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Die Nördlichen Sporaden – Eines der letzten Inselparadiese Griechenlands

Alonnisos, Meeresnationalpark Nördliche Sporaden

Nach der griechischen Mythologie sind die Nördlichen Sporaden durch die Gigantenbrüder Otos und Efialtis entstanden. Diese wollten ihre Kräfte messen und warfen dazu große Steine in die Ägäis. Beim Blick aus dem Flugzeug erscheint diese Vorstellung naheliegend. Die geologische Entstehung der Inselgruppe aber ist weitaus komplizierter und eng mit der Entstehung des Mittelmeers verknüpft.

Vom Massentourismus verschont
Ob Mythologie oder naturwissenschaftliche Realität, fest steht, dass die Nördlichen Sporaden ein wahres Inselparadies sind. Die ansonsten für viele Mittelmeerinseln typische Zunahme des Tourismus mit seinen negativen Folgen für Flora, Fauna und Landschaftsbild ist weitestgehend an der Inselgruppe vorübergezogen und trotz des längst erfolgten Anschlusses an die „große weite Welt“ ist die Ägäis hier ein verträumtes Inselmeer geblieben.



Nationalpark dank Mittelmeermönchsrobbe
Die vielen verstreuten, kleineren und größeren Inseln des Sporadenarchipels bieten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, darunter auch die seltene Mittelmeermönchsrobbe. Die Robbe war der Anlass zur Ausweisung des Meeresnationalparks Nördliche Sporaden im Jahr 1992. Doch es geht auch um den Erhalt der übrigen Flora und Fauna sowie der kulturhistorischen Schätze der Inselwelt. Ein wichtiges Ziel dabei ist es, die traditionelle Bewirtschaftung der Insel im Einklang mit Natur und Kultur beizubehalten.

Langersehnte Parkverwaltung eingerichtet
Jahrelang rang EuroNatur gemeinsam mit unserem Partner vor Ort, dem Ecological and Cultural Movement of Alonnisos (ECMA) mit der griechischen Regierung, um eine dauerhafte staatliche Finanzierung der Meeresnationalparks zu erreichen. Denn nur wenn diese gegeben ist, kann ein weitreichendes Managementkonzept erarbeitet und umgesetzt werden. Mitte 2007 gab es endlich gute Nachrichten aus dem Meeresnationalpark. EU und griechische Regierung hatten sich auf ein Finanzierungsmodell geeinigt und die langersehnte Parkverwaltung auf der Insel Alonnisos konnte eingerichtet werden. Damit haben EuroNatur und ECMA ein wichtiges Ziel erreicht!



Geheimtipp: EuroNatur-Wanderführer Alonnisos
Doch EuroNatur und ECMA haben auch ganz konkrete Maßnahmen umgesetzt. So etwa wurde auf der Insel ein Wanderwegenetz mit insgesamt 14 Wegen markiert. Seit Mitte 2006 sind die Wanderwege in einem Wanderführer beschrieben, der nicht nur Auskunft über den genauen Verlauf der Wege gibt, sondern auch weitere Informationen zur Insel Alonnisos und ihren Besonderheiten bietet. Der Wanderführer kann als pdf-Datei bei EuroNatur bestellt werden. Mehr über die Mittelmeermönchsrobbe



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