Euronatur


No English version available  
(c) Martin Schneider-Jacoby (c) Martin Schneider-Jacoby
               
  


Patenschaften


Unterstützen Sie unsere Arbeit


Zugvogel- Newsletter


Zur Anmeldung ...


Fotowettbewerb


2008





 



Nachrichten - Umweltpolitik


Naturschutz wirkt – aber nicht genug
Luchse sind europaweit bedroht (c) Djuro Huber

Die europaweiten Bemühungen um den Schutz der Natur haben in den letzen Jahren in Deutschland zwar einige Erfolge zu verbuchen gehabt, trotzdem besteht nach wie vor kein Grund zur Entwarnung. Dies zeigt der nationale FFH-Bericht des Bundesamtes für Naturschutz, der am 7. Dezember an die EU-Kommission übermittelt wurde. Danach gelten zwei Drittel der europaweit zu schützenden Arten in Deutschland als gefährdet und drei Viertel der bedeutsamen Lebensraumtypen befinden sich in einem schlechten oder unzureichenden Zustand. So ist es etwa um Luchs und Wildkatze, Moore und extensiv genutztes Grünland schlecht bestellt. Vor diesem Hintergrund und den Erfordernissen des Klimaschutzes sind Änderungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, wie sie teilweise diskutiert werden, strikt abzulehnen. Vielmehr müssten die Richtlinien weniger Ausnahmeregelungen zulassen und noch konsequenter umgesetzt werden.

Helfen Sie Luchsen in Europa und werden Sie Luchspate

Kritische Stellungnahme zum Schutz der Biodiversität in der EU (pdf-Datei, 320 kb)

Zum nationalen FFH-Bericht 2007 des Bundesamtes für Naturschutz  



12.09.2007:
Massentierhaltung verbreitet Vogelgrippe
Entenmast, (c) www.soylent-network.com

Entenmastanlage

Nach dem Vogelgrippefall im fränkischen Wachenroth, wo Ende August 160.000 Enten getötet werden mussten, ist das Virus nun auch in zwei Tochterbetrieben des damals betroffenen Entenmästers aufgetreten. Im bayerischen Landkreis Schwandorf wurden am Wochenende weitere 205.000 Enten getötet. Nachdem die Infektionsquelle in Wachenroth ungeklärt bleibt, ist in diesem Fall die Verbreitung des Virus von einer Massentierhaltung zur anderen nachgewiesen. Presse und Verbraucher reagieren darauf bislang erstaunlich unaufgeregt, verglichen mit dem bundesweiten Aufruhr nach den ersten Vogelgrippefällen auf Rügen Anfang 2006. Euronatur setzt sich europaweit für eine artgerechte und nachhaltige Landwirtschaft ein und hofft, "dass Massentötungen in diesem Ausmaß die Verbraucher aufrütteln und dazu führen, dass solches Industriefleisch zukünftig gesellschaftlich geächtet wird."

Artikel in der Süddeutschen Zeitung: Größte Keulung in Deutschland



28.08.2007:
Vogelgrippe wieder in Massentierhaltung und trotz Stallpflicht
Entenmast, (c) www.soylent-network.com

Enten in einer Mastanlage

Der neue Vogelgrippefall im fränkischen Wachenroth, wo am Wochenende 160.000 Enten vergast oder durch Elektroschock getötet werden mussten, nährt weiter den Verdacht , dass Massentierhaltung, Futterverunreinigungen und Tiertransporte und nicht die Zugvögel Hauptverantwortliche für die Ausbreitung des Virus H5N1 sein könnten. Die Infektionsquelle im aktuellen Fall bleibt allerdings vorerst ungeklärt.

Süddeutsche Zeitung: Behörden lassen 160.000 Enten töten

Vier Pfoten: Vogelgrippeausbruch in amtsbekanntem Skandalbetrieb



Biodiversitätsschutz: Anspruch und Wirklichkeit in der EU
Ziesel, (c) J. Stefan

In Deutschland bereits ausgestorben: Ziesel

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) fordert bessere politische Durchsetzungskraft für den Schutz der biologischen Vielfalt

In seiner Stellungnahme zur Biodiversitätsstrategie der EU-Kommission kommt der EWSA zu einem ernüchternden Ergebnis: So würden zwar die Brisanz der Lage und die Ursachen für den Artenschwund von der Kommission erkannt, die Umsetzung in politische Maßnahmen ließe jedoch zu wünschen übrig. Entgegen besserem Wissen würden nach wie vor Fischbestände ausgerottet, Flussauen zerstört und eine umweltschädliche Landwirtschaft gefördert. Lesen Sie dazu auch:

Die gesamte Stellungnahme als pdf-Dokument (320 kb)

 



Vogelgrippe: Wildvögel zu Unrecht unter Verdacht?
Putenmastanlage, (c) www.soylent-network.com

Nachdem nun in England die Vogelgrippe wieder in einer Massentierhaltungsanlage aufgetreten ist, fordert Euronatur eine bessere Aufklärung der Infektionsursachen. Auch eine strengere Stallpflicht hätte diesen Fall nicht verhindern können. Nach Ansicht von Euronatur sollten die Ansteckungsrisiken durch verunreinigtes Tierfutter und Tiertransporte gewissenhafter geprüft werden.

...zur Pressemitteilung



Leitfaden für einen attraktiven öffentlichen Personenverkehr
Tram in Wroclaw, (c) Euronatur

Tram in Wroclaw

Das Euronatur-Projekt im polnischen Wroclaw (Breslau) zeigt Wege auf, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ohne große Investitionen benutzerfreundlicher, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Einer dieser Wege ist eine funktionierende Kooperation zwischen Verkehrsgesellschaften, Behörden und Politikern. Die Region profitiert von einem guten öffentlichen Verkehrsnetz sowohl wirtschaftlich als auch in ihrer Lebensqualität. Verfasst wurde der Leitfaden von Euronatur-Projektleiterin Katrin Seifert. Das Euronatur-Projekt in Wroclaw wurde vom deutschen Umweltbundesamt (UBA) gefördert, welches auch Herausgeber des 64-seitigen Leitfadens ist. 

Download auf Deutsch (pdf, 814 kb)

Download auf Polnisch (pdf, 1,5 Mb)

Download auf Englisch (pdf, 866 kb)

Download auf Russisch (pdf, 1,46 MB)



Interview mit Dennis Meadows
Dennis L. Meadows, Mitverfasser der "Grenzen des Wachstums", (c) privat

„In den nächsten zwei Jahrzehnten wird sich mehr verändern als im gesamten 20. Jahrhundert"

Dennis L. Meadows, bekannter Wirtschaftsprofessor aus den USA und Mitverfasser des gerade auf Deutsch erschienenen Buches „Grenzen des Wachstums - Das 30-Jahre-Update" beantwortet im Euronatur-Interview Fragen zu einer nachhaltigen Zukunft. ...zum Interview




Druckversion
Seite versenden
Zum Seitenanfang

 

 

Allgemein


Spenden


Online Spenden