Vereint gegen die Staudammflut

Die Bürgermeister fünf albanischer Gemeinden an der Vjosa haben sich in einem offenen Brief an den Premierminister Edi Rama und den Parlamentspräsidenten Ilir Meta gegen den Bau von Staudämmen und für die Unterschutzstellung der Vjosa ausgesprochen.

Die Vjosa ist einer der letzten Wildflüsse Europas außerhalb Russlands. Für ihren Schutz setzen sich auch die Bürgermeister mehrerer albanischer Gemeinden ein. © Roland Dorozhani

Die albanische Vjosa ist der letzte große Wildfluss Europas außerhalb von Russland und ein Schwerpunktgebiet der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“. Nahezu ungezähmt fließt sie von ihrer Quelle im griechischen Pindos-Gebirge bis zur Mündung in die albanische Adria. Doch der geplante Bau von Wasserkraftwerken bedroht dieses landschaftlich reizvolle und ökologisch wertvolle Kleinod. Es besteht allerdings Hoffnung für die Vjosa: Gegen die Staudammflut wächst der Widerstand.

Nachdem sich bereits die lokale Bevölkerung, nationale und internationale Wissenschaftler und NGOs, sowie das EU-Parlament gegen die geplanten Wasserkraftwerke an der Vjosa ausgesprochen haben, vereinen sich nun auch die örtlichen Bürgermeister zum Widerstand. In ihrem offenen Brief an die albanische Regierung fordern sie unter anderem, die Wasserkraftprojekte an der Vjosa und ihren Zuflüssen zu stoppen und die Gemeinden an Entscheidungsprozessen zu beteiligen.

Die Idee eines Vjosa-Nationalparks stößt bei den Menschen vor Ort auf breite Zustimmung. Sie haben erkannt, dass die Errichtung eines Nationalparks nicht nur ihren Fluss schützen, sondern auch ihre wirtschaftliche Situation nachhaltig verbessern würde.



Lesen Sie hier den offenen Brief (en.)


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