English Version / Deutsche Version

EuroNatur aktiv zum Schutz der Zugvögel in Europa

Die Flugrouten der Zugvögel überspannen den Kontinent und verknüpfen die Sommerquartiere im Norden Europas mit den Winterquartieren rund um das Mittelmeer sowie in Afrika. EuroNatur sichert Brut- und Überwinterungsgebiete und sorgt für intakte Rastplätze auf den Zugwegen. Hier müssen die Tiere ausreichend Nahrung finden und ungestört neue Energie tanken können. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist deshalb auch der Kampf gegen die Vogeljagd  - europaweit und ganz besonders auf dem Balkan.

EuroNatur-Kampagne "Tatort Adria - Vogeljagd auf dem Balkan"

Adriatic-Flyway-Projekt

Zugvogelschutz in Kroatien

Zugvogelschutz in Albanien und Montenegro

Zugvogelschutz im Libanon

Projekte zum Kranichschutz

Projekte zum Schutz der Störche





Adriatic Flyway-Projekt

Rot: Verlauf der Adria-Zugroute (Adriatic Flyway) quer über den Balkan bis nach Afrika.

Nachdem sie auf dem Rückflug aus ihren Überwinterungsgebieten das Meer überquert haben, sind die Zugvögel dringend auf geeignete Rastplätze in Küstennähe angewiesen. Im Juli 2006 fiel deshalb der Startschuss für das dreijährige EuroNatur-Projekt „Adriatic Flyway“. Ziel ist es, wichtige Zugvogelrastplätze entlang der Zugroute zu schützen, die quer über den Balkan, die Adria und Süditalien bis nach Afrika führt (Adriatic Flyway). Vier Schwerpunktgebiete des Projekts sind der Skutari-See und das Bojana-Delta an der Grenze zwischen Albanien und Montenegro, das Livanjsko Polje in Bosnien und das Neretva-Delta in Kroatien. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem WWF durchgeführt und von der Mava-Stiftung gefördert.

Zurück nach oben




Zugvogelschutz in Kroatien

EuroNatur setzt sich für eine Verbesserung der Gesetze, die Einrichtung von Schutzgebieten entlang der Adria und für verstärkte Kontrollen sowohl in den Jagdgebieten als auch an den Landesgrenzen ein. Daneben weisen wir immer wieder auf die offensichtlichen Nachteile für Kroatien und die dortigen Tourismusentwicklung hin, denn die uneingeschränkte Jagd schädigt das Image des Landes.

Zurück nach oben





Zugvogelschutz in Albanien und Montenegro

EuroNatur engagiert sich intensiv für die Einrichtung sicherer Großschutzgebiete. Ein erster konkreter Baustein hierzu ist die Saline von Ulcinj am Bojana-Delta. Auf 15 Quadratkilometern Fläche kämpft EuroNatur seit dem Frühjahr 2004 gemeinsam mit den Betreibern der Saline gegen Wilderer. Durch den von EuroNatur geförderten Wachdienst konnte das Jagdverbot auf dem Salinengelände jetzt durchgesetzt werden. In erster Linie müssen dringend die Jagdzeiten verkürzt un der Abschuss international im Rückgang befindlicher Arten verboten werden.
EuroNatur fordert ein Jagdverbot für den gesamten montenegrinischen Küstenstreifen.

Wir setzen uns gegen die Zerstörung der Strände und Dünen durch illegale Bauten, und ungeregelten Freizeitbetrieb ein. Wir zeigen konkrete naturverträgliche Lösungen auf und unterstützen den Aufbau von Besucherinformationen und Orientierungshilfen. Gemeinsam mit Regierungsstellen in Albanien und Montenegro sowie Naturwissenschaftlern beider Länder arbeiten wir an einem Zonierungskonzept für ein grenzüberschreitendes Großschutzgebiet. Parallel treiben wir die Ausweisung von Schutzgebieten für besonders heikle Biotope voran und sorgen für eine bessere Überwachung bestehender Schutzgebiete.

Zurück nach oben




Zugvogelschutz im Libanon

Kfarzabad ist eine kleine Gemeinde in der Bekaa-Ebene im Südosten des Libanon nahe der syrischen Grenze. Hier hat EuroNatur gemeinsam mit der SPNL (Society for the Protection of Nature in Lebanon) ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Lufthansa gefördertes Projekt zum Schutz von Zugvögeln und deren Lebensräumen realisiert. 2005 wurde ein Jagdverbot im gemeindeeigenen Feuchtgebiet verhängt. Bislang war das rund 250 ha große Gebiet ein beliebtes Ziel für Jäger, da es eines der letzten Feuchtgebiete in der ganzen Bekaa-Ebene und so ein wichtiger Rastplatz für viele durchziehende Vogelarten ist. Den Vogelreichtum will man nun anders nutzen und das Gebiet zu einem attraktiven Ökotourismusziel entwickeln.

Um eine nachhaltige Verhaltensänderung im ganzen Land herbeizuführen, wurde eine breit angelegte Umweltbildungskampagne für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Seit September 2005 halten speziell geschulte Kräfte Unterrichtseinheiten an Schulen im ganzen Land ab. Kindern im Alter zwischen acht und zwölf soll spielerisch der Wert lebender Vögel vermittelt werden. Durch die enge Einbindung des libanesischen Kultusministeriums bei der Entwicklung der Unterrichtseinheiten bestehen gute Chancen, dass diese in den nationalen Lehrplan aufgenommen werden.

Zurück nach oben




Patenschaft Zugvögel

Unterstützen Sie unsere Arbeit »

Projekt Zugvögel

Bericht 2007

» Download pdf (1.3 M)