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Kampagne gegen die Vogeljagd Einige Zeit sah es so aus, als sei die Gefährdung der europäischen Zugvögel durch die Vogeljagd gebannt. Einen wichtigen Beitrag dazu hat die Vogelschutzrichtlinie der EU geleistet. Aber die Jagd auf Zugvögel ist nach wie vor eines der großen ungelösten Probleme im Naturschutz, deren Lösung sich Euronatur seit Jahren intensiv widmet. Nachrichten - Vogeljagd spektrumdirekt berichtet über Zugvogeljagd
In einem aktuellen Hintergrundbericht beleuchtet das online-Wissenschaftsmagazin spektrumdirekt das Thema Zugvogeljagd. Wann wird welchen Vögeln wo und wie nachgestellt und warum wirkt sich gerade die Frühjahrsjagd so verheerend auf die Bestände aus? Lesen Sie mehr unter der Überschrift „Gefährliche Reise“...
Erste Zugvögel kehren zurück
Vogeljagd macht Vogelzug zu Spießrutenlauf
Die ersten Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren im Süden Europas und Afrika zurück. Zeitgleich läuft die Jagd auf die Heimkehrer in Ländern wie Albanien, Montenegro und Kroatien auf Hochtouren. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Slowenien...
Frühjahrsjagd auf Malta vorzeitig beendet
Die maltesische Regierung hat die umstrittene Frühjahrsjagdsaison auf Wachteln und Turteltauben vorzeitig beendet, nachdem wiederholt auch auf geschützte Arten wie den stark bedrohten Wespenbussard geschossen worden war.
Vogeljäger töten über 100 Millionen Wildvögel pro Jahr
Nach einer in der Fachzeitschrift „Berichte zum Vogelschutz (Nr. 42)“ publizierten Studie, in der Daten aus 27 europäischen Ländern ausgewertet wurden (hauptsächlich Angaben der offiziellen Jagdstrecken der Behörden), werden in Europa jedes Jahr weit über 100 Millionen Vögel legal geschossen oder gefangen. An die Spitze der Statistik haben sich mit mehr als 25 Millionen toten Vögeln die französischen Jäger geschossen, dicht gefolgt von ihren Kollegen aus Großbritannien (22 Millionen) und Italien (17 Millionen). Beliebteste Jagdbeute sind Singvögel wie Lerchen, Amseln oder Drosseln, die rund ein Drittel der Gesamtstrecke ausmachen. Aber auch Millionen Hühnervögel, Tauben, Watvögel, Rallen, Enten und Gänse werden getötet. Dabei wird keine Rücksicht auf in ihrem Bestand rückläufige Arten wie Feldlerche, Kiebitz, Wachtel oder Bekassine genommen. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass die Jagd für zahlreiche europäische Vogelarten einen bedeutenden Mortalitätsfaktor darstellt. Die Dunkelziffer der illegalen Jagd ist mit Sicherheit hoch. Außerdem wurden in der Studie die meisten Länder Südosteuropas nicht berücksichtigt, wo ebenfalls jedes Jahr Hunderttausende Zugvögel weitgehend unkontrolliert geschossen werden.
Bezug der Studie über den Deutschen Rat für Vogelschutz: www.drv-web.de Freiwillige für Einsatz gegen Vogelfang auf Zypern gesucht
Zypern ist ein wichtiges Durchzugsgebiet für Millionen von Zugvögeln. Der illegale Fang und die Jagd sind aber nach wie vor ein grosses Problem. Im Spätsommer/Herbst 2006 findet darum am Kap Greco ein Vogelschutzcamp statt, um die Wilderei zu bekämpfen. Gesucht werden motivierte, erfahrene Feldornithologinnen und Feldornithologen, die sich für einen mindestens zweiwöchigen Einsatz verpflichten. Unterkunft und Essen sind unentgeltlich.
InteressentInnen wenden sich für weitere Auskünfte bitte direkt an Erika Loosli, Schorenstr 33, 3645 Gwatt, Schweiz, E-mail: flora.ch@gmx.net, Tel (0)33/ 336 30 45
Einstelldatum: 25.7.2006 Jagd auf den Ostervogel
Nicht der Osterhase, sondern frühbrütende Vogelarten wie der Kiebitz lieferten die Ostereier bevor diese aus Schokolade hergestellt und in Aluminium verpackt in die Nester der Kinder wanderten. Heute wird der Kiebitz, mit seinem Federschopf, dem markanten „kiuwit“-Ruf und dem auffallenden Schaukelflug immer seltener. Neben dem Verschwinden seines Lebensraumes aus Feuchtwiesen ist die Jagd nach wie vor eine der größten Bedrohungen. Allein in Frankreich werden jedes Jahr schätzungsweise eine halbe Million Kiebitze geschossen. ... zur Pressemitteilung Erste Rothalsgänse im Wintergebiet
Am Nachmittag des 13. Dezember trafen die ersten 70 Rothalsgänse im Euronatur-Projektgebiet in Bulgarien ein. Die Rothalsgans (Branta ruficollis) gilt als gefährdete Art, denn 80 bis 90% des Bestandes überwintern in nur fünf Überwinterungsgebieten in Bulgarien und Rumänien. Euronatur hilft diese Gebiete durch Landkauf zu schützen. mehr... Die folgenden Artikel aus dem euronatur-Magazin geben Aufschluss über die Situation in den jeweilligen Ländern und die Aktivitäten von Euronatur. Weitere Informationen zur Euronatur-Kampagne gegen die Vogeljagd finden sich auch im "Zugvogelbericht".
Die Vogeljagd entlang der zentraleuropäischen Zugvogel-Flugroute über die Adria ist eine der größten Bedrohungen für viele weltweit gefährdete Zugvogelarten. Mangelhafte Jagdgesetze, unzureichende oder fehlende Kontrollen, aber auch alte Traditionen oder Geschäftemacherei sind die Ursachen dafür, dass alljährlich viele Millionen Vögel ihr Leben lassen müssen.
Die Vogeljagd auf Malta ist traditionell fest verankert und genießt oftmals die Rückendeckung der politisch Verantwortlichen. Deshalb gilt Malta nicht zu unrecht als das "enfant terrible" unter den Vogeljagdnationen - in den letzten Jahren gab es aber auch erfreuliche Fortschritte.
Zur Jagdsaison ist Kroatien das bevorzugte Reiseland vieler italienischer Jäger. Fehlende oder unzureichende Kontrollen in den Schutzgebieten und an den Grenzen sorgen für einen regelrechten Spießrutenlauf für Wasservögel in den Feuchtgebieten entlang der Adriaküste.
Der Küstenstreifen Montenegros mit den dahinter aufragenden "Schwarzen Bergen" dient vielen Zugvögeln als "Tankstelle" zur Rast vor dem Flug über die Adria. Doch die großen Schwärme von früher leben heute nur noch in den Erzählungen der Jäger.
Jedes Jahr landen Millionen Zugvögel auf den Tellern libanesischer "Feinschmecker". Euronatur kämpft gemeinsam mit der libanesischen Partnerorganisation SPNL für ein Umdenken und bessere Kontrollen im Libanon. Zur Projektseite "Libanon".
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