Europas größtes Flussschutzgebiet kurz vor Anerkennung

Entlang der drei Flüsse Donau, Drau und Mur könnte bald Europas größtes Flussschutzgebiet entstehen. Nachdem auch Österreich grünes Licht gegeben hat, haben fünf Länder (neben Österreich auch Slowenien, Ungarn, Kroatien und Serbien) am 7. Mai die Antragsdokumente für ein 5-Länder-Reservat bei der UNESCO eingereicht.

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Silberweiden sind die typische Baumart in vielen Wäldern entlang des Flusssystems.

© Martin Schneider-Jacoby

Zwischen Österreich und Serbien liegt eine der letzten intakten dynamischen Flusslandschaften Europas: Die Donau-Drau-Mur-Region. Nachdem einzelne Abschnitte in den jeweiligen Anrainerstaaten bereits Schutzstatus genießen, könnte bald das gesamte Flusssystem unter Schutz gestellt werden. Es erstreckt sich auf einer Länge von 700 Kilometern und ist rund 930.000 Hektar groß. Das Herzstück dieser auch als „Amazonas Europas“ bekannten Region bilden die Auenlandschaften. Hier sind unter anderem Europas größte Bestände von Seeadlern heimisch (über 140 Brutpaare). Das Biosphärenreservat wäre eine Modellregion für länderübergreifenden Naturschutz in Europa mit großer Strahlkraft. Seit 1990 setzt sich EuroNatur mit ihren Partnern (u.a. dem WWF Österreich) für den Schutz von Donau, Drau und Mur ein. Nach 30 Jahren ist das Ziel nun zum Greifen nah: Die Anerkennung des Biosphärenreservats durch die UNESCO wird im Sommer 2021 erwartet.

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