EuroNatur-Projektgebiete in Nordmazedonien sollen Schutzstatus erhalten

Erfreuliche Nachricht: Das Shar-Gebirge in Nordmazedonien könnte bald Nationalpark werden. Darauf haben EuroNatur und ihre Partner lange hingearbeitet. Auch das Osogovo-Gebirge soll zum Schutzgebiet erklärt werden.

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Rauer Charme: Das Shar-Gebirge gehört zu den ursprünglichsten Gebirgslandschaften Europas.

© Ljubomir Stefanov

Das Shar-Gebirge im Dreiländereck von Nordmazedonien, Albanien und dem Kosovo ist eine grandiose Bergwelt, wie es sie sonst in Europa kaum noch gibt. EuroNatur hat sich gemeinsam mit ihrer nordmazedonischen Partnerorganisation MES lange Zeit darum bemüht, dass die Naturperle am Grünen Band auch in Nordmazedonien unter Schutz gestellt wird. Als die verschiedenen Regierungen in Skopje nichts an ihrer Hinhaltetaktik änderten, haben wir uns darauf fokussiert, dass die Initiative zur Unterschutzstellung von der lokalen Bevölkerung ausgehen muss. Es haben sich Aktionsgruppen gegründet, die etwa den Aufbau ökotouristischer Angebote vorangetrieben haben. Die Aktionsgruppe „Freunde des Shar-Gebirges“ rief eine Pro-Nationalpark-Kampagne ins Leben.

Offensichtlich haben die Aktivitäten der lokalen Bevölkerung im Shar-Gebirge die Verantwortlichen in Skopje zum Umdenken motiviert. Das Ministerium für Umwelt und Raumordnung hat am 5. Mai 2020 die Initiative zur Ausweisung des Shar-Gebirges zum Nationalpark angenommen. Zwar müssen noch einige Hürden genommen werden und bis zur konkreten Umsetzung mit Schaffung einer Nationalparkbehörde und der Erstellung eines Managementplans wird es noch dauern; doch das Signal aus Skopje ist positiv. Mit unseren Partnern werden wir den weiteren Prozess begleiten.

Parallel dazu hat das Ministerium mitgeteilt, dass auch das Osogovo-Gebirge an der bulgarisch-nordmazedonischen Grenze als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden soll.

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