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Artenschutz / Storch / Chancen und Gefahren

Landschaftsverbrauch, Feuchtgebietsschwund, Verdrahtung

Aus vielen Gebieten Europas ist der Weißstorch schon vor Jahrzehnten verschwunden. Mit dem ungehemmten Landschaftsverbrauch in Europa verschwenden wir auch unsere eigenen Lebensgrundlagen mit erschreckender Geschwindigkeit. Aber nicht nur die ungebremste Verbauung von immer mehr Naturräumen ist ein gravierendes Problem für Weißstörche, sondern auch der drastische Rückgang der Feucht- und Überschwemmungsgebiete. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gingen in Europa zwei Drittel aller Feuchtgebiete verloren. Vor allem in den letzten fünf Jahrzehnten war der Rückgang dramatisch. Mehr als 50 Prozent aller Feuchtgebiete wurden seit 1950 durch starke Urbanisierung und durch die Intensivierung der Landwirtschaft zerstört. Die oberirdischen Hochspannungsleitungen stellen eine akute Lebensgefahr für die Weißstörche dar. Die Vögel fliegen gegen die Stromleitung und verenden oft an den Verletzungen und an Stromschlägen. Für verunglückte Vögel sind die Unfälle an Freileitungen innerhalb Deutschlands die häufigste Todesursache.

Es gibt jedoch auch Schutzprojekte, in denen Stromunternehmen unter anderem die Strommaste umrüsten und sie damit "storchensicher" machen. Leider sind europaweit nur ein Bruchteil der Strommaste umgerüstet.


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