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Zugvogel-Newsletter Nr. 24, Februar 2012

Saline Ulcinj vorerst gerettet

Für Zugvögel wie die Knäkente ist die Saline Ulcinj ein überlebenswichtiger Rastplatz. (Bild: Jürgen Schneider)

Am 16. Januar 2012 sollte die Saline Ulcinj in Montenegro als potentielles Bauland verkauft werden. Damit drohte dem wichtigsten Zugvogel-Rastplatz an der Adria-Ostküste das Aus und Zugvögeln wie Knäkenten und Sichelstrandläufern eine große Gefahr. Denn ohne die Möglichkeit zur Rast in der Saline Ulcinj würden viele Zugvögel ihren langen Flug zwischen Winter- und Sommerquartier nicht überleben. Bis zum Auktionsschluss konnte jedoch kein Käufer für das Gebiet gefunden werden. Für den Naturschutz bedeutet das vorerst einen Erfolg. Dennoch hängt weiterhin ein Damoklesschwert über dem global bedeutenden Feuchtgebiet. EuroNatur setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern mit Hochdruck dafür ein, dass die Saline Ulcinj unter Naturschutz gestellt wird.


Link zur Meldung vom 17. Januar 2012

Mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Saline Ulcinj

Hören Sie eine Knäkente


Ende des Vogelmords im Naturpark?

Werden Zugvögel wie die Zwergscharbe künftig wieder sicher im Naturpark Hutovo Blato rasten können? (Bild: Alfred Limbrunner)

Im vergangenen Herbst berichteten ARD und „Die Zeit“ über den organisierten Vogelmord im bosnischen Naturpark Hutovo Blato. Der ARD-Beitrag wurde daraufhin von der bosnischen EuroNatur-Partnerorganisation „Nase Ptice“ (Unsere Vögel) an alle zuständigen Behörden gesandt. Seitdem führen Polizei und Grenzschutz regelmäßig Kontrollen durch. Mit Erfolg: Im Naturpark rasten derzeit so viele Zugvögel wie schon lange nicht mehr. Fast 10.000 Tiere - und damit eine fünfmal so große Zahl wie während des ARD-Drehtermins im Herbst 2011 - wurden bei der diesjährigen internationalen Winterwasservogelzählung auf dem Svitava-See registriert. Darunter über 1.800 der seltenen Zwergscharben. „Für EuroNatur ist dieser Erfolg ein erster wichtiger Schritt auf dem langen Weg, den Vogelzug an und über die Adria sicherer zu machen“, sagt EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby.

 

Link zum ARD-Beitrag "Vogelmord im Naturpark" auf Youtube 

Link zur Meldung vom 24. Januar 2012

Mehr über die Arbeit von EuroNatur gegen die Vogeljagd auf dem Balkan 


Sichern Sie mit uns die Adria-Zugroute!

Jagdbanngebiete auszuweisen allein reicht nicht. Sie müssen auch überwacht werden. (Bild: Joachim Mahrholdt)

Trotz der positiven Auswirkungen der Medienberichte im Naturpark Hutovo Blato, ist die Lage für die Zugvögel an der östlichen Adriaküste weiterhin bedrohlich. Denn in vielen anderen Rastgebieten in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien werden die Vögel nach wie vor gnadenlos abgeschossen. Zwar wurden in den letzten Jahren, dank der intensiven Naturschutzarbeit, neue Jagdbanngebiete ausgewiesen und die Jagdgesetze in Kroatien und Montenegro überarbeitet. Aber in der Praxis ist die Situation nach wie vor verheerend. „Um der Wilderei beizukommen, müssen wir massiv für eine stärkere Überwachung werben und für Druck auf die Jäger, Ministerien und Gerichte sorgen“, sagt EuroNatur-Projektleiter Martin Schneider-Jacoby. 

  • Bitte helfen Sie uns, die einheimischen Vogelexperten an der östlichen Adria bei ihren freiwilligen Kontrollen zu unterstützen und so das Netz aus Beobachtern zu verdichten: Für 50 Euro kann ein Kontrolleur einen Tag lang mit dem Auto ins Gelände fahren und wichtige Rastplätze inspizieren. 
  • Um mit einem Workcamp über mehrere Wochen Präsenz zeigen zu können, benötigen unsere Partner einen Zuschuss von 2.000 Euro. 


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Mehr über die Aktivitäten von EuroNatur gegen die Vogeljagd auf dem Balkan


Naturschätze im Fokus

Eines der 12 Siegerbilder im Fotowettbewerb 2011: "Krauskopfpelikane" von Andreas Volz

Naturfreunde und -fotografen aufgepasst: Zum 19. Mal veranstaltet EuroNatur seinen großen Fotowettbewerb „Naturschätze Europas“. Gesucht werden die schönsten und aussagekräftigsten Fotos von Tieren, Pflanzen oder Landschaften in Europa. Gehen Sie auf Foto-Safari und setzen sie die Natur in Szene! Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Einsendeschluss ist der 31.März 2012.

Zum EuroNatur-Fotowettbewerb 2012


Das fliegende Auge zählt mit

Die "Biene" wird startklar gemacht (Bild: Nenad Setina)

Verblüffend einfach und effektiv: Der Naturpark Lonjsko Polje in Kroatien nutzt eine fliegende Kamera, um die schwer zugänglichen Löfflerbestände am Save-Altarm Krapje Dol zu erfassen. Dabei fliegt ein ferngesteuerter Minihubschrauber mit einer Fotokamera über die Kolonie und macht Bilder der Nester, Brutvögel und Jungen. Im Sommer 2010 kam die neue Methode zum ersten Mal zum Einsatz. Sie ermöglicht wesentlich genauere Angaben als die bisherige Methode, bei der die Zahlen der Brutvögel anhand von Flugbewegungen abgeschätzt werden. Welche neuen Einblicke das „Biene“ genannte Fluggerät in die Löfflerkolonie erlaubt und weitere spannende Informationen über das EuroNatur-Projekt zum Schutz der Löffler erfahren Sie im aktuellen Newsletter von EuroNatur und dem Zoo Zürich.


Zum Newsletter „Löfflerschutz in Krapje Dol, 2010-2011“ (PDF, 500 Kb)

Hören Sie einen Löffler


Ein Nest in bester Lage

Wird der Fischadler in Asturien wieder heimisch werden und brüten? (Bild: Kurt Obländer)

Nichts für schwache Nerven: Mitarbeiter von EuroNatur-Partner Fapas haben auf einem 40 Meter hohen Eukalyptusbaum bei Villaviciosa an der nordspanischen Küste einen Kunsthorst für Fischadler errichtet. Die Aktion ist Teil eines von EuroNatur unterstützten Projekts der spanischen Naturschutzorganisation Fapas. Ziel ist, dass die Fischadler in Asturien wieder heimisch werden. Insgesamt will Fapas im Rahmen des Projektes zehn Kunsthorste für die Fischadler in Villaviciosa installieren. Die Naturschützer hoffen, dass Fischadlerpaare diese künstlichen Nester annehmen und darin brüten. 

 

Link zur Meldung vom 19. Dezember 2011

Bilder der spektakulären Aktion sehen Sie hier

Hören Sie einen Fischadler


Eine Mähmaschine für den Kaiseradler

EuroNatur-Partner Green Balkans verbessert die Lebensbedingungen für den Kaiseradler. (Bild: Green Balkans)

Offenes Grasland mit langgezogenen Hecken und eingestreuten Wäldchen: Das Hügelland von Sakar ist ein wahres Paradies für den Kaiseradler. Doch in den letzten Jahren haben immer mehr Landwirte die Nutzung der Wiesen und Weiden aufgegeben. Ohne Beweidung wachsen die Flächen mit Gebüsch zu und die Kaiseradler verlieren ihre Nahrungsgrundlage. Denn auch ihre bevorzugten Beutetiere wie Ziesel und Hasen sind auf offenes Grasland angewiesen. Um die Bauern dafür zu gewinnen, das Land weiterhin extensiv zu bewirtschaften, unterstützt EuroNatur-Partner Green Balkans sie gezielt bei ihrer Arbeit. So verleihen die Naturschützer an die Bauern der Region regelmäßig eine Shredder-Maschine, deren Kauf EuroNatur ermöglicht hat. Dadurch konnten einige der verbuschten Flächen bereits wieder freigelegt und damit kaiseradlertauglich gemacht werden.


Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Schutzprojekte für den Kaiseradler im Faltblatt „Bulgariens Kaiser in Not“ (PDF, 420kb)

Link zu EuroNatur-Partner Green Balkans (englische Webseite)

Hören sie einen Kaiseradler 


Naturerlebnisse der besonderen Art

Hier kommen Natur- und Vogelfreunde auf ihre Kosten: Mit ihren atemberaubenden Landschaften und der reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt bietet die Adria-Ostküste Naturgenuss pur! „Gerade im Frühling ist die Region für Natururlauber ideal“, betont EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby. „Hunderttausende von Zugvögeln, unter anderem Wespenbussarde, Pirole oder Wiedehopfe, sind dann auf der Rückreise in ihre Brutgebiete im Norden. Der neue EuroNatur-Reiseführer "Adria-Ostküste" bedeutet einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg, diesen Teil Europas mit seinem großartigen Kultur- und Naturerbe bekannter zu machen und damit auch vor der Zerstörung zu bewahren. Das Buch beschreibt die Natur- und Kulturschätze der Region ausführlich und führt Sie an die schönsten Plätze. Der Reiseführer „Adria-Ostküste“ ist im Shop der EuroNatur-Service GmbH erhältlich. 


Link zum Online-Shop der EuroNatur-Service GmbH

Hören Sie einen Wiedehopf



Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.



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Hinweis:

Die Hörproben der Vogelstimmen wurden uns vom norwegischen Verein Norsk Ornitologisk Forening zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank.