Mönchsrobben im Mittelmeer und Atlantik
Niemand vermag zu sagen, ob Odysseus tatsächlich gelebt hat, oder ob er seine unzähligen Abenteuer nur als Gestalt der antiken Sagenwelt bewältigte. Eines jedoch ist sicher: Die einzigen Lebewesen in der Ägäis, deren Lautäußerungen Homer dazu inspiriert haben könnten, die Sirenen der antiken Mythologie zu erdichten, sind die Mittelmeer-Mönchsrobben. Ihre hohen, weit in die Ferne tönenden Rufe klingen für uns Menschen mysteriös und übernatürlich.
Geheimnisvoll und gefährdet
Die Mönchsrobbe gehört zu den geheimnisvollsten Säugetieren Europas. Nur wenig ist über die Lebensweise dieser Art bekannt. Lange Zeit wollten auch etliche Zoologen nicht so recht glauben, dass im Mittelmeer überhaupt Robben existieren. Erst Mitte der siebziger Jahre gelang es dem Biologen und Naturfilmer Dr. Thomas Schultze-Westrum, mit aufsehenerregenden Aufnahmen auf die Robben des Mittelmeers und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Die einst im gesamten Mittelmeer und den angrenzenden Meeren vorkommenden Robben sind heute stark bedroht. Denn Meeresverschmutzung, Überfischung und Lebensraumzerstörung machen auch vor den letzten abgelegenen Refugien der Robben nicht halt.
Projektmanagement Mönchsrobbe: Annette Spangenberg






