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Balkan Auf dem südwestlichen Balkan lebt die am stärksten vom Aussterben bedrohte autochthone (einheimisch, nicht eingebürgert) Luchspopulation Europas. Der Balkan-Luchs - man geht von etwa 100 Individuen aus - lebt in Albanien, Mazedonien und Teilen von Serbien-Montenegro isoliert von den Luchspopulationen in Bulgarien, Bosnien-Herzegovina und Kroatien. Während letztere Luchspopulationen auf in Slowenien wiederangesiedelte Tiere aus den Karpaten zurückgehen, ist der Balkan-Luchs die ursprüngliche, auf dem Balkan heimische Luchsunterart. Eine wichtige Maßnahme, um das Überleben des Balkan-Luchses zu gewährleisten, ist der Schutz der verbliebenen Lebensräume. Euronatur unterstützt daher albanische und mazedonische Naturschützer bei der Ausweisung grenzübergreifender Schutzgebiete im Luchsverbreitungsgebiet.
Der Balkan Luchs - eine eigene Unterart?
Bereits in den 1940er wurde der Balkan-Luchs als eigene Unterart beschrieben. Inzwischen deuten weitergehende Untersuchungen der IUCN Cat Specialist Group und der Universität Bern darauf hin, dass es sich bei den auf dem südlichen Balkan vorkommenden Luchsen tatsächlich um eine eigene Unterart des Eurasischen Luchses handelt. Sollten die Luchsexperten anhand von genetischen Analysen nachweisen können, dass dies der Fall ist, würde der Zustand der Population international als unmittelbar bedroht beurteilt werden müssen. Ein Grund mehr, den Schutz des Balkan-Luchses und seines Lebensraumes voranzutreiben. Euronatur und seine Projektpartner haben sich entschieden, mit konkreten Schutzmaßnahmen nicht bis zum endgültigen Nachweis zu warten, sondern bereits jetzt die Initiative zu ergreifen, und konkrete Projekte in Albanien und Mazedonien durchzuführen.
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