Vergebliche Suche nach dem Dünnschnabel-Brachvogel
Aktion EuroNatur-Botschafter
Zugvögel: Klimawandel bremst Reiselust
EU-Projekt für Rötelfalke &Co
Erstes „Mönchsgeier-Baby“ in den Pyrenäen
Schutzpakete für den Rotmilan
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Knäkente (c) Jürgen Schneider |
Um das Netzwerk aus Beobachtern auf dem Balkan weiter auszubauen und nach dem Dünnschnabel-Brachvogel Ausschau zu halten, führte EuroNatur im März und April diesen Jahres gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort zahlreiche Aktionen durch. Im März wurden jeden Tag die ankommenden Zugvögel aus Afrika an der Bojana-Buna Mündung gezählt. Zusätzlich führte Martin Schneider-Jacoby zwei einwöchige Workshops für Vogelbeobachtung im Bojana-Buna-Delta in Albanien und im Neretva-Delta in Bosnien und Kroatien durch. Die Teilnehmer der Workshops sollen künftig den Stamm der einheimischen Vogel- und Naturschutzexperten verstärken. Bislang gibt es auf dem Balkan nur sehr wenige Menschen, die sich mit der Vogelkunde auskennen und die vielfältigen Tätigkeiten ausfüllen können, die für einen erfolgreichen Vogelschutz nötig sind. Teil des Workshops waren sowohl die Bestandserfassung der Vögel in den Schutzgebieten als auch die Registrierung von Jagdaktivitäten und Grundlagen für ein erfolgreiches Management von Schutzgebieten. Im Bojana-Buna-Delta erfassten die Vogelschützer bei der diesjährigen Zählung 40.000 Wasservögel. Mit 13.000 Knäkenten dokumentierten sie damit ein Prozent des europäischen Brutbestands, darüber hinaus zählten sie unter anderem 4.600 Löffelenten und 12 Sumpfohreulen. Nach einem Exemplar des Dünnschnabel-Brachvogels suchten die Vogelexperten vergeblich.
Lesen Sie mehr zur Wasservogelzählung im Artikel „Inventur an der Adria“ im EuroNatur-Magazin 2-2010
Mehr über die Kampagne „Tatort Adria - Vogeljagd auf dem Balkan“
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Den Funken überspringen lassen. Das ist Ziel der Aktion „EuroNatur-Botschafter – Spender werben Spender“, die EuroNatur kürzlich gestartet hat. Sind Sie EuroNatur-Spender und begeistert von unserer Arbeit? Dann können Sie uns über Ihre Spende hinaus auch mit Ihrer Überzeugungskraft unterstützen. Werden Sie EuroNatur-Botschafter und tragen Sie Ihre Begeisterung für die Arbeit von EuroNatur in Ihren Freundes- und Bekanntenkreis.
Anstatt Mittel für aufwändige Werbemaßnahmen auszugeben setzt die Stiftung lieber auf das Prinzip, nach dem sie auch in den Naturschutzprojekten arbeitet: Netzwerke aufbauen, die Kräfte zuverlässiger Partner bündeln und gemeinsam für eine Sache kämpfen. Je mehr Menschen wir aus unserem Netzwerk als EuroNatur-Botschafter gewinnen, desto mehr können wir gemeinsam für den Erhalt der faszinierenden Naturschätze Europas und für den Schutz der Zugvögel erreichen. Seien Sie dabei! Wenn Sie Material benötigen, das Ihnen bei Ihrer Botschafter-Tätigkeit hilft, melden Sie sich gerne bei uns (Ansprechpartnerin: Sabine Günther, Tel. 07732-9272-17).
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Mönchsgrasmücke (c) Brigitte Werle |
Bereits seit einigen Jahren stellen Ornithologen fest, dass Zugvögel auf die zunehmende Erwärmung des Klimas mit einer Änderung ihres Zugverhaltens reagieren: Sie ziehen im Herbst später in ihre Überwinterungsgebiete und kehren früher in ihre Brutgebiete zurück. In einem Experiment mit Mönchsgrasmücken konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell nachweisen, dass bereits nach zwei Generationen gezielter Nachzucht in einer Population von reinen Zugvögeln erste Nichtzieher auftreten. Kürzere Zugstrecken können, nach Meinung der Forscher, eine wichtige Überlebensstrategie sein: Die Vögel sparen wertvolle Energie und Zeit und können bei einem längeren Aufenthalt in den Brutgebieten gegebenenfalls mehrfach im Jahr brüten.
Doch auch bei kürzeren Zugstrecken gilt: Ungestörte Rastplätze, an denen die Vögel Energie tanken können für den Weiterflug, sind überlebenswichtig. Euronatur setzt sich daher weiterhin mit Nachdruck dafür ein, die wertvollen Gebiete entlang der Adria-Zugroute für die Zugvögel zu sichern.
Link zur Pressemitteilung „Fernreisen sind out“ des Max-Planck-Instituts
Mehr über die EuroNatur-Kampagne „Tatort Adria - Vogeljagd auf dem Balkan“
Hören Sie eine Mönchsgrasmücke
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Rötelfalke (c) Dietmar Nill |
Ursprünglich waren Rötelfalke, Mönchsgeier und Kaiseradler in Bulgarien weit verbreitet: die offene, steppenartige Landschaft aus Wiesen, Weiden und Feldern bot den drei Greifvogelarten reichhaltig Nahrung. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und Verbuschung von Brachflächen schränkten ihren Lebensraum in den letzten Jahren immer weiter ein. Bei den Kaiseradlern gibt es derzeit in Bulgarien noch 30 Brutpaare, bei Mönchsgeier und Rötelfalke konnten dagegen seit 15 bzw. 20 Jahren keine Brutversuche mehr nachgewiesen werden. EuroNatur-Partner Green Balkans startete daher ein dreijähriges von der EU und vom bulgarischen Staat gefördertes Projekt zum Schutz dieser drei vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Simeon Marin, Projektkoordinator bei Green Balkans, erläutert in einem Interview mit dem Online-Journal www.europeanraptors.org , welche Ziele die bulgarische Naturschutzorganisation mit dem Projekt verfolgt und mit welchen Schutzmaßnahmen sie diese erreichen will.
Link zum Interview mit Simeon Marin auf europeanraptors.org (Englisch)
Link zu EuroNatur-Partner Green Balkans
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Möchsgeier (c) Alfred Limbrunner |
Exzessive menschliche Verfolgung drängte die einst in Europa weit verbreiteten Mönchsgeier auf winzige Restvorkommen zurück. In den letzten hundert Jahren waren sie auch in den Pyrenäen als Brutvogel verschwunden. 2007 starteten die spanische Naturschutzorganisationen GREFA (Grupo para la Recuperación de la Fauna autóctona y sus Hábitats) und TRENCA (Asociación de Amigos del Centre de Fauna de Vallcalent) gemeinsam mit der katalonischen Landesverwaltung ein Programm zur Wiederansiedlung der Mönchsgeier in den Pyrenäen. Insgesamt 27 Junggeier aus Zuchtstationen in Spanien wurden inzwischen im Naturreservat Boumart und im Alinyà Gebirge (beide in den Pyrenäen) ausgewildert. Nun wurden die Schutzbemühungen in den Pyrenäen mit Erfolg gekrönt. Erstmals seit 150 Jahren ist am 25. April 2010 dort wieder ein Mönchsgeierküken in freier Wildbahn geschlüpft.
Ein wichtige Grundlage für den langfristigen Erfolg des Projekts sind auch die verbesserten Nahrungsbedingungen für die Aas fressenden Großvögel. Gemeinsam mit der spanischen Naturschutzorganisation FAPAS setzt sich EuroNatur seit Jahren dafür ein, die Bedingungen für Aasfresser in Spanien und in ganz Europa zu verbessern.
Link zum Wiederansiedlungsprojekt der Mönchsgeier in den Pyrenäen (englisch)
Link zum Positionspapier „Futter für Aasfresser" von EuroNatur und Fapas (pdf-Datei, 1,7Mb)
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Rotmilan (c) Alfred Limbrunner |
Das Verbreitungsgebiet des Rotmilans ist fast ausschließlich auf Europa beschränkt. Mit etwa 10.000 bis 14.000 Paaren brüten in Deutschland über 50 Prozent des Gesamtbestandes. In den 1990er Jahren kam es in den Kernverbreitungsgebieten In Deutschland, Frankreich und Spanien zu einem erheblichen Bestandesrückgang. Auf einem internationalen Artenschutzsymposium an der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) im Oktober2007 diskutierten die Teilnehmer über konkrete Ansätze zur Erhaltung des Rotmilans. Die Ergebnisse und Beiträge der Tagung fassten T. Krüger und J Wübbenhorst in der 2009 erschienenen Publikation „Ökologie, Gefährdung und Schutz des Rotmilans in Europa“ zusammen. Das 80 Seiten umfassende Heft ist für 4 Euro (zzgl Versandkosten) über den Webshop des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhältlich.
Link zur Website des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.
Die EuroNatur-Kampagne wird ermöglicht durch die Förderung der Mava-Stiftung im Rahmen des Projektes Adriatic Flyway und unterstützt von der Ludwig-Raue-Gedächtnisstiftung, der Deutschen Lufthansa sowie den Förderern und Zugvogelpaten der EuroNatur Stiftung
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