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Wissenschaftlicher Name: Grus grus (Grauer Kranich)

Etwa 110 – 130 cm groß (größer als Graureiher); Spannweite von 220 - 245 cm und 5 -5,5 kg schwer. Neben dem Grauen Kranich gibt es in Asien, Australien, Afrika und Nordamerika 15 weitere Kranicharten. Der Kranich ist ein "Ruderflieger". Er fliegt mit langsamen, aber kräftigen Flügelschlägen (Gegensatz: "Segelflieger" wie der Storch). Ziehende bzw. wandernde Vögel fliegen in "V"- oder Linienformation, wobei sich die an der Spitze fliegenden Vögel abwechseln. Diese Flugweise hilft, Energie zu sparen. Der europäische Bestand der nach Westen ziehenden Kraniche umfasst rund 65.000 bis 70.000 Vögel; die nach Südosten ziehenden Tiere werden auf rund 30.000 geschätzt.

Brutgebiet

Sumpf- und Bruchwälder, Röhrichte, feuchte Wiesen. Nistet am Boden im feuchten Morast bzw. auf kleinen Inseln in moorig-sumpfigem Gelände. (größere Sicherheit für Eier und Jungvögel, da so mögliche Feinde wie der Fuchs nur schwer an das Nest gelangen können).

Nachwuchs

Je nach geographischer Lage des Brutgebietes April-Mai bzw. Mai-Juni. Zwei fahlgraue, rötlich-braun gefleckte Eier. Brutdauer ca. 4 Wochen; beide Altvögel brüten. Die Eier werden von Männchen und Weibchen im 2 - 4 Stunden-Rhythmus ausgebrütet, wobei das Weibchen oft über einen längeren Zeitraum brütet. Nur eine Jahresbrut ; Nachgelege unter Umständen möglich (z. B. wenn Gelege durch Feinde zerstört wird). Die Jungen werden von den Altvögeln in die Winterquartiere "geführt", wenn sie 65-75 Tage alt sind. Der Familienverband bleibt auch dort noch zusammen. Normalerweise übernimmt je ein Elternteil für jeweils ein Küken die Pflege.

Nest

Mitunter auf Erd-/Morasthügel ohne Nistmaterial, manchmal auch umfangreicher Bau aus Schilfhalmen, Riedgras, Moos und Ähnlichem. Das etwa 80 cm im Radius messende Nest ist 20-30 cm hoch und liegt teilweise in Seichtwassergebieten.

Nahrung

Generell gehen Kraniche nur in offenem Gelände auf Nahrungssuche. Im Brutgebiet ernähren sich Kraniche hauptsächlich von größeren Insekten, kleineren Wirbeltieren und pflanzlichen Stoffen; auf dem Zug fallen sie z. B. auf abgeernteten Kartoffel-, Mais- und Getreidefeldern ein (Rastplätze auf Rügen!). Im Überwinterungsquartier (Extremadura) leben sie vorwiegend von Steineicheln, in Israel auch von Erdnüssen und Getreide.

Schutz

Nach den Bestimmungen internationaler und nationaler Gesetze streng geschützt. Der Schutz seltener Tierarten zeigt aber nur dann Wirkung, wenn auch konsequent deren Lebensräume erhalten werden.

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Bericht 2007

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