Hohe Erwartungen an neue Bundeslandwirtschaftsministerin

Ökologische Verbändeplattform fordert von Julia Klöckner, der neuen Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung, den Einsatz für grundlegende Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Brüssel.

<p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p>

Wird es unter der neuen Landwirtschaftsministerin wieder mehr Platz für blühende Wiesen geben?

© Gunther Willinger

23 Verbände aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Entwicklungspolitik und Tierschutz wenden sich in einer gemeinsamen Stellungnahme zur EU-Agrarpolitik an Julia Klöckner und erwarten von der frisch vereidigten Landwirtschaftsministerin, dass sie sich für eine Agrarpolitik einsetzt, die einen echten Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Die Aufgaben, die vor Klöckner liegen, sind hoch: Arten- und Höfesterben haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen; die bisherige Agrarpolitik der EU ist gescheitert.

Die Verbändeplattform, der auch EuroNatur angehört, plädiert dafür, dass die im Rahmen der GAP eingesetzten Gelder an konkrete Leistungen zur Verbesserung der Umweltwirkungen, der biologischen Vielfalt und des Tierwohls geknüpft werden. Um kleine und mittlere Betriebe besser zu unterstützen und die Zahlungen gerechter zu verteilen, sprechen sich die Verbände für einen höheren Aufschlag auf die ersten Hektare je Betrieb aus.

Wie sich die neue Landwirtschaftsministerin positionieren wird, ist schwer abzuschätzen. Zum Thema Tierwohl äußerte sich Julia Klöckner am 19. Februar folgendermaßen: „Ich finde es unerträglich, wenn Puten aufgrund ihres Gewichts nicht mehr stehen können. Das ist nicht tiergerecht.“ Andererseits will sie auf ökologisch bewirtschafteten Flächen konventionelle Pflanzenschutzmittel erlauben – ein ernstgemeinter Wandel in der Landwirtschaftspolitik sieht anders aus.

Die Stellungnahme der Verbände-Plattform finden Sie hier.

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv:

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Saline Ulcinj bleibt Staatseigentum

Jahrelang war die Eigentumsfrage in der Saline Ulcinj nicht geklärt. Heute hat der Rat für Privatisierung in Montenegro einstimmig beschlossen, die...

Shar-Gebirge endlich zum Nationalpark erklärt!

EuroNatur und ihre Partnerorganisationen MES und Friends of Shara begrüßen den Gesetzesbeschluss, mit dem das Shar-Gebirge zum Nationalpark erklärt...

Zweiter Jahrestag der Ernennung der Saline Ulcinj zum Naturpark

Die Saline Ulcinj beherbergt mehr als 250 Vogelarten und ist ein ideales Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet. Um die reiche Flora und Fauna des...

Gefahr für griechisches Feuchtgebiet

Internationales Naturschutzbündnis ruft Alarmstufe Rot aus: Experten fordern den griechischen Premierminister Mitsotakis auf, die Zerstörung des...

Das Artensterben stoppen! EuroNatur-Preis für Forschende des Weltbiodiversitätsrats

++ EuroNatur-Preis 2021 geht an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and...

Goldman-Naturschutzpreis für die „mutigen Frauen von Kruščica“

++ Flussschützerinnen aus Bosnien-Herzegowina erhalten Goldman Environmental Prize ++ Zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren wurde damit eine...

Wissenschaftswoche an den Zuflüssen der Vjosa

++ 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Österreich, Albanien, Italien und Deutschland untersuchen eine Woche lang die beiden größten...

Geplanter Kalivaç-Staudamm endgültig vom Tisch

Großartige Neuigkeiten für die albanische Vjosa: Der Kalivaç-Staudamm, der viele Jahre wie ein Damoklesschwert über dem letzten großen Wildfluss...

Verpasste Chancen für den Artenschutz

EuroNatur und Bankwatch haben gemeinsam mit nationalen Partnern einen Bericht zu den Biodiversitätsbemühungen von zehn Regierungen aus Mittel- und...

EuroNatur eröffnet Dependance in Brüssel

EuroNatur stellt sich mit einer neuen Dependance in Brüssel nach der Schließung des naturschutzpolitischen Büros in Rheinbach bei Bonn neu auf.

Mönchsgeier in Ungarn erschossen

In Ungarn wurde ein Mönchsgeier abgeschossen, der aus dem bulgarischen Wiederansiedlungsprogramm stammte, an dem sich auch EuroNatur beteiligt. Dies...

EU-Gelder für Naturzerstörung?

Seit Jahren kämpfen EuroNatur und ihre Partnerorganisationen gegen das umstrittene Wasserkraftwerk Mokrice an der Save. Über das Hintertürchen der...

Albanisches Vogelparadies durch Flughafenbau gefährdet

++ In der Narta-Lagune an der Adria soll ein Flughafen gebaut werden ++ Rastgebiet von internationaler Relevanz für Hunderttausende Wasservögel ++ Am...

Webinar zu Rechtsinstrumenten im Flussschutz

Um die Entwicklung der Wasserkraft in Europa rasch voranzutreiben, werden verpflichtende Rechtsverfahren und Vorgaben zur...