Fledermaushotel gut belegt

Die Gewölbe der ehemaligen Ostquellbrauerei in Frankfurt an der Oder sind auch in diesem Winter gut besucht: 1.425 überwinternde Fledermäuse wurden in der Brauereiruine bei der diesjährigen Winterzählung erfasst, darunter Arten wie das Große Mausohr, die Fransen- oder die Wasserfledermaus.

Mausohrfledermäuse sind die häufigsten Wintergäste in der ehemaligen Brauerei. © Dietmar Nill

Die unterirdischen Gewölbekeller des alten Gemäuers gehören zu den bedeutendsten Winterquartieren für Fledermäuse in ganz Deutschland. Häufigster Vertreter im „Winterhotel“ ist seit Jahren das Große Mausohr, das europaweit gemäß der FFH-Richtlinie streng geschützt ist. Dicht aneinander gekuschelt hängen die Tiere kopfüber von den Gewölbedecken oder verstecken sich in den unzähligen Nischen und Spalten. Die feuchten, frostfreien und gut durchlüfteten Räume bieten den Flattermännern ein ideales Mikroklima zum Überwintern. 


Die Sanierung des einsturzgefährdeten Gebäudes war Teil eines inzwischen abgeschlossenen Fledermausschutzprogramms von EuroNatur: Mithilfe lokaler Partner hat EuroNatur fast 40 Bunker, Eis- und Brauereikeller im deutsch-polnischen Grenzgebiet für den Einsatz als Fledermauswinterquartiere optimiert. Engagierte Helfer vor Ort überwachen auch weiterhin den Zustand der Bauten und führen jährlich eine Zählung der überwinternden Arten durch. Insgesamt konnten sie auch in diesem Jahr stabile Winterbestände in der ostbrandenburgischen Grenzregion feststellen.


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