Saline Ulcinj: 2 Jahre RAMSAR-Gebiet

Vor zwei Jahren, am 10. September 2019, wurde die Saline Ulcinj im Süden Montenegros zum RAMSAR-Gebiet erklärt, einem Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.

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Die Saline Ulcinj bietet ein großes Potential für naturverträglichen Tourismus.

© Janinka Lutze
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Flamingos sind nur eine von zahlreichen ornithologischen Besonderheiten der Saline.

© Adrian Perovic

2019 war ein gutes Jahr für die Saline Ulcinj: Im Juni wurde der Salzgarten an der Adria zum Naturpark erklärt. Diese nationale Unterschutzstellung machte den Weg frei, die Saline auch als RAMSAR-Gebiet auszuweisen. Ein großer Erfolg für EuroNatur und ihre internationalen und montenegrinischen Partner, die sich 15 Jahre lang für den Schutz des Vogelparadieses eingesetzt haben.

„Durch die Unterschutzstellung als Naturpark und als RAMSAR-Gebiet ergeben sich gute Möglichkeiten für die Kommune Ulcinj, die Saline langfristig zu erhalten und nachhaltig zu nutzen, während sie gleichzeitig den Vögeln als Rast- und Nistplatz erhalten bleibt. Es war ein langes Ringen für EuroNatur und unsere Partner bis zu dieser Unterschutzstellung“, sagt EuroNatur-Campaignerin Janinka Lutze. Im Juli dieses Jahres erfolgte die gute Nachricht, die Saline Ulcinj wieder in Staatsbesitz zu überführen - jahrelang waren die Besitzverhältnisse ungeklärt.

Durch jahrelange ausbleibende Managementmaßnahmen haben sich die Lebensbedingungen für salzliebende Arten in der Saline in den letzten Jahren allerdings verschlechtert. Unsere Partner vor Ort engagieren sich dafür, den Verfall des Gebiets zu stoppen. „Wir werden den politischen Prozess weiterhin begleiten und sicherstellen, dass die richtigen Schritte eingeleitet werden, damit die Saline auch wirklich revitalisiert wird und als Lebensraum für die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten erhalten bleibt. Oberstes Ziel ist ein wirkungsvoller Managementplan“, sagt Zenepa Lika, Leiterin der Martin-Schneider Jacobi Association (MSJA). „Gleichzeitig unterstützen wir Menschen aus Ulcinj und der Umgebung, nachhaltige Projekte mit und in der Saline Ulcinj anzubieten und so die sozioökonomische Komponente zu stärken“, so Lika, weiter.

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