Mönchsgeier in Ungarn erschossen

In Ungarn wurde ein Mönchsgeier abgeschossen, der aus dem bulgarischen Wiederansiedlungsprogramm stammte, an dem sich auch EuroNatur beteiligt. Dies ist ein empfindlicher Schlag für das Projekt.

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Einige Federn des abgeschossenen Mönchsgeiers lagen noch am Tatort.

© Gabor Deak/MME BirdLife Hungary
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Der GPS-Sender lag im Flussufer. Er machte die Geierschützer in Bulgarien auf das Verbrechen aufmerksam.

© Gabor Deak/MME BirdLife Hungary
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Fachleute von BirdLife Ungarn und der Nationalparkdirektion Horbágy wurden am 27. April von Kollegen unserer bulgarischen Partnerorganisation Green Balkans alarmiert, dass ihr mit einem GPS-Sender versehener Mönchsgeier keine neuen Standortdaten sendete. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Rangern der Nationalparkdirektion gelang es den Experten von BirdLife Ungarn, den Sender zu lokalisieren, der dem Vogel nach dessen Abschuss vermutlich abgenommen und ans Flussufer geworfen wurde. Zusätzliche Beweise wie Federn und Blutspuren wurden von einer Hundeeinheit gefunden. Die Polizei wurde gerufen, zeichnete die Daten auf und entnahm DNA-Proben vom GPS-Sender. Die Ermittlungen laufen.

Der vermutlich abgeschossene Mönchsgeier, der auf den Namen Ichera getauft wurde, wurde 2019 in Spanien geboren und nach einer Kollision mit einem Auto von lokalen Fachleuten gerettet. Im Rahmen des Wiederansiedlungsprojekts in Bulgarien, wo Mönchsgeier wieder heimisch werden sollen, wurde der genesene Ichera im März 2021 ausgewildert. Nach seiner Freilassung wendete sich der junge Geier gen Norden und flog über Serbien und Rumänien bis nach Ostungarn. Hier fiel Ichera sehr wahrscheinlich einem Wilderer zum Opfer.

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