© Claus-Peter Hutter

Eine Allianz für die Alpen

Gefährdete Vielfalt: Bergwiese mit Thymian und Klappertopf.
Gefährdete Vielfalt: Bergwiese mit Thymian und Klappertopf.

Felsen, Geröllfelder, Seen, Moore, Bachläufe, Bergwälder sowie artenreiche Wiesen und Weiden – die landschaftliche Vielfalt der Alpen macht sie zu einem Hotspot der Biodiversität in Europa und zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch für den Tourismus ist dieser Naturraum von großer Bedeutung. 



Die Berglandwirtschaft verschwindet
Die extensive landwirtschaftliche Nutzung von Almen, Streuwiesen und Magerrasen leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der großen Artenvielfalt in den Alpen. Diese Form der Bewirtschaftung ist jedoch sehr arbeitsintensiv und wirft häufig nur geringe Erträge ab. So geben immer mehr Landwirte die Bewirtschaftung ihrer Flächen auf und die wertvollen Offenlebensräume wachsen nach und nach zu. Die verbleibenden Betriebe konzentrieren sich zunehmend auf die Flächen in den zugänglicheren Lagen und bewirtschaften diese zum Teil unter hohem Einsatz von Maschinen und Düngemitteln.



Gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft in den Alpen
Die derzeitige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik begünstigt diesen Strukturwandel wesentlich. Diese fördert seit Jahren eine auf Hochleistung getrimmte Landwirtschaft, die möglichst viele und möglichst billige Nahrungsmittel produzieren soll. Eine Chance, dies zu ändern, bietet die anstehende Agrarreform.

Im Herbst 2011 startete EuroNatur die von der Mava-Stiftung geförderte Initiative „Allianz für Landwirtschaft und Naturschutz in den Alpen“. Darin haben sich rund 20 Bauern- und Naturschutzverbände zusammengeschlossen, um für eine Erhaltung der Berglandwirtschaft einzutreten. Gemeinsam schalten sich die Organisationen in die Diskussion über die EU-Agrarpolitik nach dem Jahr 2013 ein und versuchen, diese in ihrem Sinn zu beeinflussen. Als Grundlage dafür hat EuroNatur in Zusammenarbeit mit den Partnern der Allianz ein Positionspapier erarbeitet. Darin analysieren und bewerten die Verbände den von der EU-Kommission vorgelegten Gesetzestext und zeigen konkrete Verbesserungsvorschläge auf.

Mehr Informationen zum Projekt sowie die Forderungen der Verbändeallianz für eine zukunftsfähige Berglandwirtschaft finden Sie im Positionspapier „Alpine Vielfalt erhalten“ (pdf-Datei, 2,2 Mb).

 

Mehr über die Allianz für Landwirtschaft und Naturschutz 

 

Förderung: MAVA-Stiftung



Das Positionspapier steht in den folgenden fünf Sprachen zum Download bereit:

  • deutsch
  • englisch
  • französisch
  • italienisch
  • slowenisch


 

Alpine Vielfalt erhalten (PDF 2,2 MB)

Forderungen der Allianz für Landwirtschaft
und Naturschutz in den Alpen für
eine zukunftsfähige Berglandwirtschaft

(Vollversion)  


 

Maintain alpine diversity (PDF 2,2 MB)

Demands of the Alliance for Agriculture
and Nature Conservation in the Alps for
viable and sustainable mountain farming

(Vollversion)  

 


 

Préserver la diversité dans les Alpes (PDF 1,2 MB)
Recommandations de l’Alliance pour l’agriculture
et la protection de la nature dans les Alpes en
vue d’une agriculture de montagne durable

(Kurzfassung)


 

Conservare la diversità alpina (PDF 1,2 MB)
Richieste dell’Alleanza per l’agricoltura e la
protezione della natura nelle Alpi per
un’agricoltura di montagna capace di futuro

(Kurzfassung)


 

Ohraniti alpsko raznolikost (PDF 1,4 MB)
Zahteve Zveze za kmetijstvo in varstvo narave
v Alpah za oživitev hribovskega kmetijstva

(Kurzfassung)