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Ständig auf der Flucht

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Obwohl der Braunbär in Spanien seit 1973 unter Schutz steht, bleibt bei mancher Wildschweinjagd ein Bär auf der Strecke. Jäger konnten sich bisher immer mit fadenscheinigen Argumenten herausreden, sei es, dass sie den Bär mit einem Wildschwein verwechselt, sei es, dass sie in Notwehr gehandelt hätten. Man sollte meinen, einem Jäger gehöre der Jagdschein abgenommen, wenn er ein Wildschwein nicht von einem Bären unterscheiden kann. Von "aggressiven" Bären zu reden, ist aber vollends lächerlich. Die spanischen Bären sind durch die andauernden Nachstellungen dermaßen scheu, dass sogar Bärenschützer, die die Bärenwanderwege gut kennen und sich viel zu Fuß im Gelände bewegen, oft monatelang keinen Bären zu Gesicht bekommen. Tatsächlich ist kein einziger verbürgter Fall bekannt, in dem ein Bär in Spanien von sich aus einen Menschen angegriffen hätte. Bezeichnend auch, dass die "in Notwehr" erschossenen Bären meist Schüsse in den Flanken und im Hinterteil aufweisen.

Ob mit Kugeln, Gift oder Fallen - jedes Mittel wird angewandt, um eines Bären habhaft zu werden. So weiß man aus den letzten zwanzig Jahren von über 30 Bären, die von Wilderern getötet wurden.

Zum Fürchten sind die spanischen Bären wirklich nicht. Sie werden vor allem deshalb getötet, weil ihr Fell auf dem Schwarzmarkt sehr hohe Preise erzielt. Große Teile der Bevölkerung tolerieren das noch immer, weil sie an die Schäden denken, die Bären an Imkerständen, Obstbäumen und Maisfeldern anrichten.

Fehler im Forst

Eukalyptus-Monokulturen machen auch vor gebirgigen Regionen nicht halt. Dort verursachen sie den größten ökologischen Schaden. Nicht nur, dass Eukalyptus-Forste für einheimische Tiere und Pflanzen nicht bewohnbar sind - sie fördern auch die Erosion. Schon mancher einst dicht mit Mischwald bewachsene Berghang weist heute, nachdem Eukalyptus angepflanzt und geerntet worden ist, nur noch nackten Fels auf. Falsch eingesetzte Fördermittel der Europäischen Union leisten dieser Entwicklung, die nach kurzfristigem Profit auf Dauer tote Flächen zurücklässt, leider immer noch Vorschub - sehr zum Nachteil von Bären und anderen Wildtieren.

Projekt Braunbär

Bericht 2007

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