Resolution zum Schutz der Kraniche verabschiedet
Modellprojekt Slano Kopovo: Vorbildliche Zusammenarbeit von Naturschützern und Jägern
Legen Sie die Naturschätze Europas unter den Christbaum!
Weißstörche in Bulgarien: neue Methode zur Wiederauswilderung
Ein ganz besonderes Geschenk: die Zugvogel-Patenschaft
Neues Besucherzentrum am Pomorie-See in Bulgarien
Gänsegeier: Erste Opfer durch neue Windparks in Bulgarien
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Kraniche (c) Dietmar Nill |
Vom 14. bis zum 17. Oktober fand in Stralsund die 7. Europäische Kranichtagung statt, die von den Naturschutzorganisationen NABU und WWF durchgeführt und von der Lufthansa gefördert wurde. 130 Wissenschaftler und Naturschützer aus aller Welt nutzten die Konferenz, um sich über den Schutz der Kraniche auszutauschen. EuroNatur nahm als eine von drei deutschen Organisationen zum ersten Mal teil und stellte die Arbeit zum Kranichschutz auf dem Balkan vor. „Zwar haben sich die Bestände des eleganten Vogels in Mitteleuropa erholt, doch besonders in Südosteuropa sind die Kraniche weiterhin großen Gefahren ausgesetzt“, warnte EuroNatur-Projektleiter Martin Schneider-Jacoby. „Kraniche, die für ihren Zug in ihre afrikanischen Wintergebiete die sogenannte Adria-Zugroute nutzen, werden von Vogeljägern in Montenegro, Bosnien- Herzegowina und Albanien vielfach gnadenlos abgeschossen. Sichere Rastgebiete für Zugvögel sind an der Adria Mangelware.“ Um dies zu ändern, haben die Teilnehmer der Konferenz eine Resolution zum Schutz der Kraniche verabschiedet. Ziel ist es, sichere Rastplätze zwischen der ungarischen Tiefebene und Afrika einzurichten.
Link zur Resolution der 7. Europäischen Kranichtagung
Link zum Faltblatt „Gefährliche Reise – Kranichzug über die Adria“ (pdf-Datei, 764kB)
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Rothalsgans (c) Green Balkans |
Die Salzlacke Slano Kopovo in der Provinz Vojvodina in Serbien ist ein wahres Vogelparadies. Mitte November zählten Vogelschützer neben rund 17.000 Wasservögeln auch sechs Exemplare der seltenen Rothalsgans. In dem Mosaik aus trockenem Grasland, teils sumpfigen und teils salzhaltigen Flächen im Nordosten Serbiens finden die Vögel überlebenswichtige Nahrungs- und Rastplätze. Slano Kopovo ist ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich die Zusammenarbeit von Jägern und Naturschützern ablaufen kann. Um die Betreuung und Kontrolle des international bedeutsamen Feuchtgebietes kümmert sich der Jagdverein Novi Becej als EuroNatur-Partner seit Jahren vorbildlich und beweist, wie sich Jagdverbände durch die Ausweisung von Jagdbanngebieten im Natur- und Vogelschutz engagieren können. Slano Kopovo ist daher als Modellprojekt von großem Nutzen, um auch in anderen Gebieten erfolgreich Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn entlang der östlichen Adria sind sichere Rastplätze Mangelware. Der enorme Jagddruck an den Rastplätzen entlang der Zugroute lässt die Bestände immer weiter zusammenschrumpfen. So konnte EuroNatur bei Vogelzählungen der letzten Jahre entlang der Adria-Zugroute fast keine Wildgänse mehr sichten. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt sich EuroNatur seit vielen Jahren dafür ein, die Vogeljagd einzudämmen und sichere Rastplätze entlang der Adria-Zugroute zu schaffen.
Erfahren sie mehr zur Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Zugvögel im Artikel „Tatort Adria – Ein ungelöster Fall“ (pdf-Datei, 356 kb)
Weihnachten vor der Tür und noch keine Idee für Weihnachtsgeschenke? Zerbrechen sie sich nicht länger den Kopf! Wie wäre es, wenn Sie Ihren Lieben balzende Seeadler unter den Weihnachtsbaum legen oder eine Gedankenreise zu den höchsten Wasserfällen Norwegens ermöglichen? Auch die neue Ausgabe des EuroNatur-Kalenders besticht in gewohnter Qualität mit ausgefallenen und faszinierenden Naturaufnahmen aus ganz Europa. Ganz nebenbei leisten Sie so auch einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz.
Der Kalender „Naturschätze Europas“ ist bei der EuroNatur-Service GmbH erhältlich.
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Weisstorch (c) Martin Schneider-Jacoby |
Neben zahlreichen Naturschutzprojekten betreibt EuroNatur-Partner Green Balkans ein Rettungszentrum für Wildtiere in Stara Zagora, im Herzen Bulgariens. In diesem Sommer wurden mehr als 60 verletzte Jungstörche – meist mit Knochenbrüchen - in das Rettungszentrum gebracht. Sobald die Tiere gesund und kräftig genug waren, wurden sie wieder ausgewildert. Bislang entließen die Mitarbeiter von Green Balkans die Vögel vom Gelände des Zentrums aus in die Freiheit. Im Laufe dieses Sommers fanden jedoch einige der freigelassenen Störche an Stromleitungen den Tod. Um die Gefahr eines Stromtods zu minimieren, gingen die Vogelschützer daraufhin neue Wege: Die Störche wurden auf einer Feuchtwiese unweit von Stara Zagora ausgewildert, die ihnen optimale Lebensbedingungen bietet. Auf der Wiese, den benachbarten Ackerflächen und in einem nahe gelegenen Gewässer finden die Störche ausreichend Nahrung. Mehrere Einzelbäume und Baumgruppen sind über das Gebiet verteilt, auf denen Mitarbeiter von Green Balkans künstliche Nester errichteten. So konnten die Störche ihre Bedürfnisse innerhalb eines engen Radius decken, ohne größere Strecken zu fliegen und dabei in die Nähe von Stromleitungen zu kommen. Nach Berichten von Green Balkans hat sich diese Methode zur Wiedereingliederung der ausgewilderten Störche bereits in 20 Fällen bewährt.
Link zum EuroNatur-Partner Green Balkans
Lesen Sie mehr zu den EuroNatur-Projekten zum Storchenschutz im Faltblatt „Wo Störche Ehrenbürger sind“ (pdf-Datei, 248 kb).
Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Vogelfreunde: eine Zugvogelpatenschaft von EuroNatur. Damit unterstützen Sie den Kampf gegen die Vogeljagd auf dem Balkan, sowie die Sicherung wichtiger Vogelrastplätze, die Ausweisung großflächiger Schutzgebiete und deren Überwachung in Europa.
EuroNatur-Paten erhalten eine Urkunde, kostenlos vier Mal im Jahr das EuroNatur-Magazin und werden über Projektberichte auf dem Laufenden gehalten, was EuroNatur für den Schutz ihrer Patentiere erreichen konnte. Sie selbst erhalten nach Ablauf des Kalenderjahrs jeweils eine Jahresspendenbescheinigung.
Weitere Informationen zur EuroNatur-Zugvogelpatenschaft finden Sie hier.
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Krauskopfpelikane (c) Jürgen Schneider |
Der Pomorie-See an der bulgarischen Schwarzmeerküste gehört zu einem der wichtigsten Lebensräume für Wasservögel in Bulgarien. EuroNatur-Partner Green Balkans setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt des ökologisch wertvollen Gebiets ein. Seit Sommer diesen Jahres haben Besucher die Möglichkeit, die Vogelwelt des Pomorie-Sees besonders intensiv zu erleben: Green Balkans eröffnete dort ein Besucherzentrum. Die Mitarbeiter des Zentrums übernehmen nicht nur das Schutzgebietsmanagement, sondern bieten den Besuchern auch ein weitreichendes Angebot. Dazu gehören unter anderem Umweltbildungsmaßnahmen, geführte Touren und eine große Auswahl an Informationsmaterial zum Natur- und Kulturerbe des Gebiets. Ein besonderes Highlight ist die interaktive Ausstellung, die die große Vielfalt der Vögel am Pomoriesee zeigt. Insgesamt 269 Vogelarten wurden hier bereits beobachtet, darunter auch der vom Aussterben bedrohte Krauskopfpelikan. Im November dieses Jahres zeigte sich sogar zum ersten Mal ein Flamingo im Gebiet. Nicht umsonst wurde der Pomori-See im Rahmen der Ramsar Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung unter Schutz gestellt.
Link zum Besucherzentrum Pomorie-See
Link zu EuroNatur-Partner Green Balkans
Hören Sie einen Krauskopfpelikan
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Gänsegeier (c) Alfred Limbrunner |
Am 29. Oktober 2010 wurde ein Gänsegeier in einem Windpark in der Nähe von Kaliakra in Bulgarien von einem Rotorenblatt erschlagen. Ein Flügel des Vogels wurde komplett abgeschnitten. Obwohl der Windpark ständig mit Radar überwacht wird, konnte der Unfall nicht verhindert werden. Gänsegeier gehören zu den Arten, die besonders oft durch Windturbinen beeinträchtigt werden. Eine hohe Zahl von tödlichen Unfällen mit Gänsegeiern wurde unter anderem in Windkraftanlagen in Spanien und Griechenland beobachtet. Für Bulgarien ist dies der erste bekannte Fall. Die majestätischen Großvögel brüteten in Bulgarien bisher nur noch in den Ost-Rhodopen. Intensive Schutzbemühungen sorgten dafür, dass die Population von 13 Brutpaaren im Jahr 1997 auf 47 im Jahr 2010 anstieg. Darüber hinaus wurden Ende Oktober 26 Gänsegeier im Balkangebirge wieder angesiedelt (EuroNatur berichtete am 27. Oktober 2010). Die zunehmende Anzahl von Windparks in ökologisch sensiblen Gebieten bedroht aber zunehmend die Schutzbemühungen für die Gänsegeier.
Link zur Kurzmeldung „Die Geier kreisen wieder“ vom 27.Oktober 2010
Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.
Die EuroNatur-Kampagne Tatort Adria – Vogeljagd auf dem Balkan wird ermöglicht durch die Förderung der Mava-Stiftung im Rahmen des Projektes Adriatic Flyway und unterstützt von der Ludwig-Raue-Gedächtnisstiftung, der Deutschen Lufthansa sowie den Förderern und Zugvogelpaten der EuroNatur Stiftung.
Bitte unterstützen auch Sie unsere Arbeit!
Helfen Sie mit einer Zugvogelpatenschaft!























