Zugvogel-Newsletter Nr. 9, Dezember 2007
Inhalt
Spanien zählt Kraniche
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Der 22. Dezember ist für Vogelfreunde in ganz Europa ein spannender Tag: Experten zählen dann in Spanien die Zahl der überwinternden Kraniche. EuroNatur-Partner ADENEX wird den Zensus für die Extremadura übernehmen, wo wieder mehrere Zehntausend Tiere erwartet werden. Ringablesungen liefern interessante Details über die Herkunft einzelner Kraniche – eine Chance für die Vogelschützer die herausragende Bedeutung der Extremadura für den Erhalt der Kraniche in ganz Europa zu belegen. Der Tag der Kraniche ist Teil des Kranichschutzprojektes von ADENEX und EuroNatur. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Lufthansa.
Auf Deutschlands Äckern wird es still
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Für Vögel in Deutschland sieht es düster aus. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie „Vögel in Deutschland 2007“, die das Bundesamt für Naturschutz zusammen mit Vertretern des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten und der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten im November veröffentlicht hat. Von den 64 untersuchten häufigen Brutvogelarten sind 23 Arten in ihren Beständen rückläufig. Die Ergebnisse belegen, dass die Bestände jener Vogelarten kontinuierlich abnehmen, die auf Äckern, Wiesen und am Boden brüten. Wie eine Studie von BirdLife International zeigt, lässt sich dieser negative Trend in ganz Europa beobachten. Besonders stark sind die auf eine naturverträgliche Landwirtschaft angewiesenen Arten betroffen: So leben heute europaweit auf Feldern und Wiesen nur noch halb so viele Vögel wie vor 25 Jahren. Dem Wendehals etwa ist, verglichen mit 1980, nur noch ein Viertel seiner Population geblieben. Um den Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft zu stoppen, muss die Agrarförderung wesentlich stärker auf den Schutz von Arten und Lebensräumen ausgerichtet werden. Dafür setzt sich EuroNatur auf europäischer Ebene und in Deutschland vehement ein.
Naturschätze zu Weihnachten
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Suchen Sie noch nach einem originellen Weihnachtsgeschenk? Dann legen Sie doch die Naturschätze Europas unter den Weihnachtsbaum: Im EuroNatur-Kalender 2008 ist Europas Natur eingefangen - in den zwölf besten Aufnahmen aus dem von EuroNatur, der Deutschen Lufthansa, NaturVision und natur+kosmos veranstalteten Fotowettbewerb. Der großformatige Wandkalender in bestechender Druckqualität kostet 20 Euro und Sie können ihn bequem im EuroNatur-Online-Shop bestellen. Noch nicht originell genug? Dann suchen Sie sich doch eine EuroNatur-Geschenkpatenschaft aus und unterstützen damit direkt die Arbeit von EuroNatur. Wenn Sie sich für eine Zugvogel-Patenschaft entscheiden, helfen Sie uns etwa beim Kampf gegen die Vogeljagd oder bei der Sicherung wichtiger Vogelrastplätze. Mehr Informationen zu unseren Patenschaften finden Sie hier.
Die letzten Kaiser
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EuroNatur-Partner Green Balkans konnte einen weiteren Kaiseradler mit einem Sender ausstatten. Das verwundete Tier war im Spätsommer diesen Jahres im Wildtierkrankenhaus von Green Balkans im bulgarischen Stara Zagora aufgenommen und anschließend gesund gepflegt worden. Seit Ende Oktober lebt der Adler wieder in Freiheit und wird die Naturschützer künftig über einen GPS-Sender mit wichtigen Informationen über Streifgebiete, Paarungsverhalten und Brutplätze dieser seltenen Art versorgen. Bereits im Juni hatten Mitarbeiter von Green Balkans zwei junge Kaiseradler mit Peilsendern versehen. Mit dem Sakar-Hügelland gilt es in Bulgarien ein wahres Greifvogelparadies zu schützen: Schreiadler, Wespenbussard und Kaiseradler finden hier wichtige Brutplätze. Das Schutzprojekt wird von EuroNatur und der Deutschen Lufthansa unterstützt.
Schicksal von Schreiadler Sigmar weiter unklar
![]() Felix Ellul von Air Malta und Max Farrugia (rechts) von der Tierschutzorganisation International Animal Rescue mit dem verletzten Schreiadler. |
Der im September auf Malta angeschossene Schreiadler Sigmar kann nicht wieder ausgewildert werden. Ein Bein des Vogels ist bis heute nicht verheilt, obwohl die letzte Operation bereits einige Wochen zurückliegt. Auf dem Zug in sein Winterquartier war das Tier auf Malta von illegalen Vogeljägern angeschossen worden (wir berichteten). In einer aufwendigen Rettungsaktion war Sigmar anschließend zurück nach Deutschland gebracht und in der Veterinärmedizinischen Abteilung der FU Berlin behandelt worden. Nun ist unklar, ob der Schreiadler in Gefangenschaft weiterleben und dort für Nachwuchs sorgen kann, oder ob er eingeschläfert werden muss. Der Fall Sigmar unterstreicht, wie wichtig es ist das Problem grundsätzlich anzugehen und den Kampf gegen die Zugvogeljagd vehement fortzusetzen. ERGÄNZUNG: Am 7. Dezember musste Schreiadler Sigmar eingeschläfert werden, weil die durch Schrotkugeln verursachte Infektion im Schienbeinknochen nicht ausheilte.
Die Zugvogel-Schutzprojekte...
Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.





















