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Wolfsinspektoren für Kroatien

Vor 30 Jahren lebten in den Wäldern Kroatiens noch 600 bis 1000 Wölfe. Heute sind es nur noch zwischen 130 und 170. Euronatur fördert seit einigen Jahren mit Unterstützung der Euronatur-Wolfpaten die Aktionen der Arbeitsgruppe "Vuk" (Wolf). Bisher wichtigster Erfolg: Dem kroatischen Euronatur-Projektpartner gelang es, einen strengen gesetzlichen Schutz für den Wolf zu erkämpfen. Doch das Gesetz allein genügt nicht. Wie in den anderen Ländern ist die genaue Beobachtung der Wölfe nötig, um bei Problemen helfen zu können. Fachkundige Berater müssen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Außerdem ist Geld nötig, um Schadensfälle zu vermeiden oder finanziell auszugleichen.

Ende 1997 setzte das kroatische Naturschutzamt zwölf Fachleute als Wolfinspektoren ein. Sie erhalten eine Urkunde des Ministers, wichtige Geräte und Hilfsmittel sowie Fahrtkostenerstattung. Gemeinsam mit beratenden Wissenschaftlern sollen sie Konflikte zwischen Mensch und Wolf vermeiden helfen. Auch in Kroatien geht es vor allem um den Schutz der Haustiere. Allein 1997 machte man in etwa 500 Fällen die Wölfe für die Verluste von Haustieren verantwortlich. Nachdem die Wolfinspektoren die gemeldeten Schadensfälle analysiert hatten, stellte sich heraus, dass nur etwa zwei Drittel tatsächlich auf Wölfe zurückgehen, der Rest meist auf wildernde Hunde. Die kroatische Regierung zahlte 1997 mehr als 250.000 DM als Entschädigung an die Bauern, damit der Wolf als gefährdete Art eine Chance hat. Außerdem ermittelten die Inspektoren bereits einige Risikofaktoren: Besonders bedroht sind kleine Herden mit 20 bis 30 Schafen ohne Bewachung in deckungsreicher Landschaft. Zwischen 4 und 8 Uhr morgens erfolgen die meisten Angriffe.


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