Der „Fall Vjosa“ geht in die nächste Runde

Nachdem das albanische Verwaltungsgericht Anfang Mai den Bau des Wasserkraftwerks „Pocem“ vorerst verbot, haben vergangenen Freitag die albanische Regierung und das für den Bau des Kraftwerks zuständige Unternehmen Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. EuroNatur und ihre Partnerorganisationen werden die juristische Auseinandersetzung fortführen.

Bangen um die Vjosa: Noch fließt einer der letzten Wildflüsse Europas weitestgehend ungezähmt durch die albanische Landschaft. © Gregor Subic

Der Kampf gegen das geplante Wasserkraftwerk „Pocem“ ist noch nicht vorbei. Am 2. Mai hatte der albanische Verwaltungsgerichtshof unserer Klage stattgegeben (wir berichteten): Das Wasserkraftwerk darf vorerst nicht gebaut werden. Die Grundlagen für die Konzessionsvergabe waren äußerst mangelhaft.

Daraufhin haben am 19. Mai die albanische Regierung und die für den geplanten Bau zuständige türkische Baufirma Berufung eingelegt. „Dies war zu erwarten. Entsprechend gut sind wir mit unseren Partnern darauf vorbereitet, den Kampf für eine wilde Vjosa vor Gericht fortzusetzen, wenn nötig bis zum Obersten Gerichtshof“, sagt Theresa Schiller, Projektleiterin bei EuroNatur. Die nächste Entscheidung im „Fall Vjosa“ wird im Herbst 2017 erwartet.

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