Wohnungsbau für Meister Adebar
Geplanter Flussausbau in Kroatien gefährdet Vogellebensräume
EuroNatur-Fotowettbewerb 2011
Tatort Adria: Zugvögel unter Beschuss
„Naturgucken“ macht Spaß!
Kaiseradler Gabriela auf Sendung
Neue Plattform für Vogelbeobachtungen in der Senne
EU-Kommission will Schutz wandernder Greifvögel stärken
EuroNatur-Botschafter: gemeinsam sind wir stark!
![]() | |
Weißstorch (c) Bruno Dittrich |
Jetzt können die Störche kommen: Mitte Februar haben freiwillige Helfer im polnischen Storchendorf Pentowo zwölf ältere Nistplattformen durch neue ersetzt: Die heftigen Stürme des vergangenen Herbstes und Holzwürmer hatten die Nisthilfen zum Teil stark beschädigt. In Pentowo, einem Ortsteil von Tykocin im Nordosten Polens, beherbergt ein einziger Bauernhof eine der größten Weißstorchkolonien Polens. Das Dorf liegt am Rande der Überschwemmungsflächen der Narew. Die Hofbesitzer haben, unter anderem mit Unterstützung von EuroNatur, auf den umliegenden Bäumen ihres Betriebes Brutplattformen errichtet. So ist es gelungen, die Zahl der Nester von zwei (Ende der 80er Jahre) auf inzwischen 35 zu erhöhen. EuroNatur macht sich seit Jahren intensiv für den Schutz von Weißstörchen in Europa stark und fördert - etwa mit der Auszeichnung der "Europäischen Storchendörfer" - positive Ansätze im Storchenschutz.
Lesen Sie mehr im Faltblatt „Wo Störche Ehrenbürger sind“ (pdf-Datei, 248 kb).
![]() | |
Bienenfresser (c) István Kerekes |
Die ausgedehnten Flusslandschaften von Drau, Donau, Mur, Neretva und Save sind in Gefahr: Die kroatische Wasserwirtschaft arbeitet mit Hochdruck daran, sich Aufträge für die Regulierung und den Ausbau dieser Flüsse vor dem EU Beitritt zu sichern. Damit werden nicht nur einmalige Naturlandschaften in Europa, sondern auch wichtige Vogellebensräume zerstört. So bieten beispielsweise die steilen Uferwände entlang der Save und Drau ideale Bedingungen für Höhlenbrüter wie die Uferschwalben, Eisvögel und Bienenfresser. Die Aktivitäten stehen in krassem Gegensatz dazu, dass das kroatische Parlament bereits vor vier Jahren alle Auwälder für das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 vorgemerkt hat. EuroNatur hat daher, gemeinsam mit dem WWF Österreich und sechs kroatischen Naturschutzverbänden, bei der EU Beschwerde gegen diese Pläne eingelegt. Mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen, wie der Protestaktion gegen den Ausbau der Save, üben die Verbände Druck auf die Entscheidungsträger aus, diese wertvollen Auen- und Feuchtgebiete uneingeschränkt zu schützen.
Link zur Protestaktion gegen den Ausbau der Save
![]() | |
Seeadler (c) Juan Carlos Munoz |
Endspurt im Fotowettbewerb „Naturschätze Europas“: EuroNatur ruft alle Naturfotografen auf, ihre fünf besten Bilder von Europas faszinierender Natur bis zum 31. März einzureichen. Gehen Sie auf Foto-Safari und setzen sie die Natur in Szene! Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt wertvolle Preise zu gewinnen. Die Gewinnerfotos werden u.a. in der Zeitschrift „natur + kosmos“, im EuroNatur-Magazin sowie im EuroNatur-Kalender 2012 veröffentlicht. Der Wettbewerb wird von EuroNatur zusammen mit der Deutschen Lufthansa, natur+kosmos und NaturVision veranstaltet. Die Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen zum Fotowettbewerb finden sich im Internet unter: www.euronatur.org/fotowettbewerb
![]() | |
Rohrweihe (c) Max Farrugia |
„Die östliche Adriaküste gleicht in diesen Tagen einer Todesfalle für Zugvögel und Wintergäste“, berichtet EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby. Der Vogelexperte besuchte im Januar den Naturpark Hutovo Blato in Bosnien und wurde dabei Zeuge dramatischer Jagdszenen. Jäger brausten mit Motorbooten über den See Svitava und feuerten dabei unentwegt Schrotsalven auf die panisch fliehenden Vögel ab. Weitere Vogeljäger versteckten sich im Schilf rund um den See und ließen einen tödlichen Regen von Bleikörnern auf die Tiere einprasseln – und das mitten im Jagdbanngebiet! Doch Hutovo Blato ist kein Einzelfall. Nach Schätzungen von EuroNatur werden entlang der Adria-Zugroute jährlich weit über zwei Millionen Vögel geschossen. Seltene Arten wie Rohrweihe, Moorente oder Uferschnepfe werden dadurch besonders empfindlich getroffen. Seit vielen Jahren setzt sich EuroNatur auf verschiedenen Ebenen gegen die Vogeljagd an der Adria-Ostküste und auf dem Balkan ein. So fördern wir beispielsweise den Naturtourismus, um den Menschen vor Ort naturverträgliche Perspektiven zur Vogeljagd zu geben.
„Beobachten, veröffentlichen, auswerten – naturgucken macht Spaß!“ Mit diesem Motto lädt die Internetplattform naturgucker.de dazu ein, die eigenen Naturbeobachtungen in einem zentralen Archiv zu veröffentlichen. Nutzer der Plattform können sich jederzeit darüber informieren, welche besonderen Arten sie in welchem Gebiet zu erwarten haben und sich gegenseitig darüber austauschen. Die Datensammlung von naturgucker.de enthält bereits rund 1.500.000 Naturbeobachtungen und wächst stark weiter. Seit 2010 ist auch EuroNatur Kooperationspartner von naturgucker.de. Im Laufe der nächsten Monate werden mehrere EuroNatur-Projektgebiete in der Plattform online gestellt. Jeder, der eine Reise in eines der Gebiete plant, kann sich dann vorab darüber informieren, welche Naturschätze ihn dort erwarten. Außerdem ist jeder dazu eingeladen, seine eigenen Naturbeobachtungen in den EuroNatur-Projektgebieten bei naturgucker.de einzutragen.
Zur Internet-Plattform naturgucker.de
![]() | |
Kaiseradler (c) Green Balkans |
Im Dezember 2010 gelang es Mitarbeitern der bulgarischen Naturschutzorganisation Green Balkans, das mit einem Sender ausgestattete Kaiseradler-Weibchen Gabriela im Hügelland von Dervent, nahe der türkischen Grenze, aufzuspüren (EuroNatur berichtete am 28.12.). Die Naturschützer konnten Gabriela beim Flug mit einem etwa gleichaltrigen Männchen beobachten. Beide haben sich offensichtlich zu einem Pärchen zusammengetan. Wenige Kilometer davon entfernt konnten die Vogelexperten noch einen weiteren jungen Kaiseradler nachweisen. Die Sichtung der drei Vögel zeigt, wie wichtig das Hügelland von Dervent und das benachbarte Hügelland von Sakar für junge Kaiseradler sind. Im Hügelland von Sakar kümmert sich EuroNatur gemeinsam mit Green Balkans darum, die natürlichen Brut- und Nistplätze des Kaiseradlers dauerhaft zu erhalten.
Link zur Kurzmeldung „Kaiseradler Gabriela auf Sendung“ vom 28.12.2010
Link zur EuroNatur-Partner Green Balkans
![]() | |
Kiebitz (c) Hans Glader |
Viel Spaß für Vogelfreunde bietet die neue Plattform für Vogelbeobachtungen der Biologischen Station Kreis Paderborn - Senne. Vogelkundler können hier ihre Beobachtungen aus dieser Region melden. Die Plattform wurde durch die neue Ornithologische Arbeitsgruppe der Biologischen Station initiiert. Sie soll den Austausch unter den Vogelkundlern fördern und Entwicklungen in der Vogelwelt dokumentieren. Die historische Kulturlandschaft der Senne bietet vielen seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum, darunter auch den in Deutschland als gefährdet eingestuften Kiebitz. EuroNatur unterstützt seit vielen Jahren die Biologische Station Kreis Paderborn- Senne dabei, dieses wertvolle Kleinod mit seinem Artenreichtum zu pflegen und zu erhalten.
Zur Beobachtungsplattform der Biologischen Station Kreis Paderborn - Senne
Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte in der Senne im Artikel „Gepflegte Vielfalt – Naturschutz in der Senne“ im EuroNatur-Magazin 1-2010 (pdf-Datei, 2,1 Mb)
![]() | |
Würgfalke (c) Dieter Haas |
Am 22.Oktober 2008 wurde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Verwaltungsabkommen zur Erhaltung wandernder Greifvögel in Afrika und Eurasien im Rahmen der Bonner Konvention abgeschlossen. Bisher haben 30 Parteien, darunter sechs EU-Mitgliedsstaaten, das Abkommen unterzeichnet. Anfang Januar hat die EU-Kommission den Ministerrat um die Befugnis gebeten, im Namen der Europäischen Union eine Absichtserklärung zum Schutz wandernder Greifvögel zu unterzeichnen. Damit könnte die EU „zur erfolgreichen Durchführung des Verwaltungsabkommens beitragen“, heißt es in der Mitteilung der Kommission. Die Ziele der Absichtserklärung beinhalten, dass sich die EU stärker für den weltweiten Vogelschutz einsetzt sowie das Management der Zugvogelrouten und die Zusammenarbeit mit einschlägigen internationalen Übereinkommen fördert.
Die Adria-Ostküste weist die höchste Zahl an gefährdeten ziehenden Greifvögeln in Eurasien auf. EuroNatur setzt sich hier seit Jahren für den Schutz der bedrohten Vögel ein.
Link zur Mitteilung der Europäischen Kommission an den Europäischen Ministerrat vom 5.01. 2011
![]() |
Werden Sie Teil des Netzwerks für Europas Natur und werden Sie EuroNatur-Botschafter! Unterstützen Sie uns mit Ihrer Überzeugungskraft, indem Sie diesen Newsletter Ihren Bekannten und Freunden weiterempfehlen und sie so auf die Arbeit von EuroNatur aufmerksam machen. Je mehr Menschen wir als EuroNatur-Botschafter gewinnen, desto mehr können wir gemeinsam für den Erhalt der faszinierenden Naturschätze Europas und für den Schutz der Zugvögel erreichen.
Lesen Sie mehr zur Aktion „EuroNatur-Botschafter“
Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.
Die EuroNatur-Kampagne wird ermöglicht durch die Förderung der Mava-Stiftung im Rahmen des Projektes Adriatic Flyway und unterstützt von der Ludwig-Raue-Gedächtnisstiftung, der Deutschen Lufthansa sowie den Förderern und Zugvogelpaten der EuroNatur Stiftung.
Bitte unterstützen auch Sie unsere Arbeit!
Helfen Sie mit einer Zugvogelpatenschaft!


























