„Hände weg von der Vjosa!“

Unter dem Motto “Mos ma prek Vjosën (Hände weg von der Vjosa!)” fand ein stimmungsvolles Open-Air-Konzert in Tirana statt. Die Musiker setzten damit ein hörbares Zeichen für den Schutz des albanischen Wildflusses.

Die beiden Initiatorinnen des Konzerts: Eda Zari (links) und Edina Duni © Moris Rama
Das große Finale: Alle Musiker singen gemeinsam für eine frei fließende Vjosa. © Moris Rama

Über dem Skanderbeg-Platz im Zentrum Tiranas liegt eine feierliche Atmosphäre, als alle Musiker für das Abschlusslied noch einmal gemeinsam die Bühne betreten. Die rund 4000 Menschen im Publikum zücken ihre Smartphones und halten diesen Moment fest. Es ist der emotionale Höhepunkt eines Konzerts der ganz besonderen Art.

Prominente albanische Sänger und Bands unterschiedlichster Stilrichtungen kamen am Abend des 18. Oktober in Tirana zusammen, um für eine frei fließende Vjosa und gegen die geplanten Staudammprojekte am Flusslauf zu musizieren. Initiiert wurde die Veranstaltung von den beiden bekannten albanischen Sängerinnen Eda Zari und Elina Duni. „Die Vjosa ist nicht nur eine Lebensader für unser Land, sie ist auch ein kulturelles Erbe. Mit diesem Konzert erheben wir unsere Stimmen gegen die Zerstörung dieses einzigartigen Natur- und Kulturjuwels!“, sagte Eda Zari, die auch offizielle Kulturbotschafterin ihres Landes ist.

Die Vjosa im Süden Albaniens gilt als der letzte große Wildfluss Europas außerhalb Russlands. Für ihren Schutz engagieren sich EuroNatur und ihre Partnerorganisationen Riverwatch und EcoAlbania seit vielen Jahren. Dass nun auch Künstler die Initiative unterstützen, ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Schutzbemühungen in der albanischen Gesellschaft auf Zustimmung stoßen.

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