Die Flugrouten der Zugvögel überspannen den Kontinent und verknüpfen die Sommerquartiere im Norden Europas mit den Winterquartieren rund um das Mittelmeer sowie in Afrika. Die Wasservögel Mittel-, Nord- und Osteuropas konzentrieren sich dabei besonders auf einen Zugweg: den Adriatic Flyway (Adria-Zugroute), der quer über den Balkan und die Adria bis nach Afrika führt.
Balkan nicht länger ein weißer Fleck auf der Vogelzug-Karte
Bis vor wenigen Jahren wusste man noch kaum etwas über diese Zugroute – der Balkan war im wahrsten Sinne des Wortes ein weißer Fleck auf der Landkarte des Vogelzugs. Doch heute weiß man, dass Millionen von Vögeln zwei Mal jährlich auf dieser Strecke zwischen Brut- und Überwinterungsplätzen hin und herpendeln. Mit dem Mittelmeer und dem Dinarischen Gebirge müssen die Tiere auf den Flügen gewaltige Hindernisse überwinden. „Diese Anstrengung lässt sich nur bewältigen, wenn es unterwegs sichere, intakte Rastplätze gibt. Doch gerade die sind entlang des Küstenstreifens zwischen Slowenien und Albanien dünn gesät. Vogeljäger lauern den Tieren auf und lassen die östliche Adriaküste für Millionen Zugvögel zur Todesfalle werden“, sagt EuroNatur-Projektleiter und Vogelexperte Martin Schneider Jacoby, der sich seit mehr als 20 Jahren für den Zugvogelschutz auf dem Balkan einsetzt.
Zu den wichtigsten Rast- und Feuchtgebieten entlang des Adriatic Flyway zählen:
Im Rahmen des von der Mava-Stiftung geförderten Projektes zum Schutz wichtiger Feuchtgebiete entlang des Adriatic-Flyway setzt sich EuroNatur für den Erhalt dieser überlebensnotwendigen Rastplätze ein. Unterstützen Sie uns dabei, z.B. mit einer Zugvogel-Patenschaft oder als Fördermitglied!