich |
Feuchtgebiete wie das Neretva-Delta in Kroatien mit seinen ausgedehnten Schilfflächen und Sümpfen sind ideale Rastplätze für Zugvögel wie den Kranich. Doch die aktuellen Ergebnisse der jährlich durchgeführten Wasservogelzählung entlang der Adria-Zugroute sind ernüchternd. „Im Gegensatz zu den Hunderttausenden Vögeln, die hier vor 100 Jahren noch rasteten, sind es heute nur noch wenige Hundert. Mittlerweile sind die Sümpfe nahezu leer geschossen“, berichtet EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby. Statt der erhofften Wasservögel sahen die Vogelexperten oft nur Lockvögel und illegal gebaute Jagdunterstände der Jäger. Die selbst in Ramsar-Schutzgebieten exzessiv betriebene Wilderei zwingt Kraniche und andere Zugvögel oft dazu, weiterzufliegen. Nur aus Erschöpfung landen sie noch vereinzelt anstatt sich in großen Trupps zu sammeln. Eine sinnvolle Ergänzung zu den Vogelzählungen an den Rastplätzen ist die Datenbank „Movebank“, mit der Zugbewegungen von Vögeln registriert werden. Mehr dazu lesen Sie unten im Artikel „Globales Netzwerk für die Zugvogelforschung“.
Link zum Bericht über die diesjährige Wasservogelzählung im Neretva-Delta von Dr. Ursula Loos
Link zur Kampagne „Tatort Adria“
Link zur EuroNatur-Pressemitteilung anlässlich des diesjährigen Weltfeuchtgebietstags
Hören Sie einen Kranich
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Uferschnepfe (c) Jürgen Schneider |
Wissenschaftler sind der Lösung des Rätsels „Vogelzug“ wieder einen Schritt näher gekommen. Das neue Instrument heißt „Movebank“ – eine Datenbank, in der die Zugbewegungen von Vögeln registriert werden. Zweck dieser Datenbank ist es, die verschiedenen Zugmuster von Wasservögeln global zu beobachten und zu verstehen. Das kann zum Beispiel auch für den Schutz von Zugvögeln wie der Uferschnepfe wichtige Erkenntnisse bringen. Nur wenn ihre Zugmuster bekannt sind, gibt dies Aufschluss über die wahre Bedeutung einzelner Rastplätze. Denn oft zwingen Störungen an den Rastplätzen die Vögel weitere Etappen als normal zu fliegen.
Vorgestellt wurde das Datenbank-Projekt auf dem ersten internationalen „Global Waterbird Tracking Workshop“, der vom 19. bis 22. September 2009 in Radolfzell stattfand. Für den Workshop brachten 50 Experten aus aller Welt Bewegungsdaten von Zugvögeln mit, die mit Wetter- und Satellitenbildern gekoppelt und ausgewertet wurden. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie in der Ausgabe 4-2009 des EuroNatur-Magazins.
Link zur Ausgabe 4/2009 des EuroNatur-Magazins (pdf-Datei; 3,7 Mb)
Hören sie eine Uferschnepfe
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Löffler (c) Dietmar Nill |
Die Löffler sind das Markenzeichen der Region Krapje Dol, einem Altarm der Save, inmitten des Naturparks Lonjsko Polje in Kroatien. Im Jahr 2009 brüteten insgesamt 140 Löffler-Paare in der Kolonie. Das ist das zweitbeste Ergebnis seit der Wiedervernässung von Krapje Dol in den frühen neunziger Jahren. EuroNatur und der Zoo Zürich unterstützen den Naturpark Lonjsko Polje bei der langfristigen Sicherung der Löffler-Kolonie. Wichtiges Element dabei ist die Abpufferung der Kernzone des Naturparks durch einen Gürtel extensiv bewirtschafteten Weidelands. 2009 konnte der Naturpark Lonjsko Polje erneut eine ein Hektar große Fläche im Osten der Pufferzone ankaufen. Zudem führen die Mitarbeiter des Naturparks regelmäßig Pflegearbeiten durch, wie etwa die Mahd des Wanderweges zu den Beobachtungsverstecken. Das Löffler-Projekt wurde auch 2009 vom Zoo Zürich gefördert und ist Teil des Programms der „World Association for Zoos and Aquariums“ (WAZA) . WAZA ist eine Dachorganisation von Zoos und Aquarien, die sich für den Schutz und Erhalt bedrohter Tierarten einsetzen.
Link zum Löffler-Schutzprojekt auf der Website des Zoo Zürich
Link zum Löffler-Schutzprojekt auf der Website von WASA (Englisch)
Hören Sie einen Löffler
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Mönchsgrasmücke(c) Jürgen Schneider |
Auf ihrer langen Reise müssen Zugvögel wie die Mönchsgrasmücke immer wieder Zwischenstopps einlegen, um zu fressen und neue Kraft zu tanken. Bei der Futtersuche verbrennen sie jedoch mehr Kalorien als im Flug: Starten und Landen sowie die Verdauungsprozesse verbrauchen viel Energie. Wissenschaftler der Ben-Gurion-Universität in Israel haben nun herausgefunden, dass zumindest die Mönchsgrasmücke ein cleveres Sparprogramm dagegen entwickelt hat: Die Tiere fahren nachts an ihren Rastplätzen Stoffwechsel und Körpertemperatur herunter. Dadurch sparen sie bis zu 30 Prozent ihrer Energie ein und können schneller Fettreserven für den Weiterflug aufbauen. Die Forscher konnten in ihrer Studie im „Journal of Experimental Biology“ ebenfalls nachweisen, dass kleinere Vögel den Stoffwechsel stärker absenken als große. Diese Energiespartricks können allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn die Vögel an ihren Rastplätzen nicht gestört werden. EuroNatur setzt sich vor allem entlang der Adria-Zugroute dafür ein, die wenigen intakten Rastplätze zu erhalten und jagdfrei zu machen.
Link zur Studie im „Journal of Experimental Biology“(Englisch)
Link zur EuroNatur-Kampagne „Tatort Adria“
Hören Sie eine Mönchsgrasmücke
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Bartgeier (c) Dietmar Nill |
Späte Gerechtigkeit für den gewaltsamen Tod des andalusischen Bartgeiers „Segura“: Ein Strafgericht in Granada verurteilte am 28. Januar 2010 einen 68jährigen Viehhalter für das Auslegen von vergifteten Ködern zu 18 Monaten Gefängnis. Das ist die höchste Strafe, die jemals in Andalusien für diesen Tatbestand verhängt wurde. Segura wurde im Mai 2007 im Rahmen eines Wiederansiedlungsprogramms für Bartgeier in Andalusien ausgewildert. Am 25.April 2008 fanden Mitarbeiter des Projektes in der Region „Sierra de Castril“ den offensichtlich vergifteten Kadaver des Geiers. Der überführte Täter gestand, in dieser Gegend mehrere vergiftete Köder ausgelegt zu haben. Seit Jahrhunderten ist der Bartgeier Opfer von Verfolgung. Als Lämmerdiebe und Kindermörder verschrien, wurden sie in vielen Regionen Europas ausgerottet. Die spanische Gypaetus Stiftung setzt sich seit Jahren für die Wiederansiedlung von Bartgeiern in Andalusien ein. Im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes haben Mitarbeiter der Stiftung von 2004 bis 2009 14 Bartgeier aus Aufzuchtsstationen, darunter auch „Segura“, im Naturpark „Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas“ ausgewildert.
Hören Sie einen Bartgeier
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Gänsegeier (c) Jürgen Schneider |
Die strategisch günstige Lage auf der Ostroute des Vogelzugs macht Israel zu einem Paradies für Vogelbegeisterte. Zu den Hauptzugzeiten rasten hier Millionen von Zugvögeln mehrerer Hundert Arten und tanken Kraft für den Weiterflug. Da viele Vogelarten hier auch überwintern, gibt es das ganze Jahr über zahllose Möglichkeiten Vögel zu beobachten.
Die israelische Naturschutzorganisation „Society for the Protection of Nature in Israel“ setzt sich innerhalb ihrer Unterorganisation „Israel Ornithology Center“(IOC) seit 30 Jahren für den Vogelschutz ein. Für zwei ihrer Einrichtungen, das „Gamla Nature Reserve“ und das „Jerusalem Bird Observatory“, sucht das IOC noch ehrenamtliche Helfer für die Vogelschutzaktivitäten in den nächsten Wochen. Im Gamla Nature Reserve helfen die Freiwilligen unter anderem bei der Beringung und Überwachung von jungen Gänsegeiern, im Jerusalem Bird Observatory stehen im Frühling Vogel-Monitoring und verschiedene Tätigkeiten in der Verwaltung an.
Mehr Informationen zum IOC, seinen Einrichtungen und den Job-Angeboten für Freiwillige finden Sie im IOC-Newsletter.
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Hören sie einen Gänsegeier
Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.
Die EuroNatur-Kampagne wird ermöglicht durch die Förderung der Mava-Stiftung im Rahmen des Projektes Adriatic Flyway und unterstützt von der Ludwig-Raue-Gedächtnisstiftung, der Deutschen Lufthansa sowie den Förderern und Zugvogelpaten der EuroNatur Stiftung
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