Skandalöse Abholzungen in Rumänien enthüllt

Die dritte Folge der investigativen Dokuserie „Out of Control“ zeigt, dass die Waldvernichtung im rumänischen Cheile Nerei-Beusnita-Nationalpark bewusst vom staatlichen Forstunternehmen Romsilva betrieben wird.

So enden jahrhundertealte Buchen, auch im Cheile Nerei-Beusnita-Nationalpark. © Matthias Schickhofer

Der kommerzielle Holzeinschlag in Rumäniens Nationalparks geht unvermindert weiter. Die aktuelle Folge von „Out of Control“ widmet sich dem Cheile Nerei-Beusnita-Nationalpark in den rumänischen Karpaten. Dieser gleicht an weiten Stellen eher einem Wirtschaftswald als einem Schutzgebiet. In Auftrag gegeben werden die Rodungen vom staatlichen Forstunternehmen Romsilva, das 12 von 13 Nationalparks in Rumänien verwaltet und somit eigentlich für deren Schutz verantwortlich ist.

Im Video räumt der ehemalige Nationalparkdirektor von Cheile Nerei-Beusnita ein, dass von der staatlichen Forstverwaltung starker Druck ausgeübt wurde, die Abholzung in den so genannten Pufferzonen der Nationalparks zu erhöhen. Als die Holzarbeiter vor Ort mit den Vorwürfen konfrontiert wurden, gaben sie an, von der Nationalparkverwaltung schlecht informiert worden zu sein. Sie würden nicht wissen, was geschützt sei und dies zu erkennen, sei nicht ihre Aufgabe. Anfragen unserer rumänischen Partnerorganisation Agent Green zu der Menge an gefälltem Holz wurden nicht beantwortet.

„Das anhaltende Naturschutzdrama in Rumänien ist eine der drängendsten Umweltkrisen in Europa, aber immer noch weitgehend unbekannt. Die EU-Kommission muss sofort aktiv werden, um die Zerstörung zu stoppen. Nach den schrecklichen Waldbränden in vielen Teilen Europas in diesem Sommer ist der richtige Schutz unserer letzten intakten Naturwälder noch wichtiger geworden", sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

 

Hier gelangen Sie zur dritten Folge von „Out of Control“: https://vimeo.com/288637048

Die Folgen 1 & 2 können Sie sich hier anschauen: https://www.saveparadiseforests.eu/de/video/

Erfahren Sie mehr zur Kampagne Save Paradise Forests: https://www.saveparadiseforests.eu/de/home/

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