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Gepflegte Vielfalt – Naturschutz in der Senne

Ein Ort zum Durchatmen: die weite Sandlandschaft der Senne

Am Fuße des Teutoburger Waldes erstreckt sich ein buntes Mosaik aus Laub- und Nadelwäldern, Mooren, Heidelandschaft, Sandtrockenrasen, Bächen, Stillgewässern, Wiesen und Weiden: die weite Sandlandschaft der Senne. Entstanden ist diese alte Kulturlandschaft im Wesentlichen durch Beweidung, die dort bereits seit der Jungsteinzeit (etwa ab 3.500 v.Chr.) betrieben wurde und die Landschaft nachhaltig veränderte: Wo vorher ausgedehnte Wälder vorherrschten, wurde das Landschaftsbild als Folge der historischen Heidebauernwirtschaft schon bald von ausgedehnten Heideflächen geprägt.


Bedrohtes Kleinod

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Flächen jedoch nach und nach wieder aufgeforstet und die offene Heidelandschaft wandelte sich allmählich wieder zu einer Waldlandschaft. Mit dem Rückgang der Heideflächen wurden auch ihre charakteristischen Pflanzen und Tiere immer seltener: So stehen heute zum Beispiel die Heide-Nelke, der Haar-Ginster, die Zauneidechse und viele Insektenarten wie das Kleine Nachtpfauenauge auf der Roten Liste.


Schützen durch Nützen
Nur auf wenigen Standorten blieben die ursprünglichen Heideflächen erhalten. In der Senne war die Einrichtung eines Truppenübungsplatzes vor über 100 Jahren ein Gewinn für den Erhalt der Heiden, da die militärische Nutzung dafür sorgte, dass die Flächen offen blieben. Außerhalb des Truppenübungsplatzes gibt es heute nur noch vergleichsweise kleine Heideflächen in Schutzgebieten. EuroNatur unterstützt seit vielen Jahren die Biologische Station Kreis Paderborn- Senne dabei, dieses wertvolle Kleinod mit seinem Artenreichtum zu pflegen und zu erhalten.



Fotogalerie

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Wobei unterstützt EuroNatur die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne:

  • Projekt „Wildbahn Senner Pferde“: Die Senner Pferde, eine alte und sehr widerstandsfähige Rasse, leben von Mai bis Ende November auf Weideflächen im Naturschutzgebiet Moosheide, suchen sich dort ihr Futter selbst und halten durch die stetige Beweidung die Flächen frei.
  • Fachliche Betreuung der Naturschutzgebiete: Dazu gehören die Erhebung von Daten zur Flora und Fauna von Schutzgebieten, das Anlegen von Beobachtungsflächen, um Landschaftsveränderungen zu untersuchen, Führungen sowie Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Diese beinhaltet u.a. die Pflege des Internetauftritts www.senne-portal.de, über das sich Besucher über die Senne informieren können; die Erstellung von Naturerlebnisführern, Wanderkarten und weiterem Informationsmaterial sowie Vorträge über die Region.


Was wir bereits erreichen konnten - eine Auswahl unserer Erfolge:

  • Durch die vielfältigen Naturschutzmaßnahmen konnten in der Senne wertvolle Rückzugsräume für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten erhalten beziehungsweise geschaffen werden.
  • Die Senner Pferde sorgen seit fast zehn Jahren für die Offenhaltung extensiv genutzter, trockener Grünlandflächen. Im Zuge der Beweidung entstehen immer wieder Lücken in der Grasnarbe – wertvolle Kleinstlebensräume für Pionierpflanzen wie den Frühlings-Spörgel sowie für viele Boden bewohnende Insektenarten. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, das Überleben der seltenen Pferderasse dauerhaft zu sichern.
  • Wiedereinführung der Wanderschäferei: Im Süden der Stadt Bielefeld kann heute wieder eine Schafherde auf Wanderschaft gehen. Mit der Beweidung sorgen die wandernden Schafe dafür, die Heideflächen von Sträuchern frei zu halten.
  • In der Bevölkerung zeigt sich eine hohe Akzeptanz für die Naturschutzmaßnahmen in der Senne.


Partner: Biologische Station Kreis Paderborn – Senne

Förderung: Gelsenwasser AG, Stadtwerke Bielefeld GmbH, Stiftung Wetlands Foundation for Froggy & Friends, EuroNatur-Spender