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Verhaltensregeln für Naturfotografen

Eistanz der Kraniche, 1. Platz Fotowettbewerb 2006

Der Naturfotograf darf unter keinen Umständen das Leben von Pflanzen oder Tieren gefährden oder sie in ihrer Lebensweise stören. Die Existenz und das Wohlbefinden eines Geschöpfes und seines Lebensraumes sind weit wichtiger als jedes Bild.

1. Beachten Sie in jedem Fall die gesetzlichen Naturschutzbestimmungen.

2. Machen Sie Bilder von Motiven nur in deren natürlicher Umgebung. Das Pflücken von Blumen oder das Jagen von Tieren nur um des Fotografierens willen ist völlig inakzeptabel.

3. Macht man Aufnahmen, so sollten das Objekt und seine Umgebung nicht verändert werden und man sollte mit größter Sorgfalt darauf achten, den natürlichen Schutz des Objektes nicht zu zerstören bzw. Fluchtdistanzen nicht zu unterschreiten. Besondere Vorsicht und Zurückhaltung ist beim Gebrauch von Blitzlicht anzuwenden.

4. Es wird davon abgeraten, Vögel in der Nähe ihres Nestes zu fotografieren.

5. Die Störung futtersuchender Tiere oder von Tieren, die ihre Jungen füttern, ist auf jeden Fall zu vermeiden.

6. Sammel-, Schlaf- oder Ruheplätze sollen keinesfalls gestört werden.

7. Generell sollte jede Beeinflussung der natürlichen Lebensbedingungen vermieden werden. Verzichten Sie deshalb möglichst auf Lockmittel wie das Abspielen von Vogelstimmen oder das Anfüttern von Tieren. Im Zweifel halten Sie Rücksprache mit der örtlichen Naturschutzbehörde.

8. Die Manipulation von Tieren (z.B. halten oder bewegen) oder Pflanzen (z.B. drücken) ist meistens unpassend, oft geht es auch anders und mitunter ist es völlig inakzeptabel. Wenn Bilder nur unter solch manipulierten Bedingungen aufgenommen werden können, können Sie getrost auf eine bessere Möglichkeit warten.

nach BVNF – Belgische Naturfotografenvereinigung


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