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Ausrottungsmentalität überwinden

Österreich war nie lange Zeit ohne Braunbären, denn auch nach der Auslöschung des Grundbestandes kamen aus dem benachbarten Slowenien gelegentliche Zuwanderer, die jedoch früher oder später, dem Geist der Zeit folgend, als Jagdtrophäe endeten. Zuerst erhoben sich einzelne Stimmen gegen den Abschuss von Bären in Österreich. Auch in der italienischen Provinz Trentino wurden die letzten Bären unter Schutz gestellt. So richtig das Eis gebrochen hat jedoch erst der "Ötscherbär". Er kam aus Slowenien, möglicherweise sogar aus Kroatien, wanderte quer durch die waldreichen Berge der Steiermark im Südosten Österreichs über Dutzende von Straßen hinweg bis 150 Kilometer vor Wien, um sich schließlich am Ötscher, einem Berg in Niederösterreich eine neue Heimat zu suchen. Das Schicksal des Ötscherbärs ging durch die europäische Presse. Es war dieser Bär, der die Idee an eine Rückkehr in schon verlorene Gebiete der Alpen und andere europäische Regionen wieder mehrheitsfähig gemacht hat.

Aufklärung der Öffentlichkeit tut not...

... dies wird in Österreich ganz deutlich. In der Steiermark und in Kärnten gibt es umfassende Kampagnen zum Schutz des Bären. Werden irgendwo Schafe gerissen, ist sofort ein Bärenanwalt oder die Bären-Eingreiftruppe zur Stelle. Die Geschädigten werden hier mit ihren Sorgen und Problemen nicht alleingelassen. Anders dagegen in Niederösterreich. Hier gab es vor einigen Jahren eine regelrechte Bärenhysterie. Schuld daran war auch die mangelnde Aufklärung und Information der Bevölkerung. Inzwischen leben wieder 25 Bären in Österreich; einige wagen sich immer weiter nach Norden, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der erste Bär wieder bis nach Bayern vordringt.

Projekt Braunbär

Bericht 2007

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