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Schnell wie Autos auf der Autobahn - Störche und Kraniche sind Langstreckenflieger
Kranich bei der Landung, (c) Dietmar Nill

Störche und Kraniche sind ungeheuer leistungsfähig. Mit ihren mehr als zwei Meter Flügelspannweite legen sie Strecken von bis zu 1500 Kilometern pro Tag zurück. Dabei können Kraniche bei sehr guten Windverhältnissen Geschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern erreichen - so schnell wie ein Auto auf der Autobahn.

Ihre Kraft teilen sie sich ein, denn ständig mit den Flügeln zu flattern, wäre viel zu anstrengend. Störche und Kraniche nutzen die Aufwinde des Landes. Diese Thermik fehlt auf dem Meer, daher gibt es für die großen europäischen Vögel nur zwei Zugrouten auf dem Weg nach Süden: Bei den Störchen spricht man von Westziehern und Ostziehern. Sie segeln über das Land. Kraniche dagegen sind Ruderflieger. Sie fliegen mit langsamen aber kräftigen Flügelschlägen. Aber auch sie nutzen die Westroute oder die Ostroute.

Ungefähr acht bis 15 Wochen sind die Zugvögel unterwegs. Zwischendurch nutzen sie Rastgebiete an der Müritz und in der Senne, in Spanien sowie in Ungarn, der Türkei oder Israel. Trittsteinbiotope heißen diese Rastgebiete, wie auch die Brutgebiete der Vögel in der Elbtalaue und im polnischen Narewgebiet.

Wichtige ökologische Trittsteine für Zugvögel in Europa zu bewahren ist das Ziel der Euronatur-Aktion "Ökologische Bausteine Europas". Nur durch die Hilfe des Menschen werden sich die Chancen für die Vögel vergrößern und die Gefahren verringern.


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