Serbien will Abkommen zum Schutz der Zugvögel beitreten

Lange haben EuroNatur und ihre serbische Partnerorganisation Bird Protection and Study Society of Serbia darauf hingearbeitet, nun ist der erste Schritt gemacht: Das serbische Parlament hat ein Gesetz gebilligt, das den Beitritt des Landes zum Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) vorsieht.

Blässhühner, in vielen Regionen des Balkans beliebte Beute von Wilderern, werden bald sicherer rasten können in Serbien. © Dietmar Nill

Für die Wasservögel Europas könnte Serbien bald ein sicheres Land auf ihrem Weg nach Afrika sein. Das Parlament in Belgrad hat den Antrag zum Beitritt von AEWA gebilligt. Vom Nordkap bis zum Kap der guten Hoffnung schützt das Vertragswerk Wasservogelarten auf ihrem Zugweg. Serbien, das als Teil der Adria-Zugroute von zahlreichen Zugvögeln passiert wird, würde sich mit der Ratifizierung von AEWA verpflichten, Maßnahmen zum Schutz von wandernden Wasservögeln und ihren Lebensräumen zu ergreifen. Nach wie vor spielt die Vogeljagd in weiten Teilen Serbiens eine große Rolle und führt jedes Jahr zum Verlust zig tausender Vögel. Bis das Abkommen für Serbien in Kraft tritt, müssen zwar noch ein paar kleinere formale Hürden genommen werden, aber der erste große Schritt in dem Prozess ist getan.


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