EuroNatur aktiv für den Schutz von Braunbären in Europa
Die letzten Bären und ihre Lebensräume zu bewahren, hat sich EuroNatur zum Ziel gesetzt. Vor allem geht es darum, die wenigen überlebensfähigen und intakten Populationen wirkungsvoll zu schützen und den genetischen Austausch unter den vereinzelt lebenden Gruppen durch die Sicherung der Bärenwanderwege zu ermöglichen. Außerdem sollen Braunbären auch wieder in andere "bärentaugliche" Bergwälder zurückkehren dürfen. Wir bereiten ihnen den Weg, indem wir Problembereiche und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen sowie die Akzeptanz für die Anwesenheit von Bären bei Behörden und Bevölkerung fördern. Dies ist umso nötiger, je länger ein Gebiet "bärenfrei" war. Gemeinsam mit Partnern vor Ort führt EuroNatur vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Bären in Europa durch:
Bärenschutz in Kroatien und Slowenien
Bärenschutz in Spanien
- Sicherung von Rückzugsgebieten für Bären durch Flächenkauf
- Sammeln von wichtigem Datenmaterial als Grundlage für einen erfolgreichen Schutz der Bären, d.h. langjähriges Monitoring in Zusammenarbeit mit der EuroNatur-Partnerorganisation Fapas zu Populationsdichten und Wanderverhalten der Bären.
- Eindämmung der Wilderei durch das Einrichten einer Bärenpatrouille
- Unterstützung der Landwirte im Umgang mit den Bären (z.B. Schutz der Viehherden über Herdenschutzhunde, Schutz der Bienenstöcke etc.)
- Schaffen von wirtschaftlichen Perspektiven, die den Erfolg der Schutzmaßnahmen fördern (Auszeichnung bärenfreundlich angebauter Produkte, Vermarktung von Produkten aus dem "Bärenland", Förderung von Naturtourismus)
- Verbesserung des Nahrungsangebotes für Bären: Im Rahmen der Aktion "Früchte für Bären" pflanzt EuroNatur-Partner FAPAS jährlich mehrere Hundert Früchte tragende Bäume in den für Bären wichtigen Gebieten - bisher vor allem im Trubia-Tal und im Naturpark Simiedo.
Bärenschutz in Kroatien und Slowenien
- Entwicklung eines Managementplans, um das Überleben der Bären in Kroatien langfristig zu sichern.
- Entwicklung eines Monitoringsystems zur Gewinnung wichtiger Informationen über die Verbreitung der Bären.
- Nachweis der Bedeutung von Querungshilfen für Wildtiere in Zusammenarbeit mit der Universität Zagreb. Auf Grundlage der gesammelten Daten konnte bereits der Bau von mehreren Grünbrücken durchgesetzt werden u.a. über die Autobahn zwischen Zagreb und Rijeka.
- Ausbildung und Ausrüstung einer Bären-Eingreiftruppe, die jeder Information über tote oder auffällige Bären nachgeht und sämtliche Funde sorgfältig dokumentiert. Durch ihre schnelle Präsenz geben sie der Bevölkerung Gewissheit, dass Hinweise wichtig genommen und Problembären gründlich überwacht werden.
- Vorbeugende Maßnahmen, um Konflikte zwischen Menschen und Bären zu vermeiden z.B. Schutz der Viehherden durch Hütehunde, bärensichere Müllbehälter (gemeinsam mit der Kroatischen Ökologischen Gesellschaft setzt EuroNatur ein Modellprojekt um. Elektrozäune sollen Bären die Lust auf Mülldeponien vermiesen.) etc.
- In Kroatien und Slowenien soll ein grenzübergreifendes Schutzgebiet entstehen. Dieser geplante Karstpark hat auch eine große Bedeutung für die mögliche Rückkehr der Bären in die Alpen. Denn nur wenn Bären in Kroatien und Slowenien eine Zukunft haben, besteht eine Chance, dass immer mehr "Grenzgänger" den Weg nach Norden in Richtung Italien und Österreich finden.






