EuroNatur aktiv für den Schutz der Mönchsrobbe
So schlimm viele der Gefahren für Mönchsrobben und andere Meeressäuger sind, sie sind von Menschen gemacht und können deshalb auch von Menschen überwunden werden. EuroNatur setzt sich gemeinsam mit Partnern verschiedener Länder aktiv für den Schutz des Mittelmeeres ein.
Erste Erfolge
In Griechenland wurde der Meeresnationalpark "Nördliche Sporaden" eingerichtet. EuroNatur hat außerdem eine Unterrichtseinheit über die Mönchsrobbe und das Ökosystem Mittelmeer erarbeitet, die, vom griechischen Umweltministerium empfohlen, an griechischen Schulen im Unterricht eingesetzt wird.
An der nordafrikanischen Mittelmeer- und Atlantikküste hat EuroNatur mehrere Forschungsfahrten unterstützt, bei denen das Vorkommen von Mönchsrobben und deren Todesursachen ermittelt wurden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist zudem, dass die lokalen Fischer über die Seltenheit und Schutzwürdigkeit dieser Tiere aufgeklärt wurden. Eine andere Expedition im Schwarzen Meer ergab ein trauriges Ergebnis: Dort ist die Mönchsrobbe ausgestorben.
Schwerpunkt mauretanische Atlantikküste
Bereits seit vielen Jahren unterstützt EuroNatur die spanische Naturschutzorganisation CBD Hábitat bei ihrer Arbeit an der mauretanischen Atlantikküste. 2007 ist EuroNatur eine Kooperation mit der Schweizer Organisation OceanCare eingegangen. So ist es möglich, die Unterstützung auszudehnen.
Die Ergebnisse der Arbeit von CBD Habitat sprechen für sich: Wie auch im Meeresnationalpark Nördliche Sporaden wird eng mit den Küstenfischern zusammengearbeitet und so ist im Jahr 2001 eine Vereinbarung zustande gekommen, in deren Rahmen sich diese bereit erklärten, auf sämtliche Fangtätigkeiten im Bereich der Robbenhöhlen zu verzichten. Dies war der erste Schritt zu dem inzwischen ausgewiesenen Schutzgebiet „Costa de las Focas“, das derzeit rund sechs Kilometer Küste und einen entsprechenden Meeresabschnitt bis zu einem Kilometer hinaus auf die offene See umfasst. Als Gegenleistung erhalten die Fischer und ihre Familien vielfältige Hilfe von unseren Partnern vor Ort. Bei Schulungen und persönlichen Beratungen geht es um Themen wie Gesundheitsvorsorge, Sicherheit auf See, technische Wartung der Boote bis hin zur Wissensvermittlung über Meeresökologie und nachhaltige Fischerei. So lernen die Fischer, wie sie ihre eigene Zukunft und gleichzeitig die ihrer Mitgeschöpfe sichern können.Einen schweren Rückschlag in den Schutzbemühungen stellte das durch eine Gift absondernde Algenart verursachte Massensterben der Mönchsrobben im Jahr 1997 dar, bei dem mehr als 200 Tiere starben. Doch die ständige Anwesenheit spanischer Naturschützer, inzwischen unterstützt von einheimischen Rangern, hat dafür gesorgt, dass die Population am Cap Blanc nicht nur stabil blieb, sondern kontinuierlich wieder ansteigt.






