Europas Lebensadern unter Druck
EuroNatur-Newsletter Nr. 5, Dezember 2011
Liebe Leserinnen und Leser,
Bäche und Flüsse gelten zu Recht als Lebensadern der Natur. Doch der einst kräftige Puls in diesen Lebensadern schlägt zunehmend schwächer: Eingeengt, begradigt und verbaut sind die Flüsse Europas heute vielfach zu monotonen Staustufenlandschaften verkommen.
Eine bemerkenswerte Ausnahme stellten bisher die Flüsse auf den Balkan dar. Hier gibt es auch heute noch einzigartige Flusslandschaften, wie sie sonst in Europa kaum noch zu finden sind. Doch auch für diese Flüsse droht es eng zu werden. Länder wie Kroatien, Montenegro oder Albanien planen Flussregulierungen und Wasserbauprojekte im großen Stil. Besondere Sorge bereitet uns derzeit das Staudamm-Projekt im Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien. Hier soll mitten im Schutzgebiet ein großes Wasserkraftwerk entstehen (lesen Sie dazu auch unseren ersten Beitrag).
Das Vorhaben gefährdet nicht nur die einzigartige Natur des Nationalparks, sondern auch die letzte derzeit bekannte, stabile Population des vom Aussterben bedrohten Balkanluchses. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir mit Hochdruck daran, das naturzerstörerische Projekt noch zu verhindern. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende.
Für Ihre Unterstützung bedankt sich
Gabriel Schwaderer
Staudamm bedroht Mavrovo-Nationalpark
Naturschützer sind alarmiert: Ein Staudamm-Projekt bedroht den größten Nationalpark Mazedoniens. EuroNatur fordert die mazedonische Regierung auf, das naturzerstörerische Projekt unverzüglich zu stoppen.
Zur Pressemitteilung vom 14.12.2011
Naturschutztage am Bodensee
Für Süddeutschlands Naturschützer ein Muss: Vom 5. bis 8. Januar veranstalten die Naturschutzorganisationen BUND und NABU die Naturschutztage in Radolfzell am Bodensee. EuroNatur ist auf der Tagung vertreten, um unter anderem über Schutzprojekte für Bär, Wolf und Luchs in Europa zu berichten.
Auf der Suche nach dem Balkanluchs
Auge in Auge mit einem Balkanluchs – dieses Glück ist nur wenigen Menschen vergönnt. Den Filmemachern Cornelia Volk und Joachim Stoll ist es gelungen: In ihrer Naturdokumentation „Im Herzen des Balkans – auf der Suche nach dem Luchs“ zeigen sie beeindruckende Aufnahmen aus dem Leben der scheuen Großkatze. Den Film können Sie noch bis heute Abend in der Mediathek von Arte anschauen.
Link zum Film in der Mediathek von Arte
Grünes Licht für Großschutzgebiet
Gute Nachrichten für Bär, Wolf, Luchs & Co.: Im Dreiländereck Albanien, Kosovo und Mazedonien soll eines der größten zusammenhängenden Schutzgebiete in Südosteuropa entstehen.
Sinnvoll schenken!
Für alle, die noch nach einem sinnvollen Weihnachtsgeschenk suchen, hat EuroNatur das Richtige: die EuroNatur-HelpCard. Mit diesem Geschenkgutschein im Kreditkartenformat geben Sie Ihren Lieben die Möglichkeit, spezielle EuroNatur-Projekte zum Schutz von Luchs & Co. zu unterstützen. So macht Schenken Spaß und Sinn. Neugierig geworden? Dann besuchen Sie uns im EuroNatur-HelpCard-Shop!
Linie des Lebens statt Eiserner Vorhang
Wie können die Naturschätze entlang des Grünen Bands Balkan noch effizienter geschützt werden? Über die besten Wege und Strategien diskutierten die Teilnehmer der „3. Balkan Green Belt-Konferenz“, die EuroNatur vom 16. bis 19. November 2011 in Ulcinj (Montenegro) veranstaltete.
Naturfotografen wieder auf Schatzsuche
Naturfreunde und -fotografen aufgepasst: Der große EuroNatur-Fotowettbewerb „Naturschätze Europas“ geht in eine neue Runde. Gesucht werden die schönsten und aussagekräftigsten Fotos von Tieren, Pflanzen oder Landschaften in Europa.
Zum EuroNatur-Fotowettbewerb 2012
Naturschätze im Großformat
Braunbär, Laubfrosch und Moschusochse gehörten dieses Jahr zu den Stars des Natur-Fotowettbewerbs „Naturschätze Europas 2011“. Die 12 besten Aufnahmen können Sie im aktuellen EuroNatur-Kalender 2012 bewundern. Nur noch wenige Exemplare auf Lager, jetzt schnell noch bestellen!
Impressum
Herausgeber:
EuroNatur, Konstanzerstr. 22, D-78315 Radolfzell, Tel: +49(0)7732 - 92 72 - 0, Fax: +49(0)7732 - 92 72 -22, info@euronatur.org
Redaktion:
Angie Rother, Katharina Grund, Gabriel Schwaderer

























