Europäisches Storchendorftreffen in Češinovo-Obleševo

Die Weißstörche in der nordmazedonischen Gemeinde Češinovo-Obleševo profitieren vom reichhaltigen Angebot der Reisfelder rund um das 2013 von EuroNatur ausgezeichnete Storchendorf. Vom 12. bis 15. Juni 2019 fand hier das 16. Europäische Storchentreffen statt.

Schülerinnen der Gemeinde Češinovo-Obleševo in Nordmazedonien führen Storchentanz auf
Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinde führten in liebevoll gestalteten Kostümen Tanz und Musik auf. © Andi Götz
Storchennest auf Dach in Češinovo-Obleševo in Nordmazedonien
Storchennest in Češinovo-Obleševo, in diesem Fall auf einem Haus und nicht auf einem Strommast. © MES

Zusätzlich zu den Störchen und den etwa 7500 Einwohnern von Češinovo-Obleševo bewohnten Mitte Juni bis zu 50 Vertreter des Netzwerks Europäischer Storchendörfer die Gemeinde. Den inhaltlichen Schwerpunkt des diesjährigen Treffens bildete das Thema Stromtod (Elektrokution) und Kollision von Störchen mit Strommasten und -leitungen – eine tödliche Gefahr für die großen Segelflieger. Die Storchenschützer aus den verschiedenen Storchendörfern haben hierzu ihre Erfahrungen ausgetauscht; zusätzliches Wissen trugen externe Experten vor, die sich intensiv mit dem Thema befasst haben.

Was bei den Diskussionen deutlich wurde: Die Verhinderung von Elektrokution ist eine Daueraufgabe. Viele Weißstörche nutzen die Strommasten als Alternative zu Bäumen oder Hausdächern für den Bau ihres Nestes, so auch in  Češinovo-Obleševo. Doch selbst wenn der Mast vogelfreundlich umgestaltet wurde, benötigen die Horste weitere Pflege. Die Störche schaffen nämlich permanent Nistmaterial heran und wenn die Äste überstehen, erhöht sich wiederum das Risiko von Stromschlägen.

Wie sehr die Gemeinde Češinovo-Obleševo hinter der Auszeichnung Storchendorf steht, wurde deutlich, als sich viele Schulklassen am Storchenhaus versammelten und auf der Bühne Tanz- und Musikaufführungen in liebevoll gebastelten Kostümen darboten. Das Interesse an Meister Adebar ist bei der jungen Generation in Češinovo-Obleševo geweckt.

 

Sie wollen helfen?

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

EU-Beschwerde gegen rumänische Behörden wegen anhaltender Abholzungen

Die Naturschutzorganisationen EuroNatur, Agent Green und ClientEarth heben ihren Kampf gegen illegale Fällungen von Urwäldern in Rumänien auf die...

Saline Ulcinj ist RAMSAR-Gebiet

Die Freude ist groß: Nachdem die Saline Ulcinj in Montenegro Ende Juni endlich zum Naturpark erklärt wurde, genießt der Salzgarten an der Adria nun...

Naturfilm-Festival in Radolfzell

Das Schweizer Festival „Filme für die Erde“ findet am 20. September 2019 zum neunten Mal statt. An diesem Tag werden spannende Tierdokus und...

30 Jahre Öffnung Eiserner Vorhang: Vom Todesstreifen zur Linie des Lebens

++ Impuls für großes Vorhaben: Das Grüne Band Europa soll UNESCO-Welterbe werden ++ Paneuropäisches Frühstück an historischem Ort ++

Stromleitungen: Tödliche Gefahr für Zugvögel

++ Herbstlicher Vogelzug hat begonnen ++ Hochspannungsleitungen fordern weltweit Millionen Opfer unter Zugvögeln ++ Internationale Kampagne zum...

Open Air Kinoabend mit EuroNatur

Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur veranstaltet am Montag, 19. August 2019 im Hof der Geschäftsstelle in der Westendstraße 3 in...

Auszeichnung für die „mutigen Frauen von Kruščica“

++ EuroNatur-Preis 2019 geht an Flussschützerinnen aus Bosnien-Herzegowina ++ Energiekonzerne wollen die letzten Wildflüsse Europas ausbeuten, doch...

Spektakuläre Kletteraktion zum Schutz der Urwälder in den rumänischen Karpaten

Umweltorganisationen protestieren gegen drohende Zerstörung des UNESCO-Weltnaturerbes durch Straßenbau und Abholzungen in Rumänien

Fotosafari durch Europas Natur

Platzstreitigkeiten unter Tannenhähern, eine „diebische Elster“ und ein stolzer Seepferdchenpapa gehören zu den diesjährigen Siegerbildern des...

Protestwelle gegen den Staudammwahn auf dem Balkan

++ Erstmalig fanden internationale Protestwochen für die Balkanflüsse statt ++ In zahlreichen Balkanstaaten gingen insgesamt bis zu tausend Menschen...

Rüffel für Rumänien: Welterbe Buchenurwälder nicht ausreichend geschützt

++Welterbe-Komitee bemängelt Management der Buchenurwälder in Rumänien++Bewertung des Komitees betrifft die gesamte Welterbestätte, auch die deutschen...

Erfolg für den Naturschutz: Saline Ulcinj zum Naturpark erklärt

++ Salzgarten in Montenegro wird endlich geschützt ++ Über 15 Jahre hat die Stiftung EuroNatur für das wichtige Zugvogelgebiet gekämpft ++

Europäisches Storchendorftreffen in Češinovo-Obleševo

Die Weißstörche in der nordmazedonischen Gemeinde Češinovo-Obleševo profitieren vom reichhaltigen Angebot der Reisfelder rund um das 2013 von...

Landnutzung im Einklang mit Balkanluchs und Wiesenotter

EuroNatur und DBU: „Grünes Band Balkan“ ist einer der Hotspots europäischer Artenvielfalt

Neue Heimat in Kroatien für rumänischen Luchs

Doru, ein vier Jahre alter Luchs aus den rumänischen Karpaten, wurde im kroatischen Risnjak-Nationalpark ausgewildert. Bei Doru handelt es sich um den...

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung