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Artenschutz / Wolf / Rumänien

Rumänien: Wölfe als Zugpferde für die Entwicklung einer Region

Wölfe konnten 1997 in Rumänien erstmals ungestört ihre Jungen aufziehen: Die Schonzeit für die scheuen Wildtiere wurde vom 15. April bis 30. Juli 1997 festgesetzt - ein großer Erfolg der Bestrebungen der von EuroNatur unterstützten Wolfschützer. In den rumänischen Karpaten leben noch etwa 4.000 Wölfe, 36 Prozent des europäischen Bestandes, außerdem 50 Prozent aller europäischen Bären und 35 Prozent der Luchse.

In den Karpaten koordiniert eine internationale Schutz- und Forschungsstation den Wolfschutz. Ihr Aufbau wurde von EuroNatur mit der Unterstützung zahlreicher Wolfpaten ermöglicht. Das rumänische Forstwissenschaftsministerium fördert das Projekt ebenfalls. Die Schutz- und Forschungsstation findet nach und nach heraus, wo sich die Wölfe im Jahresverlauf bei ihren Streifzügen aufhalten, wie sich Größe und Zusammenleben der Rudel entwickeln und verändern und welchen Einfluß Jagd oder Tourismus auf das Leben der Wölfe haben. Die Station organisiert internationale Wolfs-Workcamps für Jugendliche und Wolfreisen und sorgt dafür, dass in Fernsehfilmen über das faszinierende Leben der Wölfe berichtet wird.

Reisen zu den Wölfen

Die rumänische Schutz- und Forschungsstation betreut auch Wolfsreisen, scherzhaft "Heul-Exkursionen" genannt. Sie sind eine gute Basis für sanften Tourismus in den Karpaten. Mehrere Gruppen aus der Schweiz, Deutschland England und anderen Ländern haben bereits die riesigen Wälder und schönen alten Städte bewundert. Die Gäste werden in privaten Pensionen untergebracht, um die Bevölkerung an den Einnahmen aus dem Tourismus zu beteiligen.

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