Klimaschutz durch Naturschutz
Das Weltklima verändert sich und mit ihm das Gesicht der Erde – daran besteht kein Zweifel mehr. Unter steigenden Temperaturen schmilzt das Eis der Gletscher dahin, und Wüsten breiten sich immer weiter aus. Doch nicht nur der Klimawandel verändert die Landschaft.
Einseitige Lösungsansätze
Auch der Kampf der Menschen dagegen wird in mancherlei Hinsicht zur Gefahr für die Vielfalt der Lebensräume. Bislang behandeln nationale und internationale Programme den Klimaschutz vornehmlich als rein technische Angelegenheit. Wenn es darum geht, Maßnahmen zu finden, die die Emission von Treibhausgasen verringern, stehen Erneuerbare Energien, Energieeinsparung, Windräder und Wärmeschutzverordnungen im Vordergrund – die lebendige Welt bleibt weitgehend außen vor.
Naturschutz ist Klimaschutz
Dabei gibt es in unseren Landschaften riesige Speicher für Treibhausgase, die es zu schützen oder auch neu schaffen gilt. Wälder und Moore gehören dazu, aber auch eine naturschutzverträgliche Landwirtschaft kann die Emission von Treibhausgasen erheblich verringern.
Die Vermeidung von Eingriffen und CO2- Freisetzung geht dabei vor Kompensation: Deswegen kommt der Erhaltung von Biotopen mit einer hohen CO2-Speicherung wie Wäldern, Mooren und Feuchtgebieten auch aus Sicht des Klimaschutzes eine große Bedeutung zu.
Seien es die Moore und Feuchtgebiete an der Narew in Nordostpolen, die Save-Auen auf dem Balkan oder die üppigen Laubwälder der Albanischen Alpen. Euronatur kümmert sich seit seiner Gründung vor 20 Jahren um den Schutz dieser natürlichen Kohlenstoff-Speicher und leistet so einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz.
Stellungnahme des EWSA "Bekämpfung der Entwaldung und der Waldschädigung zur Eindämmung des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt", 2009 (98 K)



















