
Wissenschaftlicher Name: Lynx lynx Beschreibung Luchse sind zwischen 85 und 110 Zentimetern lang und haben eine Schulterhöhe von 50 bis 75 Zentimetern. Ihr Gewicht kann je nach Gegend sehr variieren: zwischen 15 und 35 Kilogramm. Drei wichtige Merkmale unterscheiden den Luchs von allen anderen Katzenarten wie beispielsweise der Wildkatze. Luchse sind auffallend hochbeinig, ihr Schwanz ist kurz und hat eine schwarze Spitze. Sie haben sogenannte Pinselohren; die bis zu vier Zentimeter langen Ohrenpinsel verstärken ihre Fähigkeit, Schall zu orten.
Die langen Beine werden von kräftigen Pfoten getragen. Die Flächenbelastung beträgt nur 40 Gramm je Quadratzentimeter, sodass Luchse im Winter nicht in den Schnee einsinken. Wie auf Schneeschuhen können sie sich auch bei hohen Schneelagen mit geringem Kraftaufwand fortbewegen. Lebensweise Luchse sind Kurzstreckensprinter: Sie schleichen sich bis auf wenige Meter an ihre Beute heran, überfallen sie blitzschnell und töten sie durch einen gezielten Biss in die Kehle. Luchse leben vor allem von mittelgroßen Säugetieren, von Rehen und Gemsen, gelegentlich auch von Hasen. Ab und zu erwischen sie auch Wildschweine, Füchse und Nagetiere. Was ein Luchs nicht sofort fressen kann, versteckt er und kehrt immer wieder zu diesem Riss zurück.
Luchse sind überwiegend nachtaktiv. Ihr Jagdrevier ist je nach Ergiebigkeit zwischen 20 und 100 Quadratkilometern groß. Sie sind Einzelgänger und streifen in einer Nacht bis zu 20 Kilometer durch die Wälder. Fortpflanzung Die Paarungszeit, auch Ranzzeit genannt, ist im Februar und März. Dann ist auch ein rauhes Miauen, der ansonsten sehr schweigsamen Männchen zu hören. Nach einer Tragezeit von 70 Tagen kommen ein bis vier, meist aber zwei bis drei Junge blind zur Welt. Die Jungen werden rund sechs Monate von der Mutter gesäugt. Nach ihrem ersten Winter bringen sie schon 7 bis 10 Kilogramm auf die Waage. Junge Luchse sind sehr verspielt. Nach zehn Monaten machen sie sich selbständig. Nach zwei Jahren sind sie ausgewachsen.
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