EU-Agrarpolitik: besser als ihr Ruf
Eine zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft und eine mit Steuergeldern finanzierte Überproduktion von Lebensmitteln: die EU-Agrarpolitik genießt nicht den besten Ruf. Doch viele Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft haben auch Bundes- und Landespolitik zu verantworten, betonte Lutz Ribbe, naturschutzpolitischer Direktor von EuroNatur, auf einer Diskussionsveranstaltung zu den Folgen der EU-Agrarpolitik vor 130 Teilnehmern im bayerischen Hutthurm.
24. Februar 2010
Artenvielfalt weggespritzt
Die Ergebnisse einer europaweiten Studie unter Federführung der Universität Göttingen sind eindeutig: die in der Landwirtschaft eingesetzten Spritzmittel sind der Hauptgrund für einen drastischen Rückgang der Artenvielfalt auf Ackerböden und deren Umgebung. Im Vergleich zum ökologisch bewirtschafteten Acker finden sich auf einem mit Pestiziden behandelten Feld nur rund die Hälfte der Arten.
3. Februar 2010
Aigner erntet Kritik
Mit ihrem internen Positionspapier zur zukünftigen Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik nach 2013 hat Landwirtschaftsministerin Aigner massive Kritik bei Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie grünen Politkern hervorgerufen. In dem Dokument plädiert Aigner unter anderem dafür, die umstrittenen Direktzahlungen an die Landwirte beizubehalten. „Das ist ein Weiter-so-Papier, das weder den Klimaschutz ins Zentrum stellt, noch das Höfesterben verhindert oder den dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt stoppt“, kommentierte der naturschutzpolitische Direktor von EuroNatur, Lutz Ribbe, gegenüber der Frankfurter Rundschau.
28. Januar 2010
Die faire Milch macht’s
Bewusste Verbraucher haben ab sofort beim Milchkauf – neben Biomilch - eine neue Alternative: „Die faire Milch“ der Milchvermarktung Süddeutschland (MVS). Die Milch wird ohne Gentechnik und mit hohem Wiesenfutteranteil produziert. Die Bauern erhalten dafür mit 40 Cent pro Liter einen fairen Erzeugerpreis. EuroNatur unterstützt den Aufruf des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) an die Verbraucher, „Die faire Milch“ verstärkt nachzufragen.
25. Januar 2010
Hartnäckig gegenüber Betonköpfen
Ein Drittel Bulgariens gehört heute – auch dank des Einsatzes von EuroNatur-Partner Green Balkans – zum Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerk. Doch die Umsetzung erweist sich als schwierig. Korrupte Lokalpolitiker leisten der Naturzerstörung im großen Stil Vorschub. Umso wichtiger sind daher die positiven Signale aus Brüssel. Die EU-Kommission bekräftigte Mitte Januar, dass sie ein Aufweichen der Natura 2000-Gesetzgebung ablehne. In einem Interview mit EuroNatur berichtet Dimitar Popov von der Naturschutzorganisation Green Balkans über die schwierige Naturschutzarbeit in Bulgarien.
21. Januar 2010
Klare Absage an FFH-Gegner
EuroNatur begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, die Fauna-Flora-Habitatrichtlinie in ihrer bisherigen Fassung beizubehalten. In seiner Anhörung vor dem Europäischen Parlament am 13.01.2010 bekräftigte der designierte Umweltkommissar Janez Potocnik, dass er einer Revision der europäischen Naturschutzrichtlinien keine Chance einräume.
19. Januar 2010
EU-Agrarpolitik: Umdenken gefordert
Auf der Grünen Woche in Berlin sieht man derzeit Agrar- und Umweltlobby in ungewohnter Einigkeit: Der derzeitige Preiskampf der Lebensmittelbranche ist für die Landwirtschaft katastrophal, monieren beide. Lutz Ribbe, naturschutzpolitischer Direktor von EuroNatur, erklärt im Interview mit dem Online-Journal heute.de , inwiefern sich die EU neu ausrichten muss.
15. Januar 2010
Stare in den Startlöchern
Während der Winter Deutschland noch im Griff hat, sitzen Zugvögel in der Mittelmeerregion bereits in den Startlöchern. Arten wie Star, Graureiher, Waldschnepfe oder Kiebitz warten nur darauf, dass es bei uns milder wird und sie in ihre Brutgebiete zurückkehren können. Es ist unverantwortlich, dass die Vogeljagd in Ländern wie Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien im Januar und Februar, teilweise auch bis in den März hinein, auf Hochtouren läuft.
12. Januar 2010
2010 – Das Jahr der Biodiversität
Mit einer Festveranstaltung in Berlin eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen am Montag das "Internationale Jahr der biologischen Vielfalt". Für 2010 sind die guten Vorsätze zumindest im Bereich Naturschutz schon lange gefasst.
22. Oktober 2009
Bulgarien missachtet europäisches Naturschutzrecht
Bulgarien hat in mehreren Fällen versäumt, sein Naturerbe angemessen zu schützen und gegen die naturschutzrechtlichen Vorschriften der Europäischen Union verstoßen. So lauten die Vorwürfe, mit denen sich die EU-Kommission Anfang Oktober schriftlich an die bulgarische Regierung gewandt hat.




















