Historische Annäherung zwischen Mazedonien und Griechenland

Dieser Teil des Prespa-Sees könnte künftig in "Nord-Mazedonien" liegen. © Martin Schneider-Jacoby

Gestern haben die Außenminister von Mazedonien und Griechenland in der Grenzregion des Prespa-Sees eine Vereinbarung  unterzeichnet, die zur Beilegung des langjährigen Namensstreits um Mazedonien beitragen soll. „Wir freuen uns für unsere mazedonischen Naturschutzpartner. Mit der Beilegung des Namensstreits wird ein Problem aus dem Weg geräumt, das Mazedonien auf dem Weg in die Europäische Union wie ein Mühlstein um den Hals hing. Ein EU-Beitritt des Landes würde ganz neue Möglichkeiten eröffnen, die besonderen Naturschätze Mazedoniens und am Grünen Band Balkan vor der Zerstörung zu bewahren“, sagt Annette Spangenberg von EuroNatur.

Griechenland spricht dem Nachbarland das Recht auf den historischen Namen Mazedonien (Altgriechisch: Makedonia) ab. Künftig soll die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Nord-Mazedonien heißen. Als Gegenleistung will Athen den Weg des Landes in die EU und zur Nato nicht länger blockieren. Bis zur vollen Umsetzung des Abkommens ist es allerdings noch ein weiter Weg. In den kommenden Wochen muss das Parlament in Skopje die Vereinbarung befürworten. Im Herbst wird es eine Volksabstimmung über die notwendige Verfassungsänderung in Mazedonien geben. Danach wird das griechische Parlament über die Billigung des Abkommens beraten. 

Sie wollen helfen?

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Protestwelle gegen den Staudammwahn auf dem Balkan

++ Erstmalig fanden internationale Protestwochen für die Balkanflüsse statt ++ In zahlreichen Balkanstaaten gingen insgesamt bis zu tausend Menschen...

Rüffel für Rumänien: Welterbe Buchenurwälder nicht ausreichend geschützt

++Welterbe-Komitee bemängelt Management der Buchenurwälder in Rumänien++Bewertung des Komitees betrifft die gesamte Welterbestätte, auch die deutschen...

Erfolg für den Naturschutz: Saline Ulcinj zum Naturpark erklärt

++ Salzgarten in Montenegro wird endlich geschützt ++ Über 15 Jahre hat die Stiftung EuroNatur für das wichtige Zugvogelgebiet gekämpft ++

Europäisches Storchendorftreffen in Češinovo-Obleševo

Die Weißstörche in der nordmazedonischen Gemeinde Češinovo-Obleševo profitieren vom reichhaltigen Angebot der Reisfelder rund um das 2013 von...

Landnutzung im Einklang mit Balkanluchs und Wiesenotter

EuroNatur und DBU: „Grünes Band Balkan“ ist einer der Hotspots europäischer Artenvielfalt

Neue Heimat in Kroatien für rumänischen Luchs

Doru, ein vier Jahre alter Luchs aus den rumänischen Karpaten, wurde im kroatischen Risnjak-Nationalpark ausgewildert. Bei Doru handelt es sich um den...

Rapider Artenverlust: Europas letzte Urwälder müssen geschützt werden

Abschlusskonferenz des Weltbiodiversitätsrates bestätigt, wie ernst die Situation der biologischen Vielfalt ist ++ Eine der dringendsten Maßnahmen ist...

Wasserkraftprojekt Mokrice auf Eis gelegt

Gute Nachrichten von der Save: Unser Einspruch gegen den Bau des Wasserkraftwerks Mokrice an der slowenisch-kroatischen Grenze war erfolgreich. Das...

100.000 Unterschriften für Vogelparadies an der Adria

++ 90.000 Unterschriften an Montenegros Premierminister Duško Marković übergeben ++ Dauerhafter Schutz des Salzgartens an der Adria ist Bedingung für...

Nordmazedonien: Tabuzonen für Wasserkraftwerke müssen ausgewiesen werden

++ NGOs, Regierungsvertreter, Experten, Wasserkraft-Unternehmer und die lokale Bevölkerung diskutieren Probleme und Lösungen bei internationaler...

Tausende Weißstörche werden Opfer illegaler Vogeljagd

++ Vogelzug ist in vollem Gange ++ Jedes Jahr 25 Millionen illegal getötete Vögel, darunter Tausende Weißstörche ++ Internationale Kampagne zum...

Fotowettbewerb 2019 geht auf die Zielgerade

Der Countdown läuft: Am 31. März ist Einsendeschluss für den Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2019“.

375.386 Menschen fordern starkes EU-Recht für sauberes Wasser

In einem Bündnis haben zahlreiche europäische Umwelt- und Naturschutzverbände in den letzten Monaten für eine breite Beteiligung an einer öffentlichen...

Balkanflüsse im Europaparlament

Vertreterinnen des Blue Heart-Teams präsentierten im Rahmen der Veranstaltung „Rettet die Balkanflüsse: Widerstand gegen Wasserkraftwerke auf dem...

Schreibwettbewerb startet in dritte Runde

EuroNatur sucht wieder Ihre schönsten Gedichte und Kurzgeschichten. Beim diesjährigen Schreibwettbewerb lautet das Motto „Über Grenzen“.

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung