Künstler für die Balkanflüsse

++ Anlässlich des World Music Days am 21. Juni erheben 40 KünstlerInnen ihre Stimme für die Blue Heart Kampagne zur Rettung der Balkanflüsse ++

<p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p>

Rambo Amadeus beim Konzert für die Balkanflüsse 2018 in Sarajevo

© Nick St. Oegger

Die Musiker  wollen wachrütteln und dazu beitragen, die drohende Naturzerstörung in ihrer Heimat zu verhindern. Darko Rundek aus Kroatien, Rambo Amadeus aus Serbien/Montenegro, Jelena Milušić aus Bosnien-Herzegowina und Srđan Jevđević, Gründer und Sänger der Band Kultur Shock (lebt in den USA, ursprünglich aus Bosnien-Herzegowina) sind nur vier von insgesamt 40 bekannten Künstlerlnnen aus den Balkanstaaten, die die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ unterstützen. Sie erheben ihre Stimme für die Balkanflüsse und gegen deren Zerstörung.

Zwischen Slowenien und Albanien soll praktisch jeder Fluss, jeder Bach gestaut oder abgeleitet werden, insgesamt sind mehr als 3.000 neue Wasserkraftwerke geplant. Noch ist der Balkan ein Wasserreich ohnegleichen, in dem Flüsse frei fließen und sich Tierarten tummeln, die anderswo in Europa längst verschwunden sind – noch ist es das Blaue Herz Europas.

Anlässlich des World Music Days, der jährlich am 21. Juni begangen wird, beziehen die KünstlerInnen in kurzen Videobotschaften Stellung.

Rambo Amadeus sagt: Ich unterstütze die Kampagne „Rettet das blaue Herz Europas", weil ich mich nicht eines Tages vor meinen Enkeln schämen will: Wenn sie mich fragen, was ich im Zeitalter der systematischen Naturzerstörung getan habe - habe ich mich um meine eigenen Angelegenheiten gekümmert, während ich tatenlos zugesehen habe, wie die Lebenschancen meiner Enkel rapide abnahmen?“ Schauen Sie sich Rambos Video an

Jelena Milušić: „Wenn wir einfach stillschweigend daneben stehen, dann verdienen wir es, dass unsere Existenz und unser Überleben in Frage gestellt werden. Lasst uns zusammenstehen und Nein zu den Wasserkraftwerken an unseren Flüssen sagen"! Schauen Sie sich Jelenas Video an

Srđan Jevđević (Kultur Shock) ergänzt: „Unsere Politiker sind Kriminelle, die unser Land stückweise verkaufen.” Schauen Sie sich Srđans Video an

Darko Rundek: Es sind die ungezähmten Flüsse der Berge und die Quellen, die sie in Rohre leiten wollen, um Strom zu erzeugen. Doch indem sie das tun, warden sie die Artenvielfalt zerstören.” Schauen Sie sich Darkos Video an

Es freut uns sehr, dass so viele KünstlerInnen ihre Stimme erheben. Wir brauchen sie, um noch mehr Menschen zu erreichen, damit wir den Staudammwahn stoppen. Flüsse sind mehr als nur Orte des Profits. Sie haben immer schon Menschen zu wunderbaren Liedern, Bildern und Geschichten inspiriert. Wer hat je von Liedern über Staudämme gehört?“, so Ulrich Eichelmann, Koordinator der Blue Heart Kampagne von Riverwatch.

Die Künstler bringen dieses wichtige Thema mit Herz und Emotion einer breiten Öffentlichkeit näher und zeigen eine Verantwortung für die Natur, die wir bei den Entscheidungsträgern vor Ort schmerzlich vermissen“, sagt Annette Spangenberg, Leiterin Projekte bei EuroNatur.

Videobotschaften folgender KünstlerInnen werden bald unter https://balkanrivers.net/de/kuenstler zu sehen sein: Dževad Karahasan, Selma Alispahić, Marko Tomaš, Aida Čorbadžić, Rikardo Druškić, Martina Mlinarević Sopta, Dinno Kasalo, Selma Spahić, Mona Muratović, Faruk Šehić, Marko Feher, M.o.r.t., Haris Pašović, Selvedin Avdić, Orhan Maslo, Smirna Kulenović, Sead Sašivarević, Mario Knežović, Zdravko Cvjetković, Elma Tetaragić, Marija Šestić, Mevludin Sejmenović, Dado Džihan, Aleksandra Nina Knežević, Sanel Marić Mara, Sassja, Lala Raščić, Milutin Sretenović, Muhamed Kafedžić, Enes Zlatar, Mostar Sevdah Reunion, Emina Hodžić Adilović, Soraja Ćehić, Marina Mimoza, Basheskia, Ermin Bravo.

 

Hintergrundinformationen:
Die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ will die wertvollsten Flüsse der Balkanhalbinsel vor einem Damm-Tsunami aus ca. 3000 geplanten Projekten bewahren. Die Kampagne wird von den NGOs Riverwatch und EuroNatur koordiniert und gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Balkanländern umgesetzt. Mehr Informationen finden Sie unter: https://balkanrivers.net/de

 

Rückfragen:

 

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv:

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Eilmeldung: Wasserkraftwerk Kalivaç wird nicht gebaut, so Premierminister Edi Rama

Als Reaktion auf die Erklärung des albanischen Präsidenten Ilir Meta gab Premierminister Edi Rama heute gegenüber den Medien bekannt, dass er...

Allianz gegen Staudamm an der Vjosa wächst

++ Forschungszentrum an der albanischen Vjosa eröffnet ++ Wissenschaftler üben scharfe Kritik an der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum geplanten...

Frist abgelaufen: Jetzt Flüsse konsequent schützen

Naturschutzorganisationen fordern von der Regierung der Föderation von Bosnien und Herzegowina ein Moratorium für den Bau von Kleinwasserkraftwerken....

Schlechte Saison für Störche

++ Nur wenige flügge Jungen in Europas Storchendörfern ++ Wetterextreme machen Weißstörchen zu schaffen ++ Erhalt von Feuchtgrünland bedeutet Klima-...

Endlich: EU verbietet Bleischrot in Feuchtgebieten

Eine gute Nachricht für Europas Wasservögel: Die Jagd in Feuchtgebieten mit giftigem Bleischrot wird verboten. So werden jährlich in der EU etwa 1,5...

Rendezvous mit Wasserfledermaus und Co.

Traditionell findet am letzten Wochenende im August die europaweite „Bat Night“ statt. Auch unsere Partner in Frankfurt an der Oder luden am 28....

Siegerbilder des EuroNatur-Fotowettbewerbs gekürt

Rund 3.400 Bilder von Europas Natur sind in diesem Jahr bei der Jury eingegangen – die Auswahl der zwölf besten Fotos kann sich sehen lassen.

Aktivisten in Serbien legen Hand an gegen Wasserkraft

In der Region Stara Planina haben Einwohner des Dorfes Rakita zusammen mit Umweltschützern die Rohre eines im Bau befindlichen Wasserkraftwerks...

Premiere in Kroatien: Tiervergifter vor Gericht

Anfang des Jahres sind mehrere Wild- und Haustiere in Kroatien vergiftet worden. Nun wurde offiziell Strafanzeige gegen eine 52-jährige Person...

Gemeinde Mals streitet für eine Landwirtschaft ohne Pestizide

++ Südtiroler Gemeinde setzt sich seit sechs Jahren für ein Pestizidverbot ein ++ Insektizide, Herbizide etc. gefährden die Lebensgrundlage von...

Fischarten im Mittelmeerraum durch Wasserkraftboom gefährdet

++ Neue Studie belegt: Wasserkraftwerke haben verheerenden Einfluss auf Fischbestände in Flüssen rund um das Mittelmeer ++ Zahlreiche Arten sind vom...

Verbot von Bleischrot scheitert an Julia Klöckners Ministerium

Das europaweite Verbot von Jagd mit Bleischrot an Gewässern ist vergangene Woche gescheitert – am Widerstand des Bundesministeriums für Ernährung und...

EU Kommission warnt Rumänien: Illegale Abholzung stoppen oder Klage vor Gericht

Die Europäische Kommission fordert die rumänischen Behörden auf, unverzüglich gegen die illegale Abholzung von Ur- und Naturwäldern in rumänischen...

Petition zur Rettung der rumänischen Paradieswälder übergeben

++ Über 122.000 Unterschriften an Staatssekretäre des rumänischen Umweltministeriums überreicht ++ Forderung nach umfassendem Schutz der Ur- und...

Vorläufiges Aus für Kleinwasserkraftwerke in Bosnien-Herzegowina

++ Parlament verhängt historische Entscheidung für Flüsse in Bosnien-Herzegowina ++ Baustopp für Wasserkraftprojekte ++

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung