„Maya“ trägt nun Halsschmuck

Im mazedonischen Stogovo-Gebirge ist es Naturschützern gelungen, einen weiblichen Balkanluchs zu fangen und mit einem Peilsender zu versehen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Daten, mehr über die seltenen Pinselohren zu erfahren und sie so effektiver schützen zu können.

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Sitzt, passt, wackelt und hat Luft: Mayas Peilsender

© MES

Das Balkan Lynx Recovery Team der Mazedonischen Ökologischen Gesellschaft (MES), einer Partnerorganisation von EuroNatur, war erfolgreich bei der Jagd nach den scheuen Jägern: Vor einigen Tagen haben die Naturschützer „Maya“, eine stattliche Balkanluchs-Dame, in einer Kastenfalle gefangen und sie mit einem GPS-Sender versehen. Nach erfolgreichem Setzen des Halssenders wurde das Tier vermessen und ihm wurde noch etwas Blut für genetische Forschungszwecke abgenommen. Dann war die Prozedur auch schon vorbei und „Maya“ konnte unbeschadet wieder durch die Wälder des Stogovo-Gebirges im Westen Mazedoniens streifen.

Seither können die Luchsschützer von der MES jeden ihrer Schritte verfolgen. „Maya“ ist erst das fünfte Exemplar der vom Aussterben bedrohten Balkanluchse, das bisher besendert wurde – und das erste Weibchen. Dies ist umso erfreulicher, als dass „Maya“ den Wissenschaftlern im besten Fall Daten über Fortpflanzungserfolg und Wurfgröße liefern kann; wichtige Faktoren für eine Stabilisierung der Population dieser extrem seltenen Katzen.

Für den Schutz des Balkanluchses, der vor allem durch Wilderei und Lebensraumzerstörung gefährdet ist, setzen sich EuroNatur und ihre Partnerorganisationen seit vielen Jahren ein. Mit den Daten, die „Maya“ zukünftig liefern wird, erweitert sich das Wissen über das Verhalten der scheuen Jäger und die Schutzbemühungen können noch effektiver gestaltet werden.

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