Tod im Libanon

Für die Zugvögel erweist sich der östliche Mittelmeerraum, trotz aller Erfolge gegen die Vogeljagd, einmal mehr als äußerst gefährliches Terrain. Eine Petition soll nun dabei helfen, das Morden über dem Libanon zu beenden.

Weißstörche sind majestätische Langstreckenflieger - und auf ihrer östlichen Zugroute äußerst bedroht © Christof Wermter

Zugvögel leben gefährlich, vor allem wenn ihre Route über das östliche Mittelmeer verläuft. Dort warten Tausende von Jägern, um die Vögel vom Himmel zu schießen. Selbst auf Weißstörche, bei uns als „Kinderbringer“ gern gesehen, wird geschossen. Die meisten von ihnen sterben anonym, doch kürzlich wurde im Libanon Tesla erschossen, ein mit einem Peilsender versehenes Storchenmännchen. Tesla wurde am 16 Juni 2016 im Rahmen eines von EuroNatur unterstützten Projekts in den kroatischen Save-Auen beringt und besendert. Nach seiner Überwinterung in Afrika war Tesla zurück auf dem Weg nach Kroatien. In den Morgenstunden des 11. April wurde er über dem Libanon abgeschossen.

Obwohl bereits 2004 ein Jagdgesetz für den Libanon verabschiedet wurde, ist dessen Durchsetzung alles andere als konsequent. Hinzu kommt, dass das Jagdverbot im September 2017 enden soll. Nun gilt es, eine strenge Durchsetzung der bestehenden Gesetze sowie eine Verlängerung des Jagdbanns zu erreichen. Eine Petition von „SOS Tesla - Save White Storks“ an den libanesischen Präsidenten und den Umweltminister des Landes fordert, den Libanon für Zugvögel sicher zu machen. Setzen auch Sie ein Zeichen gegen den Vogelmord und unterschreiben Sie die Petition!


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