Dank Wildnisfonds: Neue Schutzgebiete am Grünen Band

Stiftungen am Grünen Band erwerben mit Mitteln aus dem Wildnisfonds insgesamt knapp 400 Hektar, auf denen nun Wildnis entstehen darf. Die in der Initiative „Wildnis in Deutschland“ vertretenen Naturschutzorganisationen bezeichnen das von der Bundesregierung geschaffene Finanzierungsinstrument als Meilenstein für erfolgreichen Naturschutz. Weitere Projekte stehen vor der Bewilligung.

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Am Grünen Band Deutschland befinden sich noch naturnahe Buchenwälder.

© Wildnis in Deutschland.de, Daniel Rosengren/FZS
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Am Grünen Band findet das heimliche und bedrohte Haselhuhn noch Rückzugsmöglichkeiten.

© Wildnis in Deutschland.de, Daniel Rosengren

Die Stiftung Naturschutz Thüringen erwirbt mit Mitteln aus dem Wildnisfonds ein 318 Hektar großes Waldgebiet am ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet, dem sogenannten Grünen Band. Im ‚Wilden Frankenwald‘ kann nun mit direkt angrenzenden, bereits bestehenden Naturschutzflächen ein 1.700 Hektar großes Wildnisgebiet mit bundesweiter Bedeutung entstehen. „Dieser Abschnitt am Grünen Band Deutschland ist ein kleiner, aber feiner Mosaikstein des ungleich größeren Europäischen Grünen Bandes, das sich vom Nordmeer bis zur Adria und zum Schwarzen Meer erstreckt“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. „Wir müssen den Verlust von Arten und Lebensräumen in Europa schleunigst stoppen. Die Ausweisung von Wildnisgebieten ist eine Stellschraube hierfür. Das Grüne Band Europa bietet über Deutschland hinaus noch echte Wildnis und hat somit großes Potential, das Artensterben aufzuhalten“, so Schwaderer weiter.  


Hintergrundinformationen:

„Wildnis in Deutschland“ ist eine Initiative der „Strategiegruppe Naturschutzflächen“ des Dachverbandes Deutscher Naturschutzring, der 19 Umweltstiftungen und Verbände, darunter EuroNatur, angehören und die sich für mehr Wildnis in Deutschland einsetzt. Zahlreiche Expertinnen und Experten sowie das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz unterstützten die Initiative.

Wildnisfonds: Seit Juli 2019 können Stiftungen und Naturschutzorganisationen über den Wildnisfonds Gelder für den Kauf von Flächen oder deren Nutzungsrechte beantragen. Privatwaldbesitzerinnen und Privatwaldbesitzer, Kommunen oder Kirchenverwaltungen erhalten somit die Möglichkeit, sich ihr Engagement für den Naturschutz entlohnen zu lassen, indem sie ihre Flächen dauerhaft für die Wildnisentwicklung bereitstellen.

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